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Gesundheit gestalten

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM), Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP), Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V. (EbM), Deutsche Gesellschaft für Medizinische Soziologie (DGMS)
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen

Meeting Abstract

Entscheidungsanalytische Modellierung zur Beantwortung von Screeningfragestellungen: Welche Ergebnissicherheit können sie liefern und wann sind sie sinnvoll?

Daniel Fleer - IQWiG, Deutschland
Anja Schwalm - IQWiG, Deutschland
Gaby Sroczynski - UMIT TIROL – Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften und- technologie, Institut für Public Health, Medical Decision Making und Health Technology Assessment, Österreich
Uwe Siebert - UMIT TIROL – Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften und- technologie, Institut für Public Health, Medical Decision Making und Health Technology Assessment, Österreich; ONCOTYROL-Center for Personalized Cancer Medicine, Division of Health Technology Assessment and Bioinformatics, Österreich; Harvard University, Harvard T.H. Chan School of Public Health, Departments of Epidemiology and Health Policy & Management; Harvard Medical School, MGH, ITA/Department Radiology, USA
Tim Mathes - IQWiG, Deutschland

Text

Namen der Moderierenden sowie der Vortragenden

Moderierende: Tim Mathes (IQWiG), Daniel Fleer (IQWiG)

Vortragende: Gaby Sroczynski (UMIT TIROL), Uwe Siebert (UMIT TIROL), Daniel Fleer (IQWiG), Tim Mathes (IQWiG)

Hintergrund: Aussagekräftige Studien zu Fragestellungen im Bereich von Populationsscreening bedürfen in der Regel sehr großer Fallzahlen und langer Beobachtungszeiträume. Die Durchführung von randomisierten Studien (RCTs), insbesondere wenn es um die Erweiterung eines etablierten Screenings geht, ist daher sehr aufwendig bzw. es kann lange dauern bis aussagekräftige Ergebnisse verfügbar sind. Unter anderem aus diesen Gründen kann es vorkommen, dass Evidenz aus einer systematischen Übersichtsarbeit nicht ausreichend ist, um die für Entscheidungsträger relevante Fragestellung vollständig zu beantworten. Zudem können bei mehrstufigen Screening-Verfahren Informationen zu einzelnen Komponenten (z. B. Screening mit und ohne Verwendung eines Risikoscores) fehlen.

Entscheidungsanalytische Modellierungen haben das Potenzial diese Evidenzlücken zu schließen. Darüber hinaus können mittels Modellierung die konkrete Ausgestaltung des Screenings (z. B. Altersgrenzen) und mögliche Auswirkungen auf die Versorgung (z. B. notwendige personelle und apparative Ausstattung) untersucht werden.

Zielsetzung/Fragestellung: Bisher ist unklar in welchen Situationen entscheidungsanalytische Modellierungen zur Beantwortung von Screeningfragestellungen eine sinnvolle Ergänzung zu Studienevidenz sein können, welche Mindestanforderungen an die Evidenzbasis zu stellen sind und wie die Ergebnissicherheit bewertet werden kann.

Das Symposium soll dazu dienen diese Fragstellungen zu beleuchten.

Diskussionspunkt: Es werden die Herausforderungen und mögliche Lösungswege mit dem Plenum diskutiert. Hierdurch soll das Symposium Impulse für die Weiterentwicklung der Methodik für entscheidungsanalytische Modellierungen zur Beantwortung von Screeningfragestellungen im Rahmen von HTA liefern.

Inhalt: In drei Impulsvorträgen werden die genannten Herausforderungen vorgestellt.

Einzelbeiträge

  • Voraussetzung für die Durchführung von Modellierungen: relevante Fragestellungen und Anforderung an die Evidenzbasis
  • Wie können entscheidungsanalytische Modellierungen die evidenzbasierte Entscheidung zur Implementierung von Screeningprogrammen unterstützen?
  • Ansätze und Kriterien zu Ableitung der Ergebnissicherheit von Modellierungsevidenz

Interessenkonflikte: Keine