Logo

Gesundheit gestalten

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM), Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP), Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V. (EbM), Deutsche Gesellschaft für Medizinische Soziologie (DGMS)
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen

Meeting Abstract

Akzeptanz digitaler Konsultationen in der österreichischen Primärversorgung – eine Analyse basierend auf dem Technology Acceptance Model

Laura Plotho - Medizinische Universität Graz, Institut für Allgemeinmedizin und evidenzbasierte Versorgungsforschung, Graz, Österreich
Nicole Posch - Medizinische Universität Graz, Institut für Allgemeinmedizin und evidenzbasierte Versorgungsforschung, Graz, Österreich
Nathalie Berger - Medizinische Universität Graz, Institut für Allgemeinmedizin und evidenzbasierte Versorgungsforschung, Graz, Österreich
Christina Radl-Karimi - Medizinische Universität Graz, Institut für Allgemeinmedizin und evidenzbasierte Versorgungsforschung, Graz, Österreich
Karin Petschk - Medizinische Universität Graz, Institut für Allgemeinmedizin und evidenzbasierte Versorgungsforschung, Graz, Österreich
Alexander Avian - Medizinische Universität Graz, Institut für Statistik und Dokumentation, Graz, Österreich
Andrea Siebenhofer - Medizinische Universität Graz, Institut für Allgemeinmedizin und evidenzbasierte Versorgungsforschung, Graz, Österreich; Goethe-Universität Frankfurt am Main, Institut für Allgemeinmedizin, Frankfurt am Main, Deutschland

Text

Hintergrund: Der demographische Wandel und die Zunahme chronischer Erkrankungen stellen das Gesundheitssystem vor erhebliche Herausforderungen. Digitale Angebote bieten das Potenzial, die Versorgungsqualität zu verbessern und die Arbeitsbelastung des Gesundheitspersonals zu reduzieren. Dennoch gestaltet sich die Implementierung digitaler Angebote in den Praxisalltag österreichischer allgemeinmedizinischer Praxen als herausfordernd. Neben strukturellen und organisatorischen Barrieren wird häufig der Widerstand gegenüber Veränderungen seitens des Gesundheitspersonals als Hürde genannt.

Zielsetzung/Fragestellung: Ziel dieser Studie ist es, die Nutzungsintention von Gesundheitsfachpersonen hinsichtlich digitaler Konsultationen in der Versorgung von Patient:innen mit chronischen Erkrankungen zu untersuchen und relevante Barrieren sowie förderliche Faktoren zu identifizieren.

Material & Methoden: Im Rahmen einer österreichweiten Online-Befragung von Allgemeinmediziner:innen sowie weiteren Gesundheitsberufen werden die zentralen Konstrukte des Technology Acceptance Model zur Erfassung der Nutzungsintention digitaler Konsultationen erhoben. Die hypothesengeleitete Überprüfung der Zusammenhänge zwischen den Konstrukten erfolgt mittels Strukturgleichungsmodellierung.

Ergebnisse: Die Datenerhebung ist zum Zeitpunkt der Abstract-Einreichung noch nicht abgeschlossen. Die Ergebnisse werden im Rahmen des Kongresses präsentiert.

Basierend auf dem Technology Acceptance Model wird angenommen, dass wahrgenommene Nützlichkeit und wahrgenommene Benutzerfreundlichkeit die Nutzungsintention digitaler Konsultationen signifikant vorhersagen. Zudem wird erwartet, dass soziale sowie arbeitsbezogene Faktoren die wahrgenommene Nützlichkeit positiv beeinflussen.

Darüber hinaus wird angenommen, dass Computer-Selbstwirksamkeit und wahrgenommene externe Unterstützung die wahrgenommene Benutzerfreundlichkeit positiv, Technikangst hingegen negativ beeinflussen.

Diskussion: Die Ergebnisse ermöglichen die Identifikation zentraler Einflussfaktoren auf die Nutzungsintention digitaler Konsultationen und liefern Ansatzpunkte für eine nachhaltige Implementierung in der Versorgung von Patient:innen mit einer chronischen Erkrankung.

Take Home Message für die Praxis: Es ist zu erwarten, dass digitale Konsultationen dann genutzt werden, wenn ihr Nutzen sichtbar, ihre Anwendung einfach und ihre Einführung strukturell unterstützt wird.

Interessenkonflikte: Keine