Deutscher Rheumatologiekongress 2026
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Zwischenergebnisse „RIANa“-Register für Intraartikuläre Kortikosteroidinjektion (IACSI) Nachbehandlungsprotokolle bei Gonarthritis im Kindes- und Jugendalter
Text
Einleitung: Fehlende evidenzbasierte Empfehlungen in der Nachbehandlung von PatientInnen mit IACSI des Kniegelenks und Unterschiede innerhalb der GKJR [1] gaben Anlass ein prospektives Register zur Gelenkbelastung bzw. -entlastung nach IACSI des Kniegelenks zu erheben, um dadurch Einflüsse auf die Zeit bis zum Auftreten von klinischen und/oder laborchemischen Entzündungszeichen zu evaluieren. Dabei werden Daten in kinderrheumatologischen Zentren erfasst, die mit oder ohne Entlastung des Kniegelenks nach IACSI nachbehandeln.
Methoden: Zum Zeitpunkt T0 und T1 wurden jeweils für die Gruppe mit Entlastung, sowie der Vergleichsgruppe ohne Entlastung die Kniegelenksbeweglickeit mittels Goniometer gemessen, der Schmerz auf einer numerischen Analogskala (NAS) erfasst und die wöchentlichen körperlichen und sportlichen Aktivitätsstunden erfragt. Die Ergebnisse wurden deskriptiv dargestellt. Nach Überprüfung auf Normalverteilung mittels Shapiro-Wilk Test erfolgte bei normal verteilten Daten ein abhängiger T-Test bzw. bei nicht normal verteilten Daten ein Wilcoxon Test zum Vergleich T0/T1.
Ergebnisse: Bislang liegen 41 Datensätze aus drei verschiedenen Zentren zur Auswertung vor. Tabelle 1 [Tab. 1] zeigt die deskriptive Statistik beider Gruppen zum Messzeitpunkt T0 und T1. Auf Grund der geringen Stichprobengröße der Vergleichsgruppe (ohne Entlastung) beschränken sich die schließenden Statistiken auf die Entlastungsgruppe. Die passive Gesamtbeweglichkeit (pfROM) des Kniegelenks, die sich aus der Summe von passiver Flexion und Extension abzüglich des Extensionsdefizits berechnet, verbesserte sich signifikant von T0 (MW = 131; SD = 17,84) auf T1 (MW = 153; SD = 9,08), t(21) = 6,49; p < 0,001; d = 1,38. Ebenso stieg die aktive Gesamtbeweglichkeit (afROM) signifikant zwischen T0 (MW = 122; SD = 18,17) und T1 (MW = 144; SD = 11,48), t(21) = 6,13; p < 0,001; d = 1,31. Das Schmerzniveau reduzierte sich signifikant von T0 (Mdn = 3,5) auf T1 (Mdn = 0), p<0,001; r = 0,75. Die körperliche und sportliche Aktivität zeigten keine signifikanten Veränderungen.
Schlussfolgerung: Die Gruppe mit Entlastung zeigt über die Zeit eine signifikante Verbesserung von Schmerzintensität und Beweglichkeit. Inwieweit ein Unterschied auch in der Vergleichsgruppe ohne Entlastung messbar ist, ist Gegenstand der laufenden Erhebung. Eine Überlegenheit einer Gruppe kann derzeit noch nicht festgestellt werden.




