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Gesundheit gestalten

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM), Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP), Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V. (EbM), Deutsche Gesellschaft für Medizinische Soziologie (DGMS)
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen

Meeting Abstract

Workshop: Positive Gesundheit in der Praxis: Umsetzung in der Geriatrie und in Gesprächen zu Advance Care Planning

Karolien van den Brekel-Dijkstra - Positive Health international, Niederlande
Melissa Stiefermann - Universitätsklinikum Essen, Institut für Allgemeinmedizin, Essen, Deutschland
Jürgen in der Schmitten - Universitätsklinikum Essen, Institut für Allgemeinmedizin, Essen, Deutschland
Achim Mortsiefer - Universität Witten/Herdecke, Institut für Allgemeinmedizin und Ambulante Gesundheitsversorgung (iamag), Witten, Deutschland

Text

Hintergrund: Positive Gesundheit ist ein ganzheitliches, ressourcenorientiertes Konzept, das in den Niederlanden entwickelt wurde und inzwischen in mehreren europäischen Ländern, darunter auch Deutschland, Anwendung findet. Das sog. Spinnennetz ist ein praxisnahes Instrument zur Stärkung von Gesundheitskompetenz, Selbstwirksamkeit und aktiven Beteiligung verschiedener Zielgruppen – von acht Jahren bis zum Lebensende. Angesichts der demografischen Entwicklung und steigender Anforderungen an die Versorgung gewinnt das Konzept in der Geriatrie zunehmend an Bedeutung. Positive Gesundheit unterstutzt auch bei Gespräche über das Lebensende sowie zur Vorausplanung von Behandlungsentscheidungen in gesundheitlichen Krisen (Advance Care Planning, ACP) können von dieser breiten Perspektive profitieren, da die durch Positive Gesundheit geförderte Orientierung an individuellen Werten und Präferenzen zu tragfähigen Entscheidungen beiträgt.

Zielsetzung/Fragestellung: Der Workshop vermittelt einen fundierten Einblick in die konkrete Umsetzung des Konzeptes der Positiven Gesundheit bei älteren Menschen. Die Teilnehmenden sollen den Mehrwert anhand ausgewählter Fallbeispiele nachvollziehen.

Diskussionspunkt: In der Diskussion werden die Chancen, das Potenzial und die Rahmenbedingungen für eine Implementierung in Deutschland analysiert.

Zielgruppe: Allgemeinärzt:innen in Weiterbildung, Praxismitarbeiter:innen, Gesundheitswissenschaftler:innen sowie weitere an der Umsetzung von Positiver Gesundheit im Alter interessierte Fachpersonen.

Didaktische Methode/n: Im Workshop werden Best-Practice-Beispiele aus der Altenpflege und der palliativen Versorgung vorgestellt, ergänzt durch ein exemplarisches ACP-Gespräch. In Kleingruppen werden Erfolgs- und Hindernisfaktoren des Ansatzes diskutiert: Welche Vorteile ergeben sich für Patient:innen und Ärzt:innen? Darauf folgen Fallvignetten, die den Teilnehmenden erlauben, die Anwendung selbst praktisch zu erproben.

Take Home Message für die Praxis: Im Plenum werden abschließend zentrale Ergebnisse und Take-Home-Messages zusammengefasst, mit Fokus auf der Übertragbarkeit in die eigene berufliche Praxis. Positive Health bietet ein praxisnahes, personenzentriertes Instrument, das Hausärzt:innen bei der Versorgung älterer Menschen wirkungsvoll unterstützt.

Kurzvorstellung des/r Workshop-leitenden Person/en: Der Workshop-leitenden Person sind alle Allgemeinärzt:innen die mit Positive Health arbeiten, Moderator ist Dr. Karolien van den Brekel-Dijkstra, Direktorin Positive Health international, als Allgemeinärztin tätig in die Niederlande und leitet Training zu „Positive Health“. Melissa Stiefermann ist Ärztin für Allgemeinmedizin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Allgemeinmedizin Essen. Prof. Dr. Jürgen in der Schmitten ist Lehrstuhlinhaber für Universitätsklinikum Essen, Institut für Allgemeinmedizin, Essen; Prof. Dr. Achim Mortsiefer ist Hausarzt in Köln und Lehrstuhlinhaber Universität Witten/Herdecke, Institut für Allgemeinmedizin und Ambulante Gesundheitsversorgung (iamag), Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Geschätzte Anzahl Teilnehmern/innen: 20–30

Interessenkonflikte: Direktorin Positive Health international