Viszeralmedizin NRW 2026. 192. Jahrestagung der Niederrheinisch-Westfälischen Gesellschaft für Chirurgie, 34. Jahrestagung der Gesellschaft für Gastroenterologie
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Großes subcardiales Leiomyom – laparoskopische transgastrale Resektion
Text
Hintergrund und Ziel: Bei symptomatischen Leiomyomen des gastroösophagealen Übergangs stehen je nach Ausdehnung und genauer Lokalisation verschiedene Arten der Entfernung zur Verfügung:
Resektion des distalen Ösophagus und proximalen Magens mit Rekonstruktion in Double-Tract Technik, offene oder laparoskopische Enucleation sowie tangentiale Resektion von extragastral oder intragastral.
Im Video wird die Operation eines 38-jährigen Patienten gezeigt mit einem unmittelbar subcardial sitzenden 5x3 cm großen, submucösen Leiomyom, welches Dysphagie auslöste. Via laparoskopischem Zugang mit drei 5er und zwei 10er/12er Trokaren zeigte sich der Tumor von extragastral, aber eine tangentiale Stapler-Abtragung im Gesunden erschien ohne Kompromittierung des unteren Ösophagussphincters unsicher.
Methode: Daher wurde die Vorderwand des mittleren Magencorpus mit dem Ultraschall-Dissektionsgerät eröffnet und das Leiomyom mit der Videooptik intragastral dargestellt. Der Tumor wurde mit zwei Fasszangen angehoben, von der Cardia nach caudal luxiert, ein 60er Stapler darunter in zwei Schritten bis in den distalen Ösophagus vorgeschoben und ausgelöst. Damit ließ sich das intramurale Leiomyom mit der Schleimhaut komplett abtragen und über einen Bergebeutel entfernen. Der untere Ösophagussphincter wurde nicht kompromittiert. Die Gastrotomie wurde nach Fassen mit 4 Haltenähten über zwei 60er Stapler-Nahtreihen verschlossen.
Ergebnis: Die Histologie bestätigte eine R0-Resektion des ca. 5x3 cm großen Leiomyoms. Der postoperative Verlauf war komplikationslos.
Zusammenfassung: Die laparoskopische, transsgastrale Resektion von großen symptomatischen Leiomyomen des gastroösophagealen Übergangs ist ein sicheres Resektionsverfahren insbesondere zur Schonung des unteren Ösophagussphinkters.



