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20. Internationales SkillsLab Symposium 2026


12.-14.03.2026
Mannheim

Meeting Abstract

Notfälle im Kindesalter – Szenarientraining für Medizinstudierende

Anna M. G. Riechenberg - RWTH Aachen, AIXTRA Kompetenzzentrum für Training und Patientensicherheit, Skillslab der Medizinischen Fakultät, Aachen, Deutschland
Luisa Jansen - RWTH Aachen, AIXTRA Kompetenzzentrum für Training und Patientensicherheit, Skillslab der Medizinischen Fakultät, Aachen, Deutschland
Elin Constantin - RWTH Aachen, AIXTRA Kompetenzzentrum für Training und Patientensicherheit, Skillslab der Medizinischen Fakultät, Aachen, Deutschland; Uniklink RWTH Aachen, Klinik für Anästhesiologie, Aachen, Deutschland
Martin Klasen - RWTH Aachen, AIXTRA Kompetenzzentrum für Training und Patientensicherheit, Skillslab der Medizinischen Fakultät, Aachen, Deutschland; Uniklink RWTH Aachen, Klinik für Anästhesiologie, Aachen, Deutschland
Andrea Lenes - RWTH Aachen, AIXTRA Kompetenzzentrum für Training und Patientensicherheit, Skillslab der Medizinischen Fakultät, Aachen, Deutschland; Uniklink RWTH Aachen, Klinik für Anästhesiologie, Aachen, Deutschland
Lina Vogt - RWTH Aachen, AIXTRA Kompetenzzentrum für Training und Patientensicherheit, Skillslab der Medizinischen Fakultät, Aachen, Deutschland; Uniklink RWTH Aachen, Klinik für Anästhesiologie, Aachen, Deutschland

Text

Hintergrund: In Reanimationssituationen beim Kind ist das frühzeitige, adäquate medizinische Handeln essentiell. Das Curriculum der Humanmedizin sieht das Studium aller Altersklassen von Patient:innen vor, was im Szenarientraining i. d. R. am Erwachsenen trainiert wird. Allerdings ist das Training von Kindernotfallscenarien nicht minder wichtig und bereitet auf den Ernstfall vor.

Ziel: Durch die Teilnahme am Kurs trainieren Studierende die strukturierte Beurteilung von Kindern in Notfallsituationen und das Ergreifen von entsprechenden Maßnahmen (gemäß NKLM 2.0 VII.4-01.9.1; VII.4-02.1.7 [https://nklm.de/zend/menu]).

Methodik: Der Kurs richtet sich an Humanmedizinstudierende ab dem 7. Semester mit Vorkenntnissen in den Bereichen Pädiatrie und Intensivmedizin. Die Lehrenden haben zuvor unter der studentischen Leitung des Pädiatrie-Profils eine Lehrprobe erfolgreich absolviert, um die Kursinhalte standardisiert vermitteln zu können. Regelmäßig erfolgen ärztliche Schulungen und das Profil wird ärztlich supervisiert.

Die Zahl der Teilnehmenden ist auf insgesamt sechs begrenzt, sodass die Durchführung von Fallbeispielen und Simulationen sowie das Training an den Skills-Stationen durchgeführt werden können.

Die theoretischen Inhalte bestehen aus

  • Einteilung von Kindern nach Altersstufen
  • Anatomische und funktionelle Besonderheiten
  • Kindlicher Herzkreislaufstillstand
  • Anamnese und körperliche Untersuchung bei Kindern
  • Leitsymptome bei pädiatrischen Notfällen
  • pädiatrisches Dreieck
  • xABCDE-Schema

In je zwei Fallbeispielen, die sich im Sommer- und Wintersemester voneinander unterscheiden (saisonale Erkrankungen), werden die erlernten theoretischen Inhalte praktisch angewendet.

Bei Abschluss des Kurses erfolgt eine Post-Evaluation.

Ergebnisse: Evaluationsfragebögen ermöglichten nach Kursende die Beantwortung von kursspezifischen Fragen. Die Daten wurden nach Beginn des Kurses im Wintersemester 2025/26 erhoben und ergaben bei elf abgegeben Stimmen eine durchschnittliche Schulnote von 1,2. Die Teilnehmenden fühlten sich zum Großteil „eher sicher“ bis „sicher“ bei der Therapiedurchführung in Notfallszenarien.

Relevanz: Als medizinisches Fachpersonal ist das Erkennen von kritischen bzw. Notfallsituationen und die adäquate Reaktion darauf essentiell. Das Erlernen und Vertiefen pädiatrischer Notfallkompetenzen ist ein wichtiger Schritt in der Medizinischen Ausbildung, insbesondere für zukünftige Einsätze in der Pädiatrie oder Notfallmedizin.

Empfehlungen: Das Kurskonzept ist dazu geeignet, als fakultative Veranstaltung Eingang in die Curricula zu finden oder im Rahmen von Famulaturen oder Praktischem Jahr durchgeführt zu werden. Studierende könnten so Sicherheit im Umgang mit Notfallsituationen bei der besonderen Patient*innengruppe Kinder und Säuglinge erlangen.

Interessenkonflikte: Die Autor*innen erklären, dass sie keine Interessenkonflikte in Zusammenhang mit diesem Artikel haben.


Literatur

[1] Baracat EC, Belluomini F, Morcilli AM, Barciela Brandão M. Use of medical simulation for training students in acute pediatric emergencies in a developing country. April 2015. DOI: 10.13140/RG.2.1.2279.0566
[2] Mand N, Stibane T, Sitter H, Meier RF, Leonhardt A. Successful implementation of a rater training program for medical students to evaluate simulated pediatric emergencies. GMS J Med Educ. 2023;40(4):Doc47. DOI: 10.3205/zma001629