<?xml version="1.0" encoding="iso-8859-1" standalone="no"?>
<!DOCTYPE GmsArticle SYSTEM "http://www.egms.de/dtd/2.0.34/GmsArticle.dtd">
<GmsArticle xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink">
  <MetaData>
    <Identifier>26dkou612</Identifier>
    <IdentifierDoi>10.3205/26dkou612</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-26dkou6123</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
    <TitleGroup>
      <Title language="de">Die Darmbarriere nach Polytrauma &#8211; eine histopathologische Untersuchung des Colon</Title>
    </TitleGroup>
    <CreatorList>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Martens</Lastname>
          <LastnameHeading>Martens</LastnameHeading>
          <Firstname>Lauris</Firstname>
          <Initials>L</Initials>
        </PersonNames>
        <Address>
          <Affiliation>Medizinische Hochschule, Hannover, Deutschland</Affiliation>
        </Address>
        <Creatorrole corresponding="no" presenting="yes">author</Creatorrole>
      </Creator>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Bundkirchen</Lastname>
          <LastnameHeading>Bundkirchen</LastnameHeading>
          <Firstname>Katrin</Firstname>
          <Initials>K</Initials>
        </PersonNames>
        <Address>
          <Affiliation>Medizinische Hochschule Hannover, Hannover, Deutschland</Affiliation>
        </Address>
        <Creatorrole corresponding="no" presenting="no">author</Creatorrole>
      </Creator>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Relja</Lastname>
          <LastnameHeading>Relja</LastnameHeading>
          <Firstname>Borna</Firstname>
          <Initials>B</Initials>
        </PersonNames>
        <Address>
          <Affiliation>Universit&#228;tsklinikum Ulm Oberen Eselsberg, Ulm, Deutschland</Affiliation>
        </Address>
        <Creatorrole corresponding="no" presenting="no">author</Creatorrole>
      </Creator>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Neunaber</Lastname>
          <LastnameHeading>Neunaber</LastnameHeading>
          <Firstname>Claudia</Firstname>
          <Initials>C</Initials>
        </PersonNames>
        <Address>
          <Affiliation>Medizinische Hochschule Hannover, Hannover, Deutschland</Affiliation>
        </Address>
        <Creatorrole corresponding="no" presenting="no">author</Creatorrole>
      </Creator>
    </CreatorList>
    <PublisherList>
      <Publisher>
        <Corporation>
          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
        </Corporation>
        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
      </Publisher>
    </PublisherList>
    <SubjectGroup>
      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
    </SubjectGroup>
    <DatePublishedList>
     <DatePublished>20261020</DatePublished>
    </DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
    <License license-type="open-access" xlink:href="http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/">
      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
    </License>
    <SourceGroup>
      <Meeting>
        <MeetingId>M0659</MeetingId>
        <MeetingSequence>612</MeetingSequence>
        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Orthop&#228;die und Unfallchirurgie</MeetingCorporation>
        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Orthop&#228;die und Orthop&#228;dische Chirurgie</MeetingCorporation>
        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Unfallchirurgie</MeetingCorporation>
        <MeetingCorporation>Berufsverband f&#252;r Orthop&#228;die und Unfallchirurgie</MeetingCorporation>
        <MeetingName></MeetingName>
        <MeetingTitle>Deutscher Kongress f&#252;r Orthop&#228;die und Unfallchirurgie (DKOU 2026)</MeetingTitle>
        <MeetingSession>Posterpreise experimentell</MeetingSession>
        <MeetingCity>Berlin</MeetingCity>
        <MeetingDate>
          <DateFrom>20261020</DateFrom>
          <DateTo>20261023</DateTo>
        </MeetingDate>
      </Meeting>
    </SourceGroup>
    <ArticleNo>DKOU26&#95;Abs&#95;222</ArticleNo>
  </MetaData>
  <OrigData>
    <TextBlock name="Text" linked="yes">
      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Zielsetzung und Fragestellung: </Mark1>Aktuelle Studien zeigen, dass die intestinale Barrierefunktion fr&#252;hzeitig nach einem Polytrauma beeintr&#228;chtigt ist. Relevant ist hier unter anderem die verminderte Expression von Tight-Junction-Proteinen wie Occludin. Gleichzeitig kann die systemische Inflammationslage nach Polytrauma die epitheliale Durchl&#228;ssigkeit zus&#228;tzlich beeinflussen. Der zeitliche Verlauf struktureller Ver&#228;nderungen der intestinalen Barriere durch den Einfluss unterschiedlicher Traumata ist bislang unzureichend untersucht. Ziel dieser grundlegenden Studie ist es, den zeitlichen Verlauf histomorphologischer Ver&#228;nderungen des Colonepithels nach experimentell induziertem Trauma zu analysieren.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Material und Methoden: </Mark1>In dieser prospektiven Studie wurden 320 m&#228;nnliche C57BL&#47;6NRj-M&#228;use randomisiert den Gruppen Polytrauma, Fraktur, Sham und Kontrolle zugeteilt (n&#61;10) und den Analysezeitpunkten Tag 1, 3, 5, 7, 14 und 21 zugewiesen. Das Polytrauma mit einem ISS &#8805; 16 wurde durch ein stumpfes Thoraxtrauma, eine Femurosteotomie, eine Laparotomie und kontrollierte H&#228;morrhagie unter Narkose herbeigef&#252;hrt. In der Frakturgruppe wurde eine isolierte Femurosteotomie durchgef&#252;hrt, die Sham-Gruppe erhielt den simulierten Eingriff, w&#228;hrend die Kontrollgruppe unbehandelt blieb. Die Proben wurden histopathologisch ausgewertet sowie immunfluoreszenzbasiert zur Quantifizierung der Expression der Tight-Junction-Proteine ZO-1 und Occludin untersucht. Die statistische Analyse erfolgte mittels Kruskal-Wallis-Test und Mann-Whitney-U-Test (&#945;&#61;0,05).</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse: </Mark1>In der histopathologischen Analyse zeigten sich weder zwischen den einzelnen Gruppen, noch individuell im Zeitverlauf signifikante Unterschiede oder Schwankungen des Scorings oder in der Morphologie der Krypten. Jedoch konnten in der Immunfluoreszenz von Occludin deutliche Unterschiede zwischen den Gruppen gezeigt werden. Insgesamt zeigte sich im Vergleich zur Kontrollgruppe eine verminderte Expression von Occludin in der Polytrauma- und der Frakturgruppe &#252;ber den kompletten Untersuchungszeitraum von 3 Wochen hinweg. Am st&#228;rksten war die Expression im Vergleich zur Kontrollgruppe am dritten Tag nach Trauma erniedrigt (Kontrolle vs. Polytrauma vs. Fraktur, Kruskal Wallis: p&#61;0,0081). Im zeitlichen Verlauf stiegen sowohl in der Polytrauma- als auch in der Kontrollgruppe die Werte wieder an. W&#228;hrend die Frakturgruppen-Werte sich am Ende nicht mehr signifikant von denen der Kontrollgruppe unterschieden (p&#61;0,0635), blieben die der Polytrauma-Gruppe weiterhin unter dem Niveau der Kontrollgruppe (p&#61;0.0317).</Pgraph><Pgraph><Mark1>Diskussion und Schlussfolgerung: </Mark1>Mit dieser Arbeit konnte erstmalig nachgewiesen werden, dass nach Polytrauma sogar &#252;ber den beobachteten Zeitraum von drei Wochen hinweg die epitheliale Barrierefunktion des Dickdarms gest&#246;rt ist. Die verminderte Expression von Occludin im Colonepithel konnte durch die Immunfluoreszenz nachgewiesen werden und dient als Nachweis einer Barrierest&#246;rung.</Pgraph></TextBlock>
    <Media>
      <Tables>
        <NoOfTables>0</NoOfTables>
      </Tables>
      <Figures>
        <NoOfPictures>0</NoOfPictures>
      </Figures>
      <InlineFigures>
        <NoOfPictures>0</NoOfPictures>
      </InlineFigures>
      <Attachments>
        <NoOfAttachments>0</NoOfAttachments>
      </Attachments>
    </Media>
  </OrigData>
</GmsArticle>