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20. Internationales SkillsLab Symposium 2026


12.-14.03.2026
Mannheim

Meeting Abstract

Be Mature For Famulatur – praktisches Training grundlegender Fertigkeiten für den ersten klinischen Einsatz

Andrea Lenes - RWTH Aachen, AIXTRA Kompetenzzentrum für Training und Patientensicherheit, Skillslab der Medizinischen Fakultät, Aachen, Deutschland
Lina Vogt - RWTH Aachen, AIXTRA Kompetenzzentrum für Training und Patientensicherheit, Skillslab der Medizinischen Fakultät, Aachen, Deutschland
Laurenz Kolar - RWTH Aachen, AIXTRA Kompetenzzentrum für Training und Patientensicherheit, Skillslab der Medizinischen Fakultät, Aachen, Deutschland
Fabian Eil - RWTH Aachen, AIXTRA Kompetenzzentrum für Training und Patientensicherheit, Skillslab der Medizinischen Fakultät, Aachen, Deutschland
Martin Klasen - RWTH Aachen, AIXTRA Kompetenzzentrum für Training und Patientensicherheit, Skillslab der Medizinischen Fakultät, Aachen, Deutschland

Text

Hintergrund: Obwohl der primäre Patientenkontakt früh im Studium stattfindet, sind viele praktische Skills bei Antreten der ersten Famulatur noch nicht ausreichend trainiert. Der Famulaturvorbereitungskurs des AIXTRA bietet in Form eines ganztägigen Kurses Training in vier praktischen Fertigkeiten (steriles Arbeiten, Basic Life support, Knoten und Naht, venöse Punktion). Neben den praktischen Fertigkeiten trainieren die Studierende zwei ausführliche Anamneseerhebungen mit Simulationspersonen. Alle Skillstraining-Stationen werden ärztlich geleitet und in Kleingruppen á 6 Studierenden abgehalten. Nach einem einleitenden Impulsvortrag steht das praktische Arbeiten im Vordergrund. Insgesamt können 144 Studierende aus dem 2.Studienjahr an drei aufeinander folgenden Tagen an diesem fakultativen Kurs teilnehmen.

Ziel/Fragestellung: Ziel der Evaluation war eine Überprüfung des Erreichens der einzelnen Lernziele sowie eine Einschätzung der Qualität des Kurses.

Methode: Die Evaluation fand zum Beginn und zum Abschluss des Kurses statt. Die TN wurden per Online-Fragebogen anonym befragt. Erfragt wurden sowohl subjektive Sicherheit in allen im Kurs angebotenen medizinischen Fertigkeiten als auch (nach dem Kurs) positive und negative Aspekte des Kurses inklusive Wünschen für zukünftige Kurse.

Ergebnisse: In der Selbsteinschätzung der einzelnen Skills zeigte sich eine gute bis ausgeprägte Sicherheit in „BLS“, „steriles Arbeiten“, „Punktion 1“ und „Anamneseerhebung“. Deutlich geringer fiel die subjektive Sicherheit bei „Einzelknopfnaht“ und „Handknoten“ aus. Eine Betrachtung der Evaluation vor dem Kurs zeigte, dass diese beiden Fertigkeiten von rund einem Drittel der Teilnehmenden noch nie zuvor durchgeführt worden waren. Die Studierenden bewerten den Kurs mit einer durchschnittlichen Schulnote von 1,66; 97% vergaben die Schulnoten „sehr gut“ oder „gut“. Bei den positiven Bewertungen wurden besonders die hohe Relevanz der Themen, die praktischen Übungen sowie der respektvolle Umgang und die Kompetenz der Dozierenden hervorgehoben. Verbesserungsvorschläge betrafen überwiegend den Wunsch nach längeren Pausen sowie nach noch mehr Zeit für praktische Übungen.

Schlussfolgerung: Aus der positiven Bewertung lässt sich schlussfolgern, dass ein Angebot für alle Studierenden des Semesters sinnvoll ist. Das Skillstraining im Bereich „Knoten und Naht“ wurde auf Basis der Evaluation bereits intensiviert. Dem Wunsch nach längeren Pausen konnte nicht entsprochen werden, jedoch wurde ein Bewirtungsangebot vor Ort geschaffen, um die Pausen effizienter nutzen zu können.

Interessenkonflikte: Die Autor*innen erklären, dass sie keine Interessenkonflikte in Zusammenhang mit diesem Artikel haben.