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Gesundheit gestalten

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM), Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP), Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V. (EbM), Deutsche Gesellschaft für Medizinische Soziologie (DGMS)
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen

Meeting Abstract

„Daten für Taten in der Gesundheitsberichterstattung – Was gibt es Neues?“ DGSMP AG GBE

Jeffrey Butler - Charité – Universitätsmedizin Berlin, Berlin, Deutschland
Doris Wohlrab - Landeshauptstadt München, Gesundheitsreferat (GSR), München, Deutschland
Jonas Finger - Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege, Deutschland

Text

Namen der Moderierenden sowie der Vortragende

Moderierende:

Doris Wohlrabe, Dr. Jonas Finger, Jeffrey Butler

Vortragende:

Nicole Rosenkötter, Referentin u.a. für GBE; Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen (AÖGW)

Daniel Bremer, Referent für GBE, Ministerium für Justiz und Gesundheit, Schleswig-Holstein

Doreen Müller, Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland (Zi)

Rebecca Alvarado, Forschungsdatenzentrum Gesundheit

Hintergrund: „Daten für Taten“ ist ein Spruch aus der Anfangszeit der kommunalen Gesundheitsberichterstattung (GBE) in den 1990er Jahren , der im Kontext des typischen Public-Health-Action-Cycles zu sehen ist. Anhand der Datenlage, die die GBE aufbereitet, könne man Maßnahmen der Gesundheitsförderung initiieren und u.U. evaluieren. Diesem direkten Anspruch stehen verschiedene Aspekte entgegen, unter anderem ist die mangelnde gesundheitsbezogene Datenbasis, insbesondere auf kommunaler Ebene zu nennen.

In der Zwischenzeit haben sich Datenzugänge der GBE ein wenig verbessert. Nicht nur auf nationaler Ebene und auf Ebene der Länder, sondern auch auf Ebene der Landkreise/kreisfreien Städte stehen u.a. in Form von Gesundheitsatlanten zunehmend Daten der Kassenärztlichen Vereinigungen oder einzelner Krankenkassen zur Verfügung. Und auch in größeren Städten gibt es vereinzelt Modellprojekte, um Gesundheitsdaten kleinräumiger nutzen zu können. Mit dem Gesundheitsdatennutzungsgesetz (GDNG) ergeben sich neue Optionen für die GBE, die Daten der Gesetzlichen Krankenversicherungen verfügbar macht – also mehr konkrete „Daten für Taten“ als Grundlage für Planungsprozesse.

Zielsetzung/Fragestellung: Im Symposium wollen wir diese Neuerungen und deren Relevanz für die GBE in Deutschland diskutieren. Dabei sollen unterschiedliche Perspektiven beleuchtet werden, z.B. die spezifischen Bedarfe sowie Barrieren der Datenzugänge auf kommunaler Ebene, die im Besonderen auf kleinräumige Daten angewiesen ist, um begrenzte Mittel zielgerichtet (sowohl regional als auch zielgruppenspezifisch) einsetzen zu können. Auch die Ebene der Länder wird zu Wort kommen. Der Versorgungsatlas stellt eine Datengrundlage dar, auf deren Basis regionalisierte gesundheitspolitische Planungen umgesetzt werden können. Das Datenangebot des FDZ Gesundheit ist ein neues Angebot auf Grundlage des GDNG. Hier soll diskutiert werden, wie dieses Angebot für die kommunale Ebene nutzbar gemacht werden kann und welche Voraussetzungen es hier braucht.

Diskussionspunkt: In der Diskussion wird u.a. erläutert , wann und wo welche Verbesserungen stattfinden werden.

Inhalt: Folgende Vorträge werden gehalten und gemeinsam diskutiert:

  • Datengrundlagen der GBE – eine Einschätzung kommunaler Perspektiven: N. Rosenkötter
  • Datengrundlagen der GBE im ÖGD – Perspektive der Länder: D. Bremer
  • Versorgungsatlas: D. Müller
  • Datenangebot des Forschungsdatenzentrums (FDZ Gesundheit) für Länder und Kommunen: R. Alvarado

Take Home Message für die Praxis: Die Datenlage für die kommunale GBE in Deutschland ist dabei, sich deutlich zu verbessern.

Interessenkonflikte: Keine