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28. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Audiologie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Audiologie e. V.
04.-06.03.2026
Oldenburg

Meeting Abstract

Erstellung eines Auswertkriteriums und Vergleich zwischen digitaler und analoger Version für den Fragebogen zur Erfassung der Hörsituation im Alltag von Kindern – ohne und mit einer Hörsystemversorgung

Sophie Ziegler - paezo – Pädaudiologie in Oldenburg, Oldenburg, Deutschland
Katharina Schmidt - paezo – Pädaudiologie in Oldenburg, Oldenburg, Deutschland; Jade Hochschule Oldenburg, Institut für Hörtechnik und Audiologie, Oldenburg, Deutschland
Karsten Plotz - paezo – Pädaudiologie in Oldenburg, Oldenburg, Deutschland; Jade Hochschule Oldenburg, Institut für Hörtechnik und Audiologie, Oldenburg, Deutschland

Text

Fragestellung: Dornhoffer et al. haben gezeigt, dass audiologische Tests nicht immer mit dem wahrgenommenen Vorteil durch eine Hörgeräteversorgung übereinstimmen [1]. Der durch einen Hörsystemversorgung entstandene Benefit kann jedoch begleitend durch Fragebögen erfasst werden [2].

Im deutschsprachigen Raum gibt es bisher keinen Fragebogen in dem sowohl die Eltern als auch die Lehrkraft die Hörsituation des Schulkindes beurteilen. Durch den hier vorgestellten Fragebogen werden beide Gruppen abgedeckt und der Höralltag des Kindes damit vollständig abgefragt. Zu Beginn wurde der Fragebogen gekürzt, um eine höhere Ausfüllrate und Aussagekraft zu erhalten. Die jeweiligen Fragebögen bestehen aus folgenden Unterkategorien: Auditive Diskrimination, Auditives Gedächtnis, Allgemeines Verstehen, Hören im Störschall und Richtungshören, welche eine unterschiedliche Anzahl an Fragen beinhalten. Der Elternfragebogen besteht aus 17 und der Lehrkraftbogen aus 14 Fragen zum Hören. In den Fragebögen werden zudem die Schulform und besondere Unterstützungen abgeglichen. Im Fragebogen mit Hörsystemversorgung wird des Weiteren die Art der Versorgung und die Tragedauer abgefragt. Es wurde eine analoge und digitale Fragebogenversion verwendet.

In diesem Beitrag soll der Fokus auf dem Vergleich zwischen digitalem und analogem Bogen und der Erstellung eines Auswertkriteriums liegen.

Methoden: Die Datenerhebung fand in den Räumlichkeiten des „paezo Pädaudiologie in Oldenburg“ statt. Der Fragebogensatz besteht aus einem Bogen für die Eltern und einen für die Lehrkraft. Er wird ohne und mit einem Hörsystem ausgefüllt. Die Probanden wurden in zwei Gruppen (A und B) eingeteilt. Gruppe A hat den Fragebogen in ausgedruckter Form erhalten. Gruppe B sollte den Fragebögen digital ausfüllen. Dazu hat Gruppe B ein Schreiben mit einem QR-Code erhalten, über den der Fragebogen auf der SoSci Servey Plattform ausgefüllt werden kann. Zu beiden Bogenversionen wurde zudem ein Anleitungsschreiben ausgegeben. Die digitalen Bögen wurden automatisch nach dem Ausfüllen abgegeben. Die analogen Bögen sollten so schnell wie möglich ausgefüllt und per Mail/Post zurückgegeben werden. Die Vollständigkeit, Ausfülldauer und die Ergebnisse der digitalen und analogen Version sollen miteinander verglichen werden. Zudem soll ein Auswertkriterium für die Fragebögen erstellt werden.

Ergebnisse: Die Datenerhebung findet aktuell noch statt. Die Ergebnisse werden auf der DGA Tagung vorgestellt.


Literatur

[1] Dornhoffer JR, Meyer TA, Dubno JR, McRackan TR. Assessment of Hearing Aid Benefit Using Patient-Reported Outcomes and Audiologic Measures. Audiol Neurootol. 2020;25(4):215-223. DOI: 10.1159/000506666
[2] Meister H, Rählmann S, Walger M, Margolf-Hackl S, Kießling J. Hearing aid fitting in older persons with hearing impairment: the influence of cognitive function, age, and hearing loss on hearing aid benefit. Clin Interv Aging. 2015 Feb 10;10:435-43. DOI: 10.2147/CIA.S77096