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Gesundheit gestalten

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM), Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP), Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V. (EbM), Deutsche Gesellschaft für Medizinische Soziologie (DGMS)
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen

Meeting Abstract

Partizipative Gesundheitsforschung mit Kindern und Jugendlichen und ihren An- und Zugehörigen: Herausforderungen und Chancen

Samuel Tomczyk - Universitätsmedizin Rostock, Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie, Deutschland; Deutsches Zentrum für Kinder- und Jugendgesundheit, Standort Greifswald/Rostock, Deutschland

Text

Hintergrund: Die Mitwirkung oder Partizipation von Kindern und Jugendlichen an Themen, die sie betreffen, ist eine zentrale Forderung der UN und eine Verwirklichung von Kinderrechten. Im Bereich der Gesundheit ist die strukturierte Mitwirkung bisher selten umgesetzt. In vielen Forschungsbereichen findet Partizipation auf Projektbasis statt, etwa in Form von Fokusgruppen oder Projektbeiräten, die aber nicht nachhaltig sind, weil sie nicht über Förderzeiträume hinweg persistieren. Es bestehen häufig strukturelle Barrieren, aber auch Vorbehalte, die Umfang, Zielsetzung und Aufwand von Partizipationsprozessen betreffen.

Zielsetzung/Fragestellung: Im Workshop sollen bisherige Erfahrungen und Konzepte zum Thema Kinder- und Jugendpartizipation zusammengeführt, diskutiert und mit Blick auf die zukünftige Gestaltung reflektiert werden. Gemeinsam soll eruiert werden, welche strukturellen (z. B. Kosten, Befugnisse) und personellen (z. B. Beteiligungskompetenz, Wissen) Anforderungen bestehen und wie diese auf institutioneller Ebene (z. B. in Klinika, Schule oder Kommune) und auf übergeordneter Ebene (z. B. Richtlinien, Leitlinien) beachtet werden können.

Diskussionspunkt: Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an Themen, die sie betreffen, ist eine Verwirklichung von Kinderrechten. In der Gesundheitsforschung ist dies noch ausbaufähig. Der Workshop soll daher Empfehlungen für die Förderung als auch die nachhaltige Umsetzung und Einbindung von Partizipationsstrukturen erarbeiten und damit langfristig Beteiligungsprozesse stärken.

Zielgruppe: Zielgruppe des Workshops sind interessierte Bürger:innen sowie Forschende und Praktiker:innen, die sich für das Thema Partizipation von Kindern und Jugendlichen in der Gesundheitsforschung interessieren und idealiter bereits Erfahrung besitzen (oder sammeln möchten).

Didaktische Methode/n: Der Workshop wird mit Methoden des World Café und der Metaplanwand arbeiten und dabei u. a. in Kleingruppen arbeiten, nach Möglichkeit an Stellwänden mit Postern bzw. Kartenmaterial. Es werden leitfadengestützte Diskussionen geführt. Im Ergebnis sollen Empfehlungen erarbeitet werden, die die Konzeption und Umsetzung von Partizipationsstrukturen und -prozessen in der Kinder- und Jugendgesundheit unterstützen und dabei den aktuellen Stand der Wissenschaft berücksichtigen.

Take Home Message für die Praxis: Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an Themen, die sie betreffen, ist eine Verwirklichung von Kinderrechten. In der Gesundheitsforschung ist dies noch ausbaufähig – der Workshop kann daher ein erster Schritt zur Vernetzung und Umsetzung sein.

Geschätzte Anzahl Teilnehmern/innen: 30

Interessenkonflikte: Keine