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Wintertagung der Berlin-Brandenburgischen Augenärztlichen Gesellschaft 2025

Berlin-Brandenburgische Augenärztliche Gesellschaft
05.-06.12.2025
Berlin

Meeting Abstract

Bestimmung des retinalen Fixationsortes unter monokularen und binokularen Sehbedingungen bei verschiedenen Fixationsaufgaben

Maximilian Freiberg - Berlin – Berliner Hochschule für Technik
P. Schneider - Bonn – Universitäts-Augenklinik Bonn
A. Gutnikov - Bonn – Universitäts-Augenklinik Bonn
C. Meltendorf - Berlin – Berliner Hochschule für Technik
S. Reiß - Berlin – Berliner Hochschule für Technik
R. Krüger - Berlin – Berliner Hochschule für Technik
W.M. Harmening - Bonn – Universitäts-Augenklinik Bonn

Text

Ziel: Unterscheiden sich Fixationsstabilität und bevorzugter retinaler Fixationsort (preferred retinal locus of fixation, PRL) bei monokularer gegenüber binokularer Fixation und zwischen aktiven und passiven Fixationsaufgaben?

Methodik: Bei 18 orthoptisch unauffälligen Probanden wurde das Fixationsverhalten mit einem hochauflösenden binokularen Scanning-Laser-Ophthalmoskop untersucht. Fünf 40-Sekunden-Videos wurden pro Bedingung (monokular/binokular, aktiv/passiv) aufgezeichnet. PRLs wurden als Median der Blickpositionen bestimmt, Fixationsstabilität (ISOA in arcmin2) mittels Wahrscheinlichkeitsdichteanalyse berechnet und Stereopsis mit dem D10-Test quantifiziert.

Ergebnisse: Binokulare Fixation führte zu signifikant höherer Fixationsstabilität (~27% kleinere ISOA) als monokulare. Aktive Fixationsaufgaben zeigten ebenfalls eine verbesserte Stabilität (~43% kleinere ISOA) gegenüber passiven Aufgaben. PRL-Verschiebungen von wenigen Winkelminuten (Intervall: 1.15–3.83‘; Median: 2.07‘) traten auf, korrelierten jedoch nicht mit dem Stereogrenzwinkel.

Schlussfolgerungen: Fixationsstabilität wird durch binokulare Fusion und aktive Aufgaben verbessert. Kleine PRL-Verschiebungen haben keinen Einfluss auf die Stereopsis bei orthoptisch unauffälligen Personen.