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      <Title language="de">Charakterisierung des Einflusses von retinalem Pigmentepithel auf die Fibroseentwicklung im porzinen in-vitro-Modell der proliferativen Vitreoretinopathie</Title>
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      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Ziel:</Mark1> Untersucht wurde der Einfluss von retinalen Pigmentepithelzellen (RPE) auf die Entwicklung fibrotischer Ver&#228;nderungen in der porzinen Glask&#246;rperkultur als Modell der proliferativen Vitreoretinopathie (PVR).</Pgraph><Pgraph><Mark1>Methoden:</Mark1> Schweineaugen wurden am lokalen Schlachthof erworben, deren Glask&#246;rper isoliert und auf Kollagen-IV-beschichteten Schalen in DMEM (1&#37; FCS, 0,02&#37; m-CSF) bis zu 16 Tage kultiviert und phasenkontrastmikroskopisch beobachtet. Nach Entfernung des Glask&#246;rpers und der Netzhaut wurde das autologe RPE durch 0,25&#37; Trypsin von der Aderhaut gel&#246;st, in RPE-Medium (DMEM&#47;Ham&#8217;s F12 1:1, 10&#37; FCS, Insulin-Transferrin-Selenit) abzentrifugiert und das Pellet in Medium resuspendiert. Die Interaktion von Glask&#246;rper und RPE wurde in vier unterschiedlichen Ans&#228;tzen untersucht: 1) Zugabe der frischen RPE-Suspension am Tag der Pr&#228;paration (d0); 2) Zugabe der RPE-Suspension am Folgetag (d1); 3) Unterlegen des Glask&#246;rpers mit einer konfluenten RPE-Kultur auf einem Coverslip an d1; 4) Kombination aus 2) und 3). RPE-Suspensionen enthielten pr&#228;parationsbedingt neben RPE-Zellen stets auch freie Pigmentgranula. Anschlie&#223;end wurden die Glask&#246;rper f&#252;r 8 oder 15 Tage kultiviert. Jeweils mindestens drei Pr&#228;parate jedes Ansatzes wurden immunhistochemisch durch die F&#228;rbung von BEST1 (bestrophin 1) und SOX10 (SRY-related HMG-box 10; RPE-Marker), IBA1 (ionized calcium-binding adapter molecule 1; Marker myeloider Zellen), &#945;-SMA (alpha-smooth muscle actin; Myofibroblastenmarker) und Phalloidin an d8 und d15 nach Zugabe des RPE charakterisiert. Da die Zugabe der RPE-Zellsuspension am d0 (Ansatz 1) die st&#228;rkste fibrotische Reaktion hervorrief und der pathologischen Situation humaner PVR morphologisch am deutlichsten entsprach, folgten weitere Versuche diesem Protokoll. Die Immunzellmarker CD45, CX3CR1 und SLA-DR und der Fibroblastenmarker CD140a wurden durchflusszytometrisch erfasst. Die Entwicklung der Kulturen wurde nach Anf&#228;rbung von Glask&#246;rperzellen mit CellTrackerTM Green in Zeitrafferaufnahmen beobachtet.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse:</Mark1> In allen Ans&#228;tzen wurden initial, vor Zugabe von RPE, verzweigte Hyalozyten der Glask&#246;rperrinde beobachtet. Ab d4-5 entwickelten sich entlang der hinteren Glask&#246;rpergrenzmembran einheitlich fibroblast&#228;re Konglomerate, die an epiretinale Sternfalten erinnerten, wie sie bei humaner PVR beobachtet werden. Obwohl es sich bei der Mehrheit der beteiligten Zellen um pigmentierte Zellen handelte, waren diese an d8 immunhistochemisch negativ f&#252;r RPE-Marker, positiv f&#252;r IBA1 und teilweise positiv f&#252;r &#945;-SMA, was f&#252;r eine Phagozytose von Pigment und die myofibroblast&#228;re Transdifferenzierung von Hyalozyten spricht. An d15 waren in den strangf&#246;rmigen Formationen immunhistochemisch keine Immunzellen und lediglich zum Teil pigmentierte fibroblast&#228;re Zellen detektierbar, was mit einer weiteren Transdifferenzierung und einem Verlust der Immunzellidentit&#228;t vereinbar ist. Diese Prozesse waren nach Zugabe von frischen RPE-Suspensionen an d0 (Ansatz 1) am st&#228;rksten ausgepr&#228;gt, w&#228;hrend eine sp&#228;tere Zugabe der RPE-Suspensionen (d1) keine starke Fibrose mehr ausl&#246;ste. Auch durchflusszytometrisch war im Zeitverlauf eine Zunahme CD140a-positiver fibroblast&#228;rer Immunzellen (CX3CR1- und SLA-DR-positiv) an d15 zu beobachten. In der Lebendzell-Mikroskopie wurden verzweigte, pigmentierte a.e. Immunzellen identifiziert, die sich in gerichteten Str&#228;ngen anordneten.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Schlussfolgerungen:</Mark1> In porzinen Glask&#246;rperkulturen entstehen nach RPE-Aussaat entlang der ehemaligen Glask&#246;rpergrenzmembran durch gerichtete Migration fibrotische Ver&#228;nderungen, die dem klinischen Bild der epiretinalen PVR &#228;hneln. Auff&#228;llig sind dabei pigmentierte Immunzellen, die morphologisch teilweise zus&#228;tzlich Myofibroblastenmarker exprimieren, und am ehesten transdifferenzierte Hyalozyten darstellen. Zudem zeigen sich nicht mehr auf ihren Ursprung zur&#252;ckzuf&#252;hrende Myofibroblasten, was einerseits ein Verlust der Immunzellidentit&#228;t im Laufe der Transdifferenzierung darstellen k&#246;nnte oder f&#252;r die Beteiligung weiterer Populationen, z.B. RPE-Zellen, an der Fibroseentwicklung spricht. Das Modell der porzinen Glask&#246;rper-RPE-Mischkultur k&#246;nnte zuk&#252;nftig zur orientierenden Pr&#252;fung fibrosehemmender Therapiekonzepte dienen.</Pgraph></TextBlock>
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