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Wintertagung der Berlin-Brandenburgischen Augenärztlichen Gesellschaft 2025

Berlin-Brandenburgische Augenärztliche Gesellschaft
05.-06.12.2025
Berlin


Meeting Abstract

Ophthalmochirurgische Vorgehensweisen bei der Triple-Keratoplastik

Christopher Wirbelauer 1
1Berlin – Augenklinik Berlin-Marzahn

Text

Die Triple-Keratoplastik (KPL), also die gleichzeitige Kataraktoperation mit Implantation einer Hinterkammerlinse (HKL) in Kombination mit einer perforierenden Keratoplastik, ist eine chirurgische Herausforderung. Hier gibt es verschiedene ophthalmochirurgische Vorgehensweisen, die im Wesentlichen von der vorhandenen Ausgangssituation des Patienten abhängen. Ist die Hornhaut eingetrübt aber der Einblick noch ausreichend kann die Kataraktoperation mit Phakoemulsifikation und Implantation einer Hinterkammerlinse in den Kapselsack in einem ersten Schritt erfolgen. Erst danach erfolgt die perforierende KPL mit fortlaufenden oder Einzelknopfnähten. Ist die Hornhaut so stark eingetrübt, dass kein ausreichender Einblick vorliegt, muss zunächst die Hornhaut aus optischen Gründen ersetzt werden. Hierbei kann man unterscheiden, ob einerseits eine Phakoemulsifikation mittels Ultraschall nach Fixation des Transplantates möglich ist. Andererseits kann bei Cat. matura, eine manuelle Extraktion (Fishhook-Technik) in open-sky notwendig sein. Bei der ersten Option ist es empfehlenswert im Vorfeld einen korneoskleralen Tunnelschnitt zu präparieren, damit das Transplantat nicht kompromittiert wird. Bei der zweiten kann eine Stabilisierung des offenen Bulbus durch einen provisorisch angenähten Vlieringa-Ring erreicht werden. Oft ist bei diesen Augen durch die chronischen intraokularen Entzündungszustände noch eine Synechiolyse und eine temporäre mechanische Pupillenerweiterung mit Irisretraktoren oder Pupillenexpandern notwendig.