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Deutscher Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie 2026 (DKOU 2026)

Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU), Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC), Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU), Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU)
20.-23.10.2026
Berlin

Meeting Abstract

Weichteilsarkome mit fibromyxoider oder fibromyoblastischer Differenzierung

Sammy Fansa - LMU Klinikum, Campus Großhadern, Schwerpunkt Tumororthopädie, Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, München, Deutschland
Hans-Roland Dürr - LMU Klinikum, Campus Großhadern, Schwerpunkt Tumororthopädie, Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, München, Deutschland
Lars Lindner - LMU Klinikum, Campus Großhadern, Medizinische Klinik III, München, Deutschland
Thomas Knösel - Ludwig-Maximilians-Universität München, Institut für Pathologie, München, Deutschland
Paul Reidler - LMU Klinikum, Campus Großhadern, Klinik für Radiologie, München, Deutschland
Alexander Klein - LMU Klinikum, Campus Großhadern, Schwerpunkt Tumororthopädie, Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, München, Deutschland

Text

Zielsetzung und Fragestellung: Myxoide und fibroblastische Sarkome bilden eine heterogene Gruppe. Die Differenzierung zwischen spezifischen Subtypen ist entscheidend, da das klinische Verhalten variiert. Ziel dieser Studie ist die Evaluation von Subtyp, Grading und lokalen Tumorparametern auf Lokalrezidiv (LR) und Überleben (OS).

Material und Methoden: Es erfolgte eine retrospektive Analyse von 153 Patienten, die 2013–2025 in unserer Klinik behandelt wurden. Es fanden sich (1) Myxofibrosarkome (n=117), (2) Myxoinflammatorische fibroblastische Sarkome (n=13), (3) Low-grade fibromyxoide Sarkome (n=15) und (4) Low-grade fibromyoblastische Sarkome (n=8). Das Gesamtüberleben und die Lokalrezidivrate wurden systematisch evaluiert.

Ergebnisse: Das Durchschnittsalter sank von Gruppe 1 (68,6 Jahre) bis Gruppe 4 (35 Jahre). Gruppe 4 zeigte die höchste LR-Rate (62,5%), obwohl die R1-Rate moderat war (12,5%). Entscheidend ist, dass 100% (n=8) dieser Patienten bereits mit einem persistierenden Tumorrest nach inadequater Vor-OP oder Rezidiv eingeschlossen wurden. Gruppe 2 wies die höchste Rate ungeplanter R1-Resektionen auf (38,5%, n=5), zeigte jedoch paradoxerweise 0% Lokalrezidive. Gruppe 1 (LR 13,7%) bestätigte, dass ein Rezidivtumor signifikant mit erneutem Lokalrezidiv korreliert (p=0,0095). Signifikante Unterschiede fanden sich im OS. Gruppe 1 trug die Hauptlast der Mortalität (33 Events, 28,2%) signifikant korreliert mit dem Grading (p=0,0141). Gruppen 2 und 4 zeigten keine tumorbedingten Todesfälle.

Diskussion und Schlussfolgerung: Die hohe Rezidivrate in Gruppe 4 ist durch die das 100% Vorliegen persistierender oder rezidivierender Tumoren in diesem jungen Kollektiv zu erklären. Im Gegensatz dazu zeigt Gruppe 2 trotz chirurgischer Schwierigkeiten (hohe R1-Rate) einen indolenten Verlauf. Das klinische Verhalten ist subtypspezifisch. Gruppe 4 (jung, voroperiert oder rezidiviert) erfordert trotz „Low-grade“-Status regelmäßige lokale Kontrolle. Gruppe 2 toleriert offensichtlichR1-Situationen, die hier häufig sind gut. Beim Myxofibrosarkom (Gruppe 1) bleiben Grading und Rezidivanamnese die stärksten Prognosefaktoren. Es verhält sich eher wie ein klassisches Weichteilsarkom.