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    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-26kgg1991</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
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      <Title language="de">&#214;konomie, Disziplinierung, Materialit&#228;t &#8211; soziologische Perspektiven auf das Pr&#228;ventionsparadigma</Title>
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          <Affiliation>Universit&#228;tsmedizin Charit&#233; Berlin, Institut f&#252;r Medizinische Soziologie und Rehabilitationswissenschaft, Berlin, Deutschland</Affiliation>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
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        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
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      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
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      <DatePublished>20251030</DatePublished>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Allgemeinmedizin und Familienmedizin</MeetingCorporation>
        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Sozialmedizin und Pr&#228;vention</MeetingCorporation>
        <MeetingCorporation>Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V.</MeetingCorporation>
        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Medizinische Soziologie</MeetingCorporation>
        <MeetingName>60. Kongress f&#252;r Allgemeinmedizin und Familienmedizin</MeetingName>
        <MeetingTitle>Gesundheit gestalten</MeetingTitle>
        <MeetingSession>Pr&#228;vention</MeetingSession>
        <MeetingCity>G&#246;ttingen</MeetingCity>
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          <DateFrom>20260930</DateFrom>
          <DateTo>20261002</DateTo>
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    <ArticleNo>V-36-02</ArticleNo>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Hintergrund:</Mark1> Die Medizin der Zukunft ist pr&#228;ventiv. Pr&#228;vention ist dabei weit mehr als eine rein medizinische Praxis. Indem sie Risiken identifizieren und bewerten und Ma&#223;nahmen umsetzen, konkretisieren pr&#228;ventive Strategien wie eine erstrebenswerte Zukunft aussieht und versprechen Wege in diese Zukunft bereitzustellen. Es dominiert dabei ein medizinisch-klinischer Blick das Pr&#228;ventionsparadigma.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Zielsetzung&#47;Fragestellung:</Mark1> Ziel des Beitrages ist, f&#252;r die Relevanz soziologischer Theorien zu pl&#228;dieren, um Pr&#228;ventionsprogramme in ihrer Komplexit&#228;t zu verstehen.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Material &#38; Methoden:</Mark1> Es werden drei Forschungsans&#228;tze vorgestellt.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse:</Mark1> Mit einem polit-&#246;konomischen Ansatz wird gefragt, wie und mit welchen Interessen politische und wirtschaftliche Denkmuster das Pr&#228;ventionsparadigma mitgestalten. Die Rolle von Kostenkalk&#252;len und Einsparungszielen, der Fokus auf individuelles Verhalten und implizite wie explizite Bezugnahmen auf die Humankapitaltheorie werden durch diese Perspektive adressiert. In einer als Investment verstandenen Gesundheitspr&#228;vention, werden Fragen von Gerechtigkeit und Ungleichheitsreduktion strukturell vernachl&#228;ssigt.</Pgraph><Pgraph>Die Gouvernementalit&#228;ts-Forschung verdeutlicht eine konzeptionelle N&#228;he von Pr&#228;vention zu Begriffen der sozialen Kontrolle, Disziplinierung, Regierung, Sicherheit und Risiko. Wie Appelle an eine gesunde Lebensf&#252;hrung mit der Bewertung der Lebens- und Alltagsgestaltung bestimmter sozialer Gruppen einhergehen, der Bezug auf neoliberale Programme des vorbeugenden Selbstmanagements und die im Pr&#228;ventionsparadigma virulenten Menschen- und Gemeinschaftsbilder sowie Vorstellungen von Normalit&#228;t und Abweichungen werden hier diskutiert.   </Pgraph><Pgraph>Zuletzt werden praxistheoretische Ans&#228;tze vorgestellt, die die Materialit&#228;t des Alltags, das Zusammenspiel von technischen Objekten und K&#246;rpern, von Affekten und Handlungsf&#228;higkeiten in den Mittelpunkt stellt. Es wird daf&#252;r pl&#228;diert, die Auswirkungen von Pr&#228;ventionsma&#223;nahmen auf lebensweltliche Strukturen und die damit einhergehende Produktion von Handlungs(un)f&#228;higkeiten im Detail zu rekonstruieren.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Diskussion:</Mark1> Pr&#228;ventive Ans&#228;tze sind Ausdruck medizinischen Denkens &#252;ber soziale Zusammenh&#228;nge und Wirklichkeiten. Sie werden damit zu Arenen, in denen Fragen von Teilhabe und Gerechtigkeit, Stigmatisierung und Solidarit&#228;t, von politischer Steuerung, individueller Verantwortung und &#214;konomisierung verhandelt werden.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Take Home Message f&#252;r die Praxis:</Mark1> Es bedarf gesellschafts- und sozialtheoretischer Forschungsans&#228;tze, um Gesundheitspr&#228;vention in ihrer Komplexit&#228;t zu verstehen und eine kritisch-reflexive Haltung einzunehmen.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Interessenkonflikte:</Mark1> Keine vorhandenen Interessenskonflikte.</Pgraph></TextBlock>
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