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Deutscher Rheumatologiekongress 2026

54. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie und Klinische Immunologie (DGRh), 36. Jahrestagung der Gesellschaft für Kinder- und Jugendrheumatologie (GKJR), 40. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädische Rheumatologie (DGORh)
09.-12.09.2026
Leipzig

Meeting Abstract

Transarterial periarticular embolization (TAPE) über die Gonarthrose hinaus: Proof-of-Concept bei einer Monarthritis im Rahmen entzündlich rheumatischer Gelenkerkrankungen

Carolin Pflug - Rheumazentrum (G-BA-Kriterien) sowie Sektion Rheumatologie und Osteologie, Klinik für Innere Medizin III, Universitätsklinikum Jena, Jena, Deutschland
Ulf K. M. Teichgräber - Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Universitätsklinikum Jena, Jena, Deutschland
Amer Malouhi - Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Universitätsklinikum Jena, Jena, Deutschland
Gunter Wolf - Rheumazentrum (G-BA-Kriterien) sowie Sektion Rheumatologie und Osteologie, Klinik für Innere Medizin III, Universitätsklinikum Jena, Jena, Deutschland
Alexander Pfeil - Rheumazentrum (G-BA-Kriterien) sowie Sektion Rheumatologie und Osteologie, Klinik für Innere Medizin III, Universitätsklinikum Jena, Jena, Deutschland
René Aschenbach - Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Universitätsklinikum Jena, Jena, Deutschland

Text

Einleitung: Die transarterielle periartikuläre Embolisation (TAPE) ist eine minimalinvasive endovaskuläre Technik, die zur Behandlung der Gonarthrose etabliert ist. Ihre potenzielle Rolle bei entzündlich-rheumatischer Monoarthritis wurde bislang nicht untersucht. In dieser Proof-of-Concept-Studie wurden Machbarkeit, Sicherheit und klinische Wirksamkeit von TAPE bei entzündlich-rheumatischer Monoarthritis evaluiert und die Ergebnisse mit denen bei Kniegelenksarthrose verglichen.

Methoden: Insgesamt wurden 17 Gelenke bei 14 Patientinnen und Patienten (7 Frauen, 7 Männer) mit TAPE behandelt – darunter 11 Fälle von Gonarthrose sowie 3 Fälle (6 Gelenke) mit entzündlich-rheumatischer Gelenkerkrankung (rheumatoide Arthritis, Psoriasisarthritis oder Spondyloarthritis), die trotz intraartikulärer und systemischer DMARD-Therapie therapieresistent waren. Als temporäres Embolisationsmaterial wurde Imipenem/Cilastatin verwendet. Behandelt wurden Knie-, Sprung- und ein Radiokarpalgelenk. Die Schmerzintensität wurde mittels visueller Analogskala (VAS) erfasst. Zusätzlich wurden Sicherheitsdaten, Gelenkumfang und Bewegungsumfang erhoben; bei einer Subgruppe erfolgten Ultraschall- und MRT-Kontrollen.

Ergebnisse: Die medianen VAS-Werte zeigten eine Abnahme von 5,0 (IQR 3,00–6,00) zu Baseline auf 1,0 (IQR 0,0–3,0) an Tag 1 sowie 1,0 (IQR 0,00–4,25) nach drei Monaten. Eine vergleichbare Schmerzreduktion zeigte sich sowohl bei Gonarthrose als auch bei einer Monarthritis im Rahmen entzündlich-rheumatischer Gelenkerkrankung. Eine Reduktion des periartikulären Umfangs wurde bei 70,6% und eine Verbesserung der Gelenkbeweglichkeit bei 58,8% der Patientinnen und Patienten festgestellt. Bildgebend zeigte sich eine Abnahme von Synovitis und Gelenkerguss bei den Fällen mit einer Arthritis. Das Verfahren war in allen Fällen technisch erfolgreich; schwerwiegende Nebenwirkungen traten nicht auf.

Schlussfolgerung: Die TAPE stellt ein technisch durchführbares und sicheres Verfahren dar, das mit einer klinisch relevanten Schmerz- und Entzündungsreduktion bei einer therapieresistenten Monoarthritis in Folge einer entzündlich rheumatischen Gelenkerkrankung assoziiert ist. Größere prospektive Studien sind erforderlich, um diese vielversprechenden Ergebnisse zu bestätigen.