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      <Title language="de">Unmet Need bei der nAMD</Title>
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      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>Retinologische Gesellschaft</MeetingCorporation>
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        <MeetingSession>Makulaerkrankungen</MeetingSession>
        <MeetingCity>Badenweiler</MeetingCity>
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    <ArticleNo>26rg34</ArticleNo>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Hintergrund:</Mark1> Die neovaskul&#228;re altersabh&#228;ngige Makuladegeneration (nAMD) ist eine chronische Erkrankung, bei der die biologisch sinnvolle Neubildung einer makul&#228;ren Neovaskularisation (MNV) durch ihre exsudative Aktivit&#228;t zu einer Sch&#228;digung der Photorezeptoren und damit zu einem Visusverlust f&#252;hrt. Durch die anti-exsudative Wirkung der anti-angiogenetische Therapie kann bei langfristiger, individuell angepasster Behandlung eine weitgehende Stabilisierung der Sehfunktion erreicht werden. Dennoch kommt es bei vielen Patienten trotz effektiver Therapie im Langzeitverlauf zu einer langsamen Visusminderung. Die Reduktion dieser funktionellen Verschlechterung bei gleichzeitiger Verringerung der Behandlungsbelastung stellt daher den zentralen &#8222;unmet need&#8220; in der Therapie der nAMD dar.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Methoden:</Mark1> Zur Analyse der Ursachen des langfristigen Visusverlustes wurden bis zu 744 Augen (mittleres Alter 78,4 Jahre; Spannweite 60&#8211;96 Jahre; mittlere Nachbeobachtungszeit 3,3 Jahre, bis zu 10 Jahre; insgesamt bis zu 18.743 OCT-Untersuchungen) untersucht, die nach einem IVAN-PRN-Schema langfristig mit Anti-VEGF behandelt worden waren. Morphologische Ver&#228;nderungen der Netzhaut, der MNV, der Makul&#228;ren Atrophie sowie der Aderhaut wurden sowohl manuell als auch mithilfe neu entwickelter KI-basierter Algorithmen quantitativ analysiert.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse:</Mark1> Die Entwicklung einer Makul&#228;ren Atrophie (ca. 15&#37; pro Jahr) erwies sich als Hauptursache des langfristigen Visusverlustes. Die Atrophie entstand &#252;berwiegend im Zusammenhang mit der strukturellen Transformation der behandelten MNV. Dabei waren insbesondere Gr&#246;&#223;e und Dicke der MNV mit der Atrophieentwicklung assoziiert, w&#228;hrend spezifische ph&#228;notypische Merkmale, wie das Vorliegen einer ser&#246;sen Pigmentepithelabhebung, keinen relevanten Einfluss zeigten. Die beobachtete Atrophie entsprach damit &#252;berwiegend einer MNV-assoziierten Atrophie und weniger einer zus&#228;tzlich auftretenden, unabh&#228;ngigen geographischen Atrophie. Dar&#252;ber hinaus war eine Verminderung der Aderhautparameter sowohl mit dem Vorliegen einer nAMD als auch insbesondere mit der Entwicklung einer Makul&#228;ren Atrophie assoziiert. Die Injektionsfrequenz hatte keinen Einfluss auf die Entstehung der Atrophie, korrelierte jedoch mit einer gr&#246;&#223;eren initialen Netzhautdicke und einer gr&#246;&#223;eren MNV-Ausdehnung.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Schlussfolgerung:</Mark1> Die Entwicklung einer Makul&#228;ren Atrophie trotz effektiver anti-angiogenetischer Therapie ist der entscheidende limitierende Faktor f&#252;r die langfristige Visusprognose bei der nAMD. Die Verhinderung oder Verz&#246;gerung dieser Atrophieentwicklung stellt daher den zentralen &#8222;unmet need&#8220; der zuk&#252;nftigen Therapie dar. Morphologische Charakteristika der MNV und der Netz- und Aderhaut k&#246;nnten als Biomarker zur Identifikation von Patienten mit erh&#246;htem Atrophierisiko dienen. Dar&#252;ber hinaus erm&#246;glichen sie die fr&#252;hzeitige Charakterisierung von Patienten mit hohem langfristigem Injektionsbedarf, die potenzielle Kandidaten f&#252;r neue Therapieans&#228;tze wie Port-Delivery-Systeme oder Gentherapien darstellen.</Pgraph></TextBlock>
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