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      <Title language="de">Ser&#246;se Amotio retinae bei Pr&#228;eklampsie &#8211; eine Doppelkasuistik von zwei verschiedenen Verlaufsformen</Title>
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      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>Retinologische Gesellschaft</MeetingCorporation>
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    <ArticleNo>26rg20</ArticleNo>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Ziel:</Mark1> Kasuistische Darstellung zweier Verlaufsformen einer ser&#246;sen Amotio retinae bei Pr&#228;eklampsie.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Methode&#47;Erstvorstellung:</Mark1> Eine 20-j&#228;hrige Patientin (Patientin 1) stellte sich konsiliarisch in unserer Augenklinik bei Visusminderung am rechten Auge vor. Diese bestehe postpartal seit einem pr&#228;eklamptischen Anfall vor 4 Tagen mit folgender Notsectio. Weiterhin stellte sich eine 23-j&#228;hrige Patientin (Patientin 2) in der 36. Schwangerschaftswoche konsiliarisch vor. Sie beschreibt ein Augenflimmern vor zwei Tagen bei einer erstdiagnostizierten Pr&#228;eklampsie mit Blutdruckwerten von 150&#47;100 mmHg. Weiterhin bestehen bei beiden Patientinnen keine augen&#228;rztlichen Beschwerden, keine augen&#228;rztlichen oder allgemeinen Vorerkrankungen. Beide Patientinnen waren erstgeb&#228;rend, keine Zwillingsschwangerschaften. Bei Patientin 1 betrug bei Erstvorstellung der bestkorrigierte Visus rechts (R) 0,4, links (L) 1,0, der Augeninnendruck lag im Normbereich (R&#47;L 12&#47;11 mmHg). Spaltlampenmikroskopisch zeigte sich ein reizfreier Vorderaugenabschnitt. Funduskopisch und koh&#228;renztomografisch war am rechten Auge eine zentrale ser&#246;se Netzhautabhebung zu sehen, peripher war die Netzhaut anliegend. Links zeigte sich eine allseits anliegende Netzhaut. Der Blutdruck war im Normbereich. Bei Patientin 2 lag bei Erstvorstellung der bestkorrigierte Visus bei R 1,25p und L 1,0pp, der Augeninnendruck normwertig (R&#47;L 14&#47;12 mmHg). Der Blutdruck war 141&#47;98 mmHg unter Methyldopa Tbl. 250 mg 4x&#47;d, die Einnahme bestand seit 2 Tagen mit dem Ziel einer langsamen Blutdrucksenkung. Der vordere Augenabschnitt war unauff&#228;llig, funduskopisch und koh&#228;renztomografisch zeigten sich eine beidseits bestehende multifokale neurosensorische ser&#246;se Netzhautabl&#246;sung parapapill&#228;r ohne makul&#228;re Beteiligung.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse&#47;Verlauf:</Mark1> Bei Patientin 1 zeigte sich in der Verlaufskontrolle 3 Wochen nach Erstvorstellung ein korrigierter Fernvisus beidseits von 1,0, funduskopisch war die Netzhaut zentral und peripher beidseits anliegend, koh&#228;renztomografisch ohne subretinale Fl&#252;ssigkeit. In den folgenden Verlaufskontrollen zeigte sich ein regelrechter, stabiler Verlauf ohne Visusminderung oder erneute subretinale Fl&#252;ssigkeit, keine bleibenden Defekte der Netzhaut. Bei Patientin 2 wurde sich gemeinsam mit der Gyn&#228;kologie sich f&#252;r ein zun&#228;chst beobachtendes abwartendes Verhalten entschieden. Die Patientin blieb station&#228;r in der Gyn&#228;kologie zur Blutdruck&#252;berwachung. In einer kurzfristigen Verlaufskontrolle kam es zu einer Zunahme der subretinalen Fl&#252;ssigkeit bis in den Makulabereich ohne Foveabeteiligung mit stabilem Visus von 1,25p&#47;1,0pp. Eine Sectio erfolgte geplanterma&#223;en in der 37. Schwangerschaftswoche. 2 Tage postpartal stellte die Patientin sich mit zunehmender Visusminderung auf R&#47;L 0,2p&#47;0,3 vor. Koh&#228;renztomografisch zeigte sich nun eine makul&#228;re Beteiligung beidseits mit deutlicher subretinaler Fl&#252;ssigkeit und beidseits intraretinalen hyperreflektiven Foci. 11 Tage nach Sectio kam es zu einem Visusanstieg auf 0,4 beidseits, es zeigte sich koh&#228;renztomografisch keine subretinale Fl&#252;ssigkeit mehr, jedoch RPE-Ver&#228;nderungen. 4 Wochen postpartal lag der Visus bei rechts&#47;links 1,0&#47;0,8, morphologisch und koh&#228;renztomografisch vollst&#228;ndige Netzhautanlage.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Schlussfolgerung:</Mark1> Die Pr&#228;eklampsie geh&#246;rt zu den hypertensiven Schwangerschaftserkrankungen. Sie tritt in 2 bis 5&#37; aller Schwangerschaften auf, in 1&#8211;2&#37; kommt es zu einer ser&#246;sen Netzhautabhebung. Pathophysiologisch besteht ein Vasospasmus der choroidalen Arterien, welcher zu einer choroidalen Isch&#228;mie und einer gest&#246;rten Perfusion f&#252;hren kann. Weiterhin k&#246;nnen eine endotheliale Dysfunktion und gest&#246;rten Barrierefunktion des retinalen Pigmentepithels zu einer Fl&#252;ssigkeitstransudation und subretinalen Fl&#252;ssigkeit f&#252;hren. Wie in unserer Doppelkasuistik aufgezeigt, ist ein Auftreten sowohl pr&#228;- als auch postpartal sowie uni- und h&#228;ufiger bilateral m&#246;glich. In den meisten F&#228;llen kommt es folgend zu einer spontanen R&#252;ckbildung der ser&#246;sen Abl&#246;sung unter konservativer Behandlung mit vollst&#228;ndiger Visuserholung und guter Prognose. Retinale Pigmentepithelver&#228;nderungen sind gr&#246;&#223;tenteils r&#252;ckl&#228;ufig und gehen nur selten mit einer narbigen Abheilung und reduzierter Sehsch&#228;rfe einher. Die wichtigste therapeutische Ma&#223;nahme ist die Blutdruckkontrolle.</Pgraph></TextBlock>
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