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Gesundheit gestalten
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen
Gesundheit gestalten
Gut beraten – gut begleiten – gut entscheiden: die Studie Depression Psychoeducation in Primary Care – DOOR
Text
Hintergrund: Depressionen sind häufige und beeinträchtigende Erkrankungen, der überwiegende Teil Betroffener wird im hausärztlichen Kontext versorgt. DOOR kombiniert in einem innovativen Ansatz das Monitoring körperlicher Parameter, die patientenseits durch einen Smartring erfasst werden, mit Psychoedukation und Medikationssteuerung. Ziel ist eine schnellere Reduktion der Depressionssymptomatik im Vergleich zu Treatment as Usual.
Zielsetzung/Fragestellung: Wird die Depressionssymptomatik in der Interventionsgruppe innerhalb dreier Monate signifikant reduziert?
Material & Methoden: DOOR ist eine clusterrandomisierte, zweiarmige, kontrollierte Interventionsstudie im hausärztlichen Setting. Für die Intervention wurde zum einen Psychoedukationsmaterial, zum anderen Apps für Patient:innen und Ärzt:innen mit integriertem Medikationstool entwickelt. Patient:innen tragen einen Smartring, der depressionsrelevante Parameter wie Schlaf oder Aktivität misst und raten ihre Stimmung sowie die Depressionssymptomatik (PHQ) in der App. Über das Medikationstool werden Angaben zur Medikation mit solchen zu unerwünschten medikamentenbedingten Wirkungen abgeglichen. In vier Sitzungen innerhalb dreier Monate besprechen Ärzt:in und Patient:in Smartring-Werte zusätzlich zu psychoedukativen Inhalten. In der Kontrollgruppe findet Treatment as usual statt. In beiden Gruppen wird begleitend eine Prozessevaluation durchgeführt, um Umsetzung und Akzeptanz der Intervention bzw. bestimmende Faktoren der Kontrollbedingung zu erfassen
Ergebnisse: Stand März 2026 wurden bereits über 200 Patient:innen aus über 80 Hausarztpraxen bayernweit in die Studie eingeschlossen, die Rekrutierung läuft weiter. Im Herbst 2026 werden die Beschreibung der Studienpopulation sowie erste vorläufige Ergebnisse zum Primary Outcome (Verringerung der Depressionssymptomatik) vorgestellt.
Diskussion: Neben dem Hauptergebnis, der Reduktion der Depressionssymptomatik, ist vor allem von Interesse, von welchen Elementen der Intervention Ärzt:innen und Patient:innen am meisten profitieren.
Take Home Message für die Praxis: Durch die Verwendung von Psychoedukation kann die Depressionsbehandlung gut strukturiert werden, der Einbezug körperlicher Parameter über Patient Generated Health Data bietet einen guten Anknüpfungspunkt für shared decision making in der Hausarztpraxis.
Interessenkonflikte: Keine



