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20. Internationales SkillsLab Symposium 2026


12.-14.03.2026
Mannheim

Meeting Abstract

Simulation von einliegenden ZVKs an Puppe oder Simulationsperson – ein nachhaltiges und kostengünstiges Vier-Stufen-Konzept

Konrad Straub - Technische Universität München, School of Medicine and Health, München, Deutschland; TUM Klinikum, Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, München, Deutschland
Julian Lennertz - TUM Klinikum, Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, München, Deutschland
David Obert - TUM Klinikum, Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, München, Deutschland
Dominik Hinzmann - Technische Universität München, School of Medicine and Health, München, Deutschland; TUM Klinikum, Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, München, Deutschland
Meike Dirmeier - Technische Universität München, School of Medicine and Health, München, Deutschland
Pascal Berberat - Technische Universität München, School of Medicine and Health, München, Deutschland

Text

Hintergrund: Im Bereich der stationären (und zum Teil auch ambulanten) Patientenversorgung kommt medizinisches Personal regelmäßig mit zentralen Venenkathetern (ZVKs) in Kontakt. Sie zeichnen sich durch eine höhere Langlebigkeit ihrer Funktionen aus und ersparen oft viele Punktionen für Blutentnahmen und wiederholte Anlagen von kurzlebigen peripheren Venenkathetern. Ein Nachteil jedoch sind die größere Komplexität und durch unsachgemäße Bedienung hervorgerufene Blutstrominfekte, Luftembolien, Exsanguinationen, Laborprobenverfälschungen sowie Schenkelobstruktionen.

Motivation: Während man in diversen Praktika oder Famulaturen mitunter schon früh während der medizinischen Ausbildung mit ZVKs in Kontakt kommt, fehlt häufig eine strukturierte und verlässliche Schulung zum sicheren Umgang. Im Rahmen der Neukonzeption des hiesigen Hygienekurses ergab sich der Bedarf für ein Demonstrations- und Trainingsmodell.

Anforderungen: Der ideale ZVK-Bedienungstrainer ist kostengünstig, nachhaltig, lässt sich leicht an Puppe oder Simulationsperson anbringen, bietet die Möglichkeit zur Medikamentenapplikation und fördert bei Aspiration – auch nach und während einer Flüssigkeitsinfusion – sofort (Kunst-)Blut.

Konzept: Da ein solches Trainingsmodell kommerziell nicht verfügbar ist, wurde ein vierstufiges Konzept mit aufsteigender Funktionalität und Realitätsnähe entwickelt, anhand dessen man je nach Lernziel, Simulationsszenario und Notwendigkeit von Realismus den am besten passenden ZVK-Trainer auswählen kann.

Umsetzung: Alle vier Varianten sind ohne viel Material- und Kostenaufwand selbstgebaut. Bei Nutzung abgelaufener Einwegartikel liegen die Kosten selbst auf der höchsten Stufe bei nur wenigen Euro. Gleichzeitig wird durch die Verwendung von ansonsten zur Entsorgung vorgesehenen Materialien ein Beitrag zur Nachhaltigkeit geleistet.

Interessenkonflikte: Die Autor*innen erklären, dass sie keine Interessenkonflikte in Zusammenhang mit diesem Artikel haben.