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Gesundheit gestalten
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen
Gesundheit gestalten
Sexuelle Gesundheit und Sexuelle Bildung junger Menschen
Text
Namen der Moderierenden sowie der Vortragende
Moderation: Dr. Sara Scharmanski
Vortragende:
Beitrag 1: Luise Dinger
Beitrag 2: Dr. Alina Schäfer-Pels
Beitrag 3: Prof. Dr. Maika Böhm und Lucie Gebel
Beitrag 4: Dr. Katharina Urbann
Beitrag 5: Prof. Dr. Nicola Döring
Beitrag 6: Dr. Anne Högemann
Hintergrund: Die Förderung und Sicherstellung von sexueller und reproduktiver Gesundheit ist eines der Kernziele der „Sustainable Development Goals“ (SDG) der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Hierzu zählt der Zugang zu sexueller und reproduktiver Gesundheitsversorgung sowie zu Informationen und Aufklärung für alle Menschen. Damit junge Menschen sichere, positive und selbstbestimmte Erfahrungen mit Intimität, Partnerschaft und Sexualität machen können, bedarf es einer evidenzbasierten Sexuellen Bildung, die Jugendliche insgesamt sowie spezifische vulnerable Zielgruppen altersgerecht adressiert.
Zielsetzung/Fragestellung: Das Symposium liefert ein umfassendes Bild der sexuellen und reproduktiven Gesundheit junger Menschen unter Berücksichtigung verschiedener sozialer Determinanten wie Geschlecht, Alter, Diversität und Beeinträchtigung sowie ihrer Informations- und Beratungsbedarfe on- und offline.
Diskussionspunkt: Der Zugang zum Recht auf die Förderung und den Schutz der sexuellen und reproduktiven Gesundheit frei von Zwang, Diskriminierung und Gewalt ist ungleich verteilt. Soziale Determinanten prägen maßgeblich die gesundheitliche Chancengleichheit. Es bedarf daher einer koordinierten Zusammenarbeit aller relevanten Sektoren und Akteur:innen im Kontext Sexueller Bildung.
Inhalt: Einführend werden die aktuellen Ergebnisse der repräsentativen Jugendsexualitätsstudie 10. Welle (BIÖG) zu Einstellungen und Verhaltensweisen junger Menschen in Bezug auf Sexualaufklärung, Sexualität und Verhütung vorgestellt. Anschließend werden die in der Studie erhobenen sexualisierten Gewalterfahrungen adressiert. Die beiden folgenden Beiträge fokussieren die Bedarfe junger LSBTIQ* Personen (Studie der Hochschule Merseburg) und junger Menschen mit Behinderung (Studie der HU Berlin). Am Beispiel der Frage, wie das Erste Mal Sex in Sozialen Medien diskutiert wird, geht es um Chancen und Risiken der Online-Gesundheitskommunikation (Studie der TU Ilmenau). Abschließend wird das Projekt „Von Zyklus bis Verhütung“ der ÄGGF zur Sexuellen Bildung in ärztlichen Schulworkshops vorgestellt.
Take Home Message für die Praxis: Die vorgestellten Projekte und Studien liefern wichtige Ansatzpunkte für die Weiterentwicklung evidenzbasierter Sexueller Bildung. Vulnerable Gruppen und Gesundheitskommunikation im digitalen Raum werden explizit betrachtet.
Interessenkonflikte: Keine



