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39. Kongress der Deutschsprachigen Gesellschaft für Intraokularlinsen-Implantation, Interventionelle und Refraktive Chirurgie (DGII)

Deutschsprachige Gesellschaft für Intraokularlinsen-Implantation, interventionelle und refraktive Chirurgie
13.-15.02.2025
Erlangen

Meeting Abstract

Keratokonus – was ist Konsens?

Suphi Taneri - Münster

Text

Die Prävalenz von Keratokonus wird in der älteren Literatur mit 1:2.000 weit unterschätzt. Mittels moderner Hornhautdiagnostik, die ein frühzeitiges Erkennen des Keratokonus ermöglicht, werden deutlich mehr Fälle gefunden. Neben der Topographie geben auch die Tomographie und Pachymetrie wertvolle Hinweise auf das Vorhandensein einer ektatischen Hornhautveränderung. Die Darstellung des Epithels mit Hilfe des OCTs und die In-vivo-Messung der Hornhautbiomechanik haben die Keratokonusdiagnostik erweitert. Auch die Keratokonustherapie hat in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte vor der ultima ratio, der Hornhautransplantation gemacht. So gibt es neben der Stabilisation der Erkrankung mittels Standard-Crosslinking auch die Möglichkeit der Regularisierung der irregulären Hornhaut mittels Kombination einer PRK und Crosslinking oder die Implantation von kornealen Hornhautimplantaten, um das Sehvermögen des Patienten wieder qualitativ zu verbessern.