38. Internationaler Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgie (DOC)
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Visuelle Ergebnisse und Sicherheitsprofil von Ray-Tracing-Guided LASIK: Eine Metaanalyse
Text
Zielsetzung: Ziel dieser Analyse war es, das visuelle Ergebnis sowie das Sicherheitsprofil nach einer Ray-tracing-guided laserassistierten in-situ-Keratomileusis (RTG-LASIK) zur Behandlung von Myopie mit oder ohne Astigmatismus zu bewerten.
Methode: In dieser Metaanalyse (PROSPERO-ID: CRD420251179631) wurden originale, peer-reviewte klinische Studien zu visuellen Ergebnissen der RTG-LASIK bei Augen mit Myopie mit oder ohne Astigmatismus eingeschlossen. Die Datenbanken Cochrane, Embase, PubMed und Web of Science wurden am 31. Oktober 2025 durchsucht. Primäre Endpunkte waren der Anteil der Augen mit einem unkorrigierten Fernvisus (UDVA) von mindestens 20/20 sowie der Anteil der Augen mit einem Verlust von mindestens einer Zeile im korrigierten Fernvisus (CDVA) nach RTG-LASIK. Sekundäre Endpunkte umfassten die Verteilung der Augen hinsichtlich präoperativem CDVA und postoperativem UDVA, Veränderungen in Snellen-Zeilen für CDVA und UDVA relativ zum präoperativen CDVA, das postoperative manifeste sphärische Äquivalent der Refraktion (MRSE), höhergradige Aberrationen sowie weitere refraktive Parameter. Die Daten wurden mittels Random-Effects-Modell zusammengeführt, und postoperative Komplikationen wurden dokumentiert.
Ergebnis: Insgesamt wurden 14 klinische Studien mit 1.577 Augen in die Metaanalyse eingeschlossen. Der gepoolte Anteil der Augen mit einem postoperativen UDVA von mindestens 20/20 betrug 99,17% (95%-KI: 95,75–99,84%). Ein Verlust von mindestens einer Zeile im CDVA trat bei 2,21% der Augen auf (95%-KI: 1,07–4,52%). Der CDVA verbesserte sich in nahezu der Hälfte der Fälle, und der postoperative UDVA zeigte tendenziell eine Verbesserung im Vergleich zum präoperativen CDVA. Das MRSE lag bei 95,21% der Augen innerhalb von ±0,5 dpt vom Zielwert, wobei eine leichte Tendenz zur Überkorrektur beobachtet wurde. Die gesamten höhergradigen Aberrationen nahmen geringfügig um 0,087 µm zu, während sphärische Aberration und Trefoil tendenziell abnahmen. Insgesamt wurden neun refraktive Nachbehandlungen berichtet, bei insgesamt günstigem Komplikationsprofil.
Schlussfolgerung: Diese Metaanalyse deutet darauf hin, dass die RTG-LASIK ein sicheres und effektives Verfahren zur Verbesserung von UDVA und CDVA bei ausgewählten myopen Augen sein kann, bei vergleichsweise niedrigen Komplikationsraten.



