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38. Internationaler Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgie (DOC)


18.-20.06.2026
Nürnberg

Meeting Abstract

FAROS Studie: Einfluss der intravitrealen, dualen Ang-2/VEGF-A-Inhibition durch Faricimab auf die vaskuläre Integrität bei Diabetischem Makulaödem visualisiert mittels Adaptiver Optik und Optischer Koheränztomographie

Ludwig Schubert - Universitätsklinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Augenheilkunde, Halle/Saale
Tim Zenner - Universitätsklinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Augenheilkunde, Halle/Saale
Kristin Wallstabe - Universitätsklinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Augenheilkunde, Halle/Saale
Marlene Stein - Universitätsklinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Augenheilkunde, Halle/Saale
Ivana Mehlhorn - Universitätsklinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Augenheilkunde, Halle/Saale
Mike Francke - Universitätsklinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Augenheilkunde, Halle/Saale
Jens Heichel - Universitätsklinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Augenheilkunde, Halle/Saale
Ricarda Wienrich - Universitätsklinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Augenheilkunde, Halle/Saale
Anja Viestenz - Universitätsklinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Augenheilkunde, Halle/Saale
Arne Viestenz - Universitätsklinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Augenheilkunde, Halle/Saale
Franziska Rauscher - Universität Leipzig, Institut für Medizinische Informatik, Statistik und Epidemiologie, Leipzig

Text

Zielstellung: Das diabetische Makulaödem (DMÖ) ist eine multifaktorielle Erkrankung, die durch Gefäßveränderungen mit Störung der Blut-Retina-Schranke, Fotorezeptor-Desorganisation und resultierender Visusreduktion gekennzeichnet ist. Kann die adaptive Optik (AO) Veränderungen der retinalen Gefäßstrukturen und eine Verbesserung der vaskulären Stabilität durch die Faricimab-Therapie während der Behandlung eines diabetischen Makulaödems aufzeigen? Verändert sich die Organisationstruktur der Fotorezeptorsegmente?

Methodik: Im Rahmen der FAROS Studie visualisieren wir mit adaptiver Optik (rtx-1, Imagine eyes, Frankreich) die parapapillären und makulären Blutgefäße und bestimmen Gefäßdurchmesser sowie -wanddicken bei Patienten mit diabetischem Makulaödem. Zusätzlich berechnen wir mithilfe der AO die makuläre Photorezeptordichte der DMÖ-Patienten unter Therapie. An unserer Studie nehmen 87 Patienten mit DMÖ teil (therapie-naive und vorbehandelte Patienten ohne ausreichende Therapieresponse bei anderen Medikamenten – Behandlungsdauer nicht länger als 10 Monate). Diagnostische Messungen und Bilder von 45 nicht-diabetischen kataraktoperierten Patienten dienen als Referenzwerte.

Ergebnisse: Die Literatur beschreibt, dass mit zunehmendem Schweregrad von Diabetes mellitus – Erkrankungen das Verhältnis von Gefäßwand zu -lumendicke in der Netzhaut ansteigt und die Photorezeptordichte abnimmt. Wir konnten das Verhältnis der retinalen Gefäßwand zu -lumendicke bei Patienten mit DMÖ während einer Vabysmo®-Therapie messen und die zentrale Photorezeptordichte mithilfe adaptiver Optik visualisieren und berechnen.

Schlussfolgerung: Die adaptive Optik (AO) ermöglicht die hochauflösende, nicht-invasive Messung von frühen diabetischen Gefäßveränderungen, die mit routinemäßigen klinischen Untersuchungen nicht erfasst werden können. So können frühe Veränderungen der Gefäßstabilität während der Behandlung des diabetischen Makulaödems visualisiert, diagnostiziert und gemessen werden.