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- Beitrag RADAR/RADAR+ zu Routinedaten für Forschung „aus der Praxis, für die Praxis“ – Methoden, Erfahrungen, Ausblicke
Gesundheit gestalten
Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM), Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP), Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V. (EbM), Deutsche Gesellschaft für Medizinische Soziologie (DGMS)
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen
Gesundheit gestalten
Vortrag
Poster
Bürger:innentag
Junge Perspektiven
One-Slide- Five-Minutes
Science Slam
Sonstiges
Symposium
Werkstattbericht aus der Praxis
Workshop
Meeting Abstract
Beitrag RADAR/RADAR+ zu Routinedaten für Forschung „aus der Praxis, für die Praxis“ – Methoden, Erfahrungen, Ausblicke
Johannes Hauswaldt
- Universitätsmedizin Göttingen, Institut für Allgemeinmedizin, Göttingen, Deutschland
Text
Inhalt: Die Nutzung von Real-World-Data, die direkt aus hausärztlichen Praxisverwaltungssystemen gewonnen werden, sog. Routinedaten für die sekundäre Versorgungs- und Gesundheitssystemforschung ist Gegenstand der DFG-geförderten Projekten „RADAR“ (2016–2020) und „RADARplus“ (2021–2005). Es wird entsprechend der einheitlichen Vorgaben berichtet.
- Im Sinne einer Machbarkeitsstudie wurde in den RADAR Projekten untersucht, ob Routinedaten aus der ambulanten Versorgung in rechtskonformer Weise gewonnen und sekundär verarbeitet werden können. Weil die dafür erforderlichen technischen und organisatorischen Strukturen und Prozessmethoden fehlen, wurde deren de novo Entwicklung erforderlich und damit Projektgegenstand.
- Hausärztliche Routinedaten sind alle im Rahmen und zum Zweck der ambulanten Regelversorgung erhobenen Informationen, die patientenbezogen in elektronischer Form im Verwaltungssystem einer Praxis (PVS) abgelegt werden, Electronic Medical Records (EMR). Informierte Einwilligung der betroffenen Patienten und ein grundlegendes Datenschutz- und IT-Sicherheitskonzept waren Voraussetzung, um mittels einer PVS-eigenen Standardschnittstelle (Behandlungsdaten-Transfer, BDT) Inhalte von 40 (von ca. 260) vorab ausgewählten Datenfeldern wiederholt auslesen und verarbeiten zu dürfen.
- Mittels generisch entwickelter Software wurden relevante Routinedaten exportiert und in verarbeitungsfähige Form überführt (ETL-Prozess). An mehreren vorab definierten Anwendungsfällen wurde die sekundäre wissenschaftliche Nutzung gezeigt, einschließlich einer Re-Kontaktierung mit Befragung von Patienten.
- Das RADAR Datenschutz- und IT-Sicherheitskonzept wurde in den ToolPool der TMF aufgenommen. Die Machbarkeit rechtskonformer Nutzung hausärztlicher Routinedaten wurde gezeigt, ebenso die einer funktionalen Forschungsdateninfrastruktur. Wir entwickelten neue Methoden der sekundären Datennutzung, beispielsweise als Basismaßzahl das Interkontakt-Intervall (ICI) für eine patientenindividuelle Identifizierung von Perioden akuter Versorgung innerhalb der diachronischen Langzeitbetreuung (chronic care). Systematische Limitierungen im Prozess infolge fehlender Schnittstellen, mangelhafter Datenqualität, Fehlens uniformer, transparenter Datenmodelle oder einer hausärztlichen Ontologie wurden beschrieben.
Interessenkonflikte: Keine



