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Gesundheit gestalten

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM), Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP), Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V. (EbM), Deutsche Gesellschaft für Medizinische Soziologie (DGMS)
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen

Meeting Abstract

Mundgesundheit im Wandel? Der Einfluss sozialer Determinanten und Konsequenzen für Versorgung und Prävention

Liane Alexandra Schenk - Charité – Universitätsmedizin Berlin, Institut für Medizinische Soziologie und Rehabilitationswissenschaft, Berlin, Deutschland
Ghazal Aarabi - Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf / UKE, Poliklinik für Parodontologie, Präventive Zahnmedizin und Zahnerhaltung, Hamburg, Deutschland
Lisa Peppler - Charité – Universitätsmedizin Berlin, Institut für Medizinische Soziologie und Rehabilitationswissenschaft, Berlin, Deutschland
Berit Lieske - Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf / UKE, Poliklinik für Parodontologie, Präventive Zahnmedizin und Zahnerhaltung, Hamburg, Deutschland
Andreas Rainer Jordan - Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ), Gesundheitsversorgungsforschung und -epidemiologie, Deutschland
Fabian Zimmermann - Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ), Medizinsoziologie und Gesundheitskompetenz, Deutschland
Renate Deinzer - Justus-Liebig-Universität Gießen, Institut für Medizinische Psychologie, Deutschland

Text

Namen der Moderierenden sowie der Vortragenden

Moderation: Liane Schenk, Ghazal Aarabi, Lisa Peppler

Vortragende: Berit Lieske, Rainer Jordan, Renate Deinzer (angefragt), Fabian Zimmermann, Ghazal Aarabi

Hintergrund: Mundgesundheit ist wesentlicher Teil des allgemeinen Wohlbefindens und der Identität, ermöglicht Partizipation und verändert sich im Lebensverlauf. Obgleich Zahn- und Mundkrankheiten wirksam vorgebeugt werden kann, sind orale Erkrankungen doch weit verbreitet. Zugleich hat die ungleiche Verteilung der Karies- und Parodontitislast in Deutschland in Abhängigkeit von Sozialstatus und Migrationsgeschichte zugenommen. Mit der jüngsten Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS 6), die erstmals den Migrationsstatus differenziert erfasst, ist es möglich, das Mundgesundheitsgeschehen über die gesamte Lebensspanne bis ins hohe Alter umfassend zu analysieren. Die finale Analysestichprobe mit vollständigen Angaben zu den Merkmalen Migrationsgeschichte, Lebensalter, Geschlecht und Bildungsstatus umfasste 879 ältere Kinder, 1.525 Erwachsene und 1.094 Senior:innen. Darüber hinaus werden in Studien wie MuMi bereits adressatengerechte niedrigschwellige Apps und Beratungstools getestet, die präventiv wirken und chancenausgleichend wirken sollen.

Zielsetzung/Fragestellung: Zielsetzung des gemeinsamen Symposiums der AG Dental Health und der AG Migration und Gesundheit der DGSMP ist es, den Einfluss eines Migrationskontextes in Verschränkung mit weiteren sozialen Determinanten auf zentrale Aspekte der Mundgesundheit zu untersuchen, darauf basierend Ursachen einer ungleichen Mundgesundheit mehrschichtig auf den Grund zu gehen und Ansätze einer inklusiven Präventionsstrategie auszuloten.

Diskussionspunkt: Die Zusammenschau der Ergebnisse ermöglicht es, den Einfluss sozialer Determinanten auf die Mundgesundheit und das Mundgesundheitsverhalten vergleichend zu erörtern sowie angemessene Ansätze für Versorgung und Prävention vertiefend zu diskutieren. Zugleich sollen der Mehrwert richtungsweisender Forschungsansätze herausgearbeitet und Desiderata zukünftiger Forschung identifiziert werden.

Inhalt: Folgende Beiträge tragen das Symposium inhaltlich:

  • Mundgesundheit von Menschen mit Migrationsgeschichte. Ergebnisse der Sechsten Deutschen Mundgesundheitsstudie
  • Einfluss des sozioökonomischen Status auf die Mundgesundheit. Ergebnisse der Sechsten Deutschen Mundgesundheitsstudie
  • Psychosoziale Determinanten des Mundgesundheitsverhaltens
  • Migration und sozialer Gradient im Kontext von Mundgesundheit
  • Gesunde Zähne für Alle: Förderung der Mundgesundheit

Take Home Message für die Praxis: Eine diversitätssensitive Prävention darf nicht nur das Verhalten adressieren, sondern auch in der Gesellschaft verankerte Strukturen, die ungleiche Chancen auf Mundgesundheit befördern.

Interessenkonflikte: Keine