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38. Internationaler Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgie (DOC)


18.-20.06.2026
Nürnberg

Meeting Abstract

Vergleich refraktiver Ergebnisse monofokaler plus Intraokularlinsen

Milena Pahlitzsch - Augenklinik im Ring-Center, Berlin
Marie-Luise Pahlitzsch - Augenklinik im Ring-Center, Berlin
Mareike Saathoff - Augenklinik am Wittenberplatz, Berlin
Thomas Pahlitzsch - Augenklinik im Ring-Center, Berlin

Text

Zielsetzung: Vergleich der visuellen und refraktiven Ergebnisse zweier monofokal plus Intraokularlinsen unter besonderer Berücksichtigung von Defokuskurven, Fernvisus und sphärischem Äquivalent nach Kataraktoperation.

Methode: In diese prospektive Studie werden insgesamt 42 Patient:innen eingeschlossen, die sich einer Kataraktoperation unterzogen. Die Patient:innen erhielten entweder die RayOne EMV (n=22; Durchschnittsalter 66,10±8,86 Jahre; Rayner) oder die enVista AspireTM (n=20; Durchschnittsalter 66,06±6,76 Jahre, Bausch & Lomb). Die Untersuchungen erfolgen präoperativ, 1 Tag, 1 Woche, sowie 3 und 6 Monate postoperativ. Erfasst werden die unkorrigierte und bestkorrigierte Sehschärfe (UCVA, CDVA) sowie die binokulare Defokuskurve. Zusätzlich wird der intraokulare Druck (IOD) bestimmt und die das manifeste sphärische Äquivalent analysiert.

Ergebnis: Das postoperative sphärische Äquivalent beträgt -0,40±0,28 dpt (RayOne EMV) und 0,06±0,27 dpt (enVista AspireTM) und liegt damit in beiden Gruppen nahe der Emmetropie. Die Defokuskurven beider monofokaler plus Intraokularlinsen zeigen ein insgesamt vergleichbares visuelles Profil über den gesamten untersuchten Defokusbereich. Im Fernbereich (ca. +1,5 bis +2 dpt) zeigt die RayOne EMV leicht bessere Werte (p < 0,05). Im Übergang zum intermediären Bereich (+0,5 bis -0,5 dpt) zeigt sich bei beiden IOLs ein stabiles Plateau bei 0 dpt mit guter Sehschärfe. Mit zunehmendem Defokus in Richtung Nahbereich (-2,0 bis -5,0 dpt) nimmt die Sehschärfe in beiden Gruppen erwartungsgemäß ab. Die Kurven verlaufen dabei weitestgehend parallel, mit nur geringfügigen Unterschieden. Der unkorrigierte Fernvisus (Vsc) beträgt 0,08 ± 0,07 logMAR für die enVista AspireTM und -0,01 ± 0,12 logMAR für die RayOne EMV.

Schlussfolgerung: Beide monofokal plus Intraokularlinsen zeigen vergleichbare visuelle Ergebnisse mit exzellenter Fernsehschärfe und erweiterter Tiefenschärfe im intermediären Bereich. Klinisch relevante Unterschiede können nicht festgestellt werden. Beide IOLs stellen somit geeignete Optionen für Patient:innen dar, die eine verbesserte intermediäre Sehfunktion bei gleichzeitig hoher Fernvisusqualität wünschen.