28. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Audiologie e. V.
28. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Audiologie e. V.
Verhindern Hearables das neue Stigma „Hörgeräte gegen Demenz“
Text
Mittlerweile ist auch in der Geriatrie bekannt, dass Schwerhörigkeit und Demenz pathophysiologisch keinen ursächlichen Zusammenhang hat. Bekannt ist aber auch, dass durch eine gute Gehör-Versorgung, das dynamische Fortschreiten einer möglichen neurodegenerativen Erkrankung verlangsamt werden kann. Hörgeräte werden empfohlen. Wann der Einsatz von Hörgeräten tatsächlich zum Aufhalten eines solchen Fortschreitens führt, ist nicht bekannt. Die Akzeptanz für Hörgeräte durch diese Feststellung steigt, darf zumindest kritisch betrachtet werden.
Insofern ist die Markteinführung von sogenannten Hearables eine interessante Öffnung hin zu Menschen, die bis dato nicht im Fokus der Hörgeräte Versorgung standen.
Im Rahmen einer Patientenbeobachtung wird die Akzeptanz von sogenannten Hearables untersucht. Die Untersuchung bezieht sich insbesondere auf den täglichen Nutzen im Vergleich zu konventionellen Hörgeräten und beobachtet eine Gruppe von Tinnitus-Erkrankten. Außerdem erfolgt eine systematische Befragung zur Einschätzung von Hörgeräten vor dem Nutzen von Hearables und nach Abschluss der Patientenbeobachtung.



