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- Partizipative Entwicklung einer digital unterstützten Toolbox zur Stärkung der Gesundheitskompetenz im Bereich Suchtmittelkonsum: Ergebnisse zum Konsumverhalten und zur Wissenskompetenz im Bereich Energy-Drinks von Menschen mit geistiger Behinderung
Gesundheit gestalten
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen
Gesundheit gestalten
Partizipative Entwicklung einer digital unterstützten Toolbox zur Stärkung der Gesundheitskompetenz im Bereich Suchtmittelkonsum: Ergebnisse zum Konsumverhalten und zur Wissenskompetenz im Bereich Energy-Drinks von Menschen mit geistiger Behinderung
Text
Hintergrund: Digital unterstützte Angebote zur Stärkung der substanzbezogenen Gesundheitskompetenz sind bislang für Menschen mit geistiger Behinderung und ihre zentralen Lebenswelten rar. Auf Grundlage dieser Forschungslücke wurde das Projekt „SKoL“ initiiert (2020–2024). Die partizipativ-inklusive Intervention erstellte eine Toolbox zur Förderung der Wissens- und Handlungskompetenz von und für Menschen mit geistiger Behinderung im Bereich des Substanzmittelkonsums (Alkohol, Nikotin, Energy-Drinks).
Zielsetzung: Ziel des Beitrages ist es 1) das Studiendesign des Projekts „SKoL“ zur Entwicklung und Erprobung der Toolbox vorzustellen und 2) empirische Ergebnisse zum Konsumverhalten und zur Wissenskompetenz im Bereich Energy-Drinks zu präsentieren, die im Rahmen der Begleitforschung erfasst wurde.
Material/Methoden: Das Konsumverhalten und die substanzbezogene Wissenskompetenz von Energy-Drinks wurde bei Menschen mit Behinderung im Berufsbildungsbereich (n=27) erhoben (Jahr 2023). Der quantitativen Fragebogen erfasste in Anlehnung an den HLS-EU-Q16 die Wissenskompetenz mittels Wissensüberprüfung zum Konsumverhalten und den Umgang mit Informationen zum Thema Energy-Drinks. Nach Erfassung der Wissenskompetenz zu Beginn der Intervention (t0) wurden im Zeitraum von Juli bis Dezember 2023 ausgewählte Tools der Substanz Energy-Drinks von zwei Anwendergruppen pilotiert. Nach der Anwendung wurde die Wissenskompetenz (t1) erhoben, um mögliche Änderungen zu erfassen.
Inhalt/Ergebnisse: Die Ergebnisse zu t0 zeigen, dass 25,9% der Befragten täglich oder wöchentlich Energy-Drinks konsumieren. Der Vergleich der Aussagen zum substanzbezogenen Wissen zu Energy-Drinks zeigt, dass der Großteil der Teilnehmenden in der Eingangs- (t0) und in der Ausgangskompetenz (t1) den überwiegenden Teil der Aussagen richtig bewertet. In Bezug auf die Gesundheitskompetenz zeigt der t0-/t1-Vergleich, dass die Befragten in den Bereichen Finden, Verstehen und Beurteilen von substanzbezogener Gesundheitskompetenz nach wie vor Schwierigkeiten aufweisen.
Diskussionspunkt/Take-Home-Massage: Kurze digital unterstützte Interventionseinheiten zeigen erste positive Effekte im Vorher-Nachher-Vergleich im Bereich der Wissenskompetenz. Die Ergebnisse unterstreichen den Bedarf vor allem für die Förderung der Handlungskompetenz im Umgang mit Energy-Drinks und die allgemeine Förderung eines bewussten und selbstbestimmten Umgangs mit Substanzmittelkonsum bei Menschen mit geistiger Behinderung.
Interessenkonflikte: Keine



