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      <Title language="de">Aktuelle Therapie bei Glaukom und Keratokonjunktivitis sicca</Title>
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      <DatePublished>20261104</DatePublished>
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      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>Vereinigung Norddeutscher Augen&#228;rzte</MeetingCorporation>
        <MeetingName>75. Tagung der Vereinigung Norddeutscher Augen&#228;rzte (VNDA)</MeetingName>
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        <MeetingSession>Glaukom</MeetingSession>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph>Die Mehrheit der Glaukompatienten sind auch von einer Keratokonjunktivitis sicca (KCS) betroffen. Dabei entsteht eine okul&#228;re Oberfl&#228;chenst&#246;rung (ocular surface disorder &#8211; OSD) vor allem durch den breiten Einsatz von Antiglaukomatosa. Die darin enthaltenen Konservierungsstoffe, aber auch die Wirkstoffe selbst, f&#252;hren unter anderem zu chronischer Intoxikation, Allergieentstehung, Entz&#252;ndungsreaktionen bis hin zu Erosionen. Meibomdr&#252;sendysfunktion, Becherzellsch&#228;den, Neurotoxizit&#228;t gegen&#252;ber den Hornhautnerven sind m&#246;gliche Folgen auf mikroskopischer Ebene. Ein Teil der Patienten ist aber auch nach Glaukomeingriffen dauerhaft mit einer Siccasymptomatik belastet. Jeder Eingriff in das wohltarierte System aktivierender und supprimierender Faktoren kann Folgen f&#252;r die Oberfl&#228;chenintegrit&#228;t haben.</Pgraph><Pgraph>Eine moderne Glaukomtherapie sollte daher das Risiko einer KCS von vornherein minimieren. Das hei&#223;t konkret: Vermeiden von langfristigen Mehrfachtherapien, Vermeiden von Konservierungsmitteln, Erg&#228;nzungen durch Tr&#228;nenersatzmitteln oder Immunmodulatoren, aber auch fr&#252;hzeitige schonende laser- oder chirurgische Verfahren einzusetzen. Antiglaukomatosa in kationischer Emulsionen (PFLatanoprost-E) oder Gelform (PF-Bimatoprost-gel) sind vielversprechende Ans&#228;tze Prostaglandine besser oberfl&#228;chenvertr&#228;glich darzureichen. Bei den therapiebegleitende Immunmodulatoren kommen Steroide auf Grund der hohen Inzidenz der Steroidrespons dauerhaft nicht in Frage, wohingegen Ciclosporin A in den nun erh&#228;ltlichen Varianten eine gute Erg&#228;nzung zur antiglaukomat&#246;sen Therapie bei KCS sind. Eine absolute Tropfenunvertr&#228;glichkeit ist nach unserer Auffassung gleichzusetzen mit einer absoluten Indikation f&#252;r ein filtrierendes OP-Verfahren &#8211; a.e. mit einer Trabekulektomie mit schonendem Einsatz von Mitomycin-C (MMC). Die KCS macht die Glaukomtherapie f&#252;r die Patienten sp&#252;rbar und ist in einigen F&#228;llen f&#252;r die geringe Compliance verantwortlich. Damit kann sie zum Erblindungsrisiko beim Glaukompatienten werden und sollte im klinischen Alltag rechtzeitig diagnostiziert und in den Therapieentscheidungen ber&#252;cksichtigt werden.</Pgraph></TextBlock>
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