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- Evaluierung von Integrierten Stadtentwicklungskonzepten in Bezug auf Gesundheit, soziale Gerechtigkeit und ökologische Nachhaltigkeit – Ergebnisse der ersten Erhebungen im Verbundprojekt SalusTransform
Gesundheit gestalten
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen
Gesundheit gestalten
Evaluierung von Integrierten Stadtentwicklungskonzepten in Bezug auf Gesundheit, soziale Gerechtigkeit und ökologische Nachhaltigkeit – Ergebnisse der ersten Erhebungen im Verbundprojekt SalusTransform
Text
Hintergrund: Integrierte Stadtentwicklungskonzepte (ISEK) sind ein informelles, strategisches Planungsinstrument kommunaler Stadtentwicklung und umfassen als komplexe Intervention zahlreiche Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Anwohnenden. Umfassende Evaluationen fehlen jedoch bislang.
Zielsetzung/Fragestellung: Im interdisziplinären Verbundprojekt SalusTransform wird erstmals in Deutschland die Wirksamkeit von ISEK hinsichtlich der Verbesserung von Gesundheit und ökologischer Nachhaltigkeit sowie der Verringerung sozialer Ungleichheiten evaluiert. Die hier vorgestellte Querschnitterhebung dient als Baseline-Erhebung. Berichtet werden erste Erkenntnisse zur sozialen Teilhabe, zur Ortsverbundenheit und zur Bewertung der Wohnumwelt.
Material & Methoden: Die Evaluation erfolgt im quasi-experimentellen Design einer kontrollierten, nicht-randomisierten Interventionsstudie. In den Städten Bremen, Bochum und Wuppertal wird jeweils ein ISEK-Gebiet mit einem Kontrollgebiet ohne ISEK verglichen. Die Baseline-Erhebung richtete sich an alle Einwohner:innen der sechs Untersuchungsgebiete und umfasste selbst entwickelte Fragebogenitems und etablierte Instrumente. Freitextangaben wurden zum vertieften Verständnis der quantitativen Ergebnisse qualitativ ausgewertet.
Ergebnisse: Es nahmen 2.777 Personen teil. Zwischen den Untersuchungsgebieten zeigten sich deutliche Unterschiede in soziodemografischen Merkmalen sowie hinsichtlich der Ortsverbundenheit der Befragten. Insgesamt war der Grad der wahrgenommenen individuellen sozialen Unterstützung niedrig. Eine Vielzahl an Umweltbeeinträchtigungen wurde berichtet, etwa Lärm durch Straßenverkehr und Müll in der Wohnumgebung. Spezifische ISEK-Maßnahmen waren häufig unbekannt, was sich aber je nach Umsetzungsstadium unterschied. Qualitative Auswertungen zeigten zusätzliche, hauptsächlich kritische Einschätzungen der Teilnehmenden zu Themen wie Parkplatzsituation und soziales Miteinander.
Diskussion: Die Ergebnisse zeigen eine Vielzahl von Herausforderungen in der physischen und sozialen Umwelt. Im weiteren Projektverlauf werden mithilfe qualitativer Datenerhebungen wie Fokusgruppen bisher weniger repräsentierte Gruppen stärker berücksichtigt, um deren Perspektiven mit einzubeziehen.
Take Home Message für die Praxis: Die Ergebnisse geben erste Hinweise darauf, wie Anwohnende ihre Wohnumwelt, soziale Situation und ihren Stadtteil sowie Stadtentwicklungsmaßnahmen beurteilen. Ein Mixed-Methods-Design ist notwendig für die Evaluation von ISEK als komplexe und dynamische Intervention.
Interessenkonflikte: Keine



