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38. Internationaler Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgie (DOC)


18.-20.06.2026
Nürnberg

Meeting Abstract

Langzeitergebnisse nach PreserFlo MicroShunt Revisionseingriffen

Sarah Korra - St.-Johannes-Hospital Dortmund, Klinik für Augenheilkunde, Dortmund
Sofia Fili - St.-Johannes-Hospital Dortmund, Klinik für Augenheilkunde, Dortmund
Markus Kohlhaas - St.-Johannes-Hospital Dortmund, Klinik für Augenheilkunde, Dortmund

Text

Zielsetzung: Die Behandlungsmöglichkeiten in der Glaukomchirurgie sind in den letzten Jahrzehnten stetig gewachsen. Die Trabekulektomie als bewährter Goldstandard liefert nach wie vor das Erreichen der erwünschten Zieldrücke. Hinsichtlich postoperativer Komplikationen gibt es inzwischen andere Optionen mit geringerem postoperativem Risiko und ähnlich guter Drucksenkung. Darunter auch die Implantation eines PreserFlo MicroShunts.

Die bisherige Literatur fokussiert sich auf die Langzeitergebnisse nach einmaliger Implantation. Ein geringer, dennoch beachtlicher Prozentsatz dieser Patienten wird innerhalb der Folgejahre revidiert. Ergebnisse nach wiederholter PreserFlo Implantation sind kaum vorhanden. Ziel dieser Studie ist die Analyse der Langzeitergebnisse nach offener Revision eines PreserFlo MicroShunts, insbesondere im Hinblick auf die intraokulare Druckentwicklung, postoperative Komplikationen sowie notwendige Folgeeingriffe.

Methode: Es handelt sich um eine retrospektive Analyse von 211 Patienten (238 Augen), welche sich im Zeitraum von 2019 bis 2026 einer Implantation und im Verlauf einer offenen Revision des PreserFlo unterzogen haben. Erfasst wurden demografische Daten, durchschnittlicher Zeitraum bis zur Revision, prä – und postoperativer intraokularer Druck, Anzahl antiglaukomatöser Augentropfen, Visusverlauf sowie postoperative Komplikationen, Revisionsraten und Folgeeingriffe.

Ergebnis: Die Revisionsrate betrug 7,99%, wobei etwa 20% der Fälle eine erneute Revision benötigten. Der mittlere präoperative IOD lag bei 24,09 ± 9,18 mmHg und konnte nach 6 Monaten signifikant auf 12,98 ± 5,64 mmHg gesenkt werden. Nach 12 Monaten betrug der mittlere IOD 12,28 ± 4,13 mmHg. Parallel dazu reduzierte sich die durchschnittliche Anzahl antiglaukomatöser Augentropfen von 2,69 ± 2,5 präoperativ auf 0,73 ± 1,26 nach einem Jahr. Zu den häufigsten postoperativen Komplikationen zählten ein Hyphäma (12,18%), eine transiente Bulbushypotonie (34,03%) sowie eine Aderhautamotio (18,49%).

Schlussfolgerung: Die offene Revision des PreserFlo MicroShunts ermöglicht eine effektive und anhaltende IOD-Senkung bei gleichzeitiger Reduktion der medikamentösen Therapie. In Anbetracht der Effektivität und des Sicherheitsprofils stellt die Implantation des PreserFlo für uns den neuen Goldstandard dar.