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Gesundheit gestalten
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen
Gesundheit gestalten
Entwicklung eines digitalen Vermittlungscoach für kommunale Gesundheitsangebote
Text
Hintergrund: Im Rahmen des Smart-City-Projekts „Gesundes Tal“ entwickelt die Stadt Wuppertal eine digitale Plattform zur Stärkung des Zugangs zur kommunalen Gesundheitsförderung.
Zielsetzung/Fragestellung: Entwicklung eines Vermittlungscoach im Rahmen dieser Plattform, der niedrigschwellig gesundheitsrelevante Lebensstilfaktoren bei Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Wuppertal erfasst und diese mit passenden Angeboten vertraut macht. Dieser Vermittlungscoach hatte keine diagnostischen oder therapeutischen Funktionen.
Material & Methoden: In einem partizipativen, iterativen Entwicklungsprozess wurden Fragen aus validierten, wissenschaftlich etablierten Fragebögen zu den Themenfeldern Ernährung, Bewegung, Schlaf, mentale Gesundheit, Stress und soziales Umfeld zusammengestellt. Nationale und internationale Leitlinien zu den jeweiligen Themenbereichen wurden berücksichtigt. Fragen wurden altersdifferenziert (Kinder/Jugendliche, Erwachsene) konzipiert und in einem Komposit-Fragebogen zusammengeführt. Usability-Tests, Expertinnen-Interviews und Anwenderinnen-Testungen wurden mit rund 40 Personen aus unterschiedlichen Zielgruppen (u.a. Jugendliche, Seniorinnen, neurodiverse Nutzende) durchgeführt.
Ergebnisse: Inhaltlich stützt sich der Komposit-Fragebogen im Themenfeld Ernährung auf die Empfehlungen der DGE, Fragen stammen aus den Studien GEDA und DEGS des RKI. Hierbei wurden Antwortmöglichkeiten und Formulierungen in einfache Sprache abgewandelt. Die Themenfelder Bewegung und Schlaf basieren auf den Empfehlungen der WHO, die Fragen stammen aus der KiGGS-Studie. Im Themenfeld soziales Umfeld werden Erwachsene nach emotionaler sowie praktischer Unterstützung, Kinder und Jugendliche nach sozialer Unterstützung gefragt. Das Themenfeld mentale Gesundheit umfasst Fragen zum mentalen Zustand (SF-12) und Stresserleben, bei Kindern und Jugendlichen zu Mobbingerfahrungen (QBVQ). Rückmeldungen aus den Testungen führten zu einer verbesserten Personalisierung, der Integration motivierender Elemente, insbesondere für jüngere Nutzende, und einem stärkeren lokalen Bezug.
Diskussion: Der entwickelte Vermittlungscoach erlaubt eine strukturierte, ressourcenorientierte Einschätzung gesundheitsförderungsbezogener Bedarfe und unterstützt die Navigation durch sowie Zuordnung zu bestehenden kommunalen Angeboten.
Take Home Message für die Praxis: Digitale Vermittlungscoaches können Gesundheitsangebote sichtbar machen. Ob hierdurch die Inanspruchnahme gezielt verbessert werden kann, sollte Teil zukünftiger Forschung sein.
Interessenkonflikte: Keine



