38. Internationaler Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgie (DOC)
38. Internationaler Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgie (DOC)
Veränderungen der Hornhautbiomechanik nach Implantation kornealer allogener intrastromaler Ringsegmente (CAIRS)
Text
Zielsetzung: Untersuchung des Einflusses der Implantation kornealer allogener intrastromaler Ringsegmente (CAIRS) auf biomechanische Parameter der Hornhaut bei Patienten mit Keratokonus über einen zweijährigen Nachbeobachtungszeitraum.
Methode: In dieser prospektiven klinischen Beobachtungsstudie wurden 23 Augen von 21 Patienten, bei denen eine CAIRS-Implantation durchgeführt wurde, eingeschlossen. Die Hornhautbiomechanik wurde mit dem Corvis ST (Oculus, Wetzlar, Deutschland) quantifiziert und folgende Parameter analysiert: Deformationsamplituden-Verhältnis (DA-Ratio), integrierte Radius (IR), Steifigkeitsparameter zum Zeitpunkt der ersten Applanation (SP-A1), Stress-Strain-Index (SSI) sowie relationale Dicke nach Ambrósio (ARTh). Die Patienten wurden präoperativ sowie 3 Monate, 6 Monate, 1 Jahr und 2 Jahre postoperativ untersucht. Der Wilcoxon-Test für gepaarte Stichproben wurde verwendet, um Unterschiede zwischen den präoperativen Werten und den Follow-up-Untersuchungen zu beurteilen.
Ergebnis: Im Vergleich zu den präoperativen Werten stieg der IR von 13,6 mm-1 auf 16,6 mm-1 (p = 0,024), und die ARTh sank von 92,8 auf 56,2 (p = 0,045) nach 6 Monaten (vorläufige Ergebnisse; n = 14). Die DA-Ratio zeigte eine Tendenz zur Zunahme, während SSI und SP-A1 tendenziell abnahmen; diese Veränderungen erreichten jedoch keine statistische Signifikanz. Obwohl für diese laufende Studie noch nicht für alle Patienten 2-Jahres-Daten vorliegen, zeigen sich die Trends über den gesamten zweijährigen Nachbeobachtungszeitraum hinweg.
Schlussfolgerung: Vorläufige Ergebnisse deuten darauf hin, dass die CAIRS-Implantation bei Keratokonus-Augen statistisch signifikante und anhaltende Veränderungen der mit dem Corvis ST gemessenen hornhautbiomechanischen Parameter bewirkt. Weitere Studien sind erforderlich, um die Eignung des Corvis ST zur zuverlässigen Beurteilung der Hornhautbiomechanik nach CAIRS-Implantation zu klären.



