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    <IdentifierDoi>10.3205/26dgpp42</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-26dgpp423</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Vortrag</ArticleType>
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      <Title language="de">Innovationen in der Behandlung von Sprachentwicklungsst&#246;rungen &#8211; dringender Handlungsbedarf</Title>
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        <Address>Universit&#228;tsklinikum M&#252;nster, Klinik f&#252;r Phoniatrie und P&#228;daudiologie, Malmedystr. 13, 48149 M&#252;nster, Deutschland<Affiliation>Universit&#228;tsklinikum M&#252;nster, Klinik f&#252;r Phoniatrie und P&#228;daudiologie, M&#252;nster, Deutschland</Affiliation><Affiliation>Universitas Airlangga, Medical Faculty, Surabaya, Indonesien</Affiliation></Address>
        <Email>katrin.neumann&#64;uni-muenster.de</Email>
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      <DatePublished>20260826</DatePublished>
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    <Language>germ</Language>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingSequence>42</MeetingSequence>
        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Phoniatrie und P&#228;daudiologie</MeetingCorporation>
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        <MeetingTitle>42. Wissenschaftliche Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Phoniatrie und P&#228;daudiologie (DGPP)</MeetingTitle>
        <MeetingSession>Sprechen und Sprache (inkl. Sprachentwicklungsst&#246;rungen): Forschung und Fr&#252;herkennung</MeetingSession>
        <MeetingCity>Starnberg</MeetingCity>
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          <DateFrom>20260916</DateFrom>
          <DateTo>20260919</DateTo>
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    <ArticleNo>V43</ArticleNo>
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      <Funding>Metzler Stiftung</Funding>
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  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph><Mark1>Hintergrund:</Mark1> Die Versorgung von Kindern mit Sprachentwicklungsst&#246;rungen ist durch Fachkr&#228;ftemangel, regional ungleiche Praxisdichten und h&#228;ufige Therapieausf&#228;lle zunehmend erschwert. Wartezeiten auf einen Therapieplatz betragen nicht selten ein Jahr oder l&#228;nger. L&#246;sungen bieten alternative Therapiesettings wie Teletherapie im Einzel- oder Gruppenformat und Kleingruppen-Pr&#228;senztherapie. Diese Versorgungsformen werden bislang jedoch nur begrenzt in der Regelversorgung umgesetzt, obwohl sie vielversprechende Vorteile aufweisen. Teletherapie erm&#246;glicht eine ortsunabh&#228;ngige Versorgung und bindet Eltern in den Therapieprozess ein. Kleingruppensettings sind effektiv und ressourcenschonend und k&#246;nnen soziale Lernprozesse unterst&#252;tzen. Basierend auf den Ergebnissen der Studien THESES und THEON, die eine hohe Wirksamkeit teletherapeutischer und kleingruppenbasierter Interventionsformate belegen, werden Konzepte zur Implementierung innovativer Therapieformen vorgestellt.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Material und Methode: </Mark1>In randomisiert-kontrollierten Studien wurden an insgesamt 369 Kindern mit mittelschwerer bis schwerer SES (3;0-6;11 J.) Wirksamkeit und Machbarkeit folgender alternativer Therapiesettings in Deutschland evaluiert: Tele-Einzel-, Kleingruppen-Pr&#228;senz- (THESES) und Online-Kleingruppentherapien (THEON) wurden im Vergleich zur Standard-Pr&#228;senz-Einzeltherapie &#252;berpr&#252;ft. Insgesamt erhielten je 51 Kinder eine Kleingruppen-Pr&#228;senz- bzw. eine Tele-Einzeltherapie und 96 Kinder eine Tele-Kleingruppentherapie sowie 155 Kinder eine Einzel-Pr&#228;senztherapie.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse:</Mark1> Trotz hoher Wirksamkeit stehen Eltern den beschriebenen Therapiesettings teilweise skeptisch gegen&#252;ber. Sie bef&#252;rchten, dass individuelle Bedarfe nicht hinreichend ber&#252;cksichtigt werden. Bei der Teletherapie werden hinsichtlich Konzentrationsf&#228;higkeit und Bildschirmzeit Bedenken ge&#228;u&#223;ert. Jedoch bleiben viele Kinder in der Teletherapie aufmerksam und profitieren von der vertrauten heimischen Umgebung. Sprachtherapeut:innen bieten in der Regel noch selten alternative Therapiesettings an. Ung&#252;nstige Verg&#252;tungss&#228;tze erschweren die Umsetzung von Kleingruppentherapien.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Schlussfolgerung:</Mark1> Individualisierte telemedizinische SES-Therapien als Einzel- oder Kleingruppentherapien oder Gruppentherapien in Pr&#228;senz k&#246;nnen dem Fachkr&#228;ftemangel entgegenwirken sowie Wartezeiten und ungenutzte Therapiezeit reduzieren. Dies erfordert entsprechende Verordnungen, die Qualifizierung der Therapeut:innen, eine angemessene Verg&#252;tung und eine Anpassung der Heilmittelrichtlinie.</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock name="Text" linked="yes">
      <MainHeadline>Text</MainHeadline><SubHeadline>Hintergrund</SubHeadline><Pgraph>Die Versorgung von Kindern mit Sprachentwicklungsst&#246;rungen (SES) in Deutschland ist zunehmend durch einen Fachkr&#228;ftemangel, aber auch durch regional ungleiche Praxisdichten und h&#228;ufige Therapieausf&#228;lle erschwert. So finden einmal w&#246;chentlich vorgesehene ambulante SES-Einzelbehandlungen (Standardtherapie) durchschnittlich nur alle 10&#8211;14 Tage statt <TextLink reference="1"></TextLink>. Wartezeiten auf einen Therapieplatz betragen nicht selten ein Jahr oder l&#228;nger. L&#246;sungen bieten alternative Therapiesettings wie Teletherapie im Einzel- oder Gruppenformat und Pr&#228;senztherapien in Kleingruppen von zwei bis drei Kindern <TextLink reference="1"></TextLink>, <TextLink reference="2"></TextLink>, <TextLink reference="3"></TextLink>. Diese Versorgungsformen werden bislang jedoch nur begrenzt in der Regelversorgung umgesetzt. So kommen Gruppentherapien, obwohl im g&#252;ltigen Heilmittelkatalog ebenso wie Einzeltherapien empfohlen, laut aktuellem Heilmittelbericht des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) bei Stimm-, Schluck-, Sprech- und Sprachtherapien nur in 0,5&#37; der F&#228;lle zum Einsatz <TextLink reference="4"></TextLink>. SES-Teletherapien erm&#246;glichen eine ortsunabh&#228;ngige Versorgung. Sie binden Eltern in die Behandlung ein, wie von der g&#252;ltigen S3-Leitlinie zur Therapie von SES empfohlen <TextLink reference="5"></TextLink>. Kleingruppensettings sind effektiv, ressourcenschonend und unterst&#252;tzen soziale Lernprozesse. Basierend auf den Ergebnissen der Studien THESES&#42; (&#8222;Wirksamkeit der Behandlung von Kindern mit Sprachentwicklungsst&#246;rungen in Deutschland&#8220;) <TextLink reference="1"></TextLink>, <TextLink reference="3"></TextLink> und THEON&#42;&#42; (&#8222;Wirksamkeit einer Online-Intervall-Kleingruppentherapie f&#252;r Kinder mit umschriebenen Sprachentwicklungsst&#246;rungen&#8220;) <TextLink reference="1"></TextLink>, <TextLink reference="2"></TextLink>, <TextLink reference="6"></TextLink> werden hier Konzepte zur Implementierung innovativer Therapieformen vorgestellt.</Pgraph><SubHeadline>Material und Methode</SubHeadline><Pgraph>In zwei randomisiert-kontrollierten Studienarmen der Studie THESES und in der randomisiert-kontrollierten Studie THEON wurden an insgesamt 369 Kindern mit mittelschwerer bis schwerer SES (3;0&#8211;6;11 J.) ohne sprachrelevante Komorbidit&#228;ten Wirksamkeit und Machbarkeit von Tele-Einzeltherapien und Kleingruppen-Pr&#228;senztherapien (THESES) sowie Online-Kleingruppentherapien (THEON) im Vergleich zur Standard-Pr&#228;senz-Einzeltherapie &#252;berpr&#252;ft. Je 51 Kinder erhielten dabei eine Kleingruppen-Pr&#228;senz- bzw. eine Tele-Einzeltherapie und 112 Kinder eine Tele-Kleingruppentherapie (vor Imputation fehlender Daten vollst&#228;ndige Datens&#228;tze von 96 Kindern) sowie 155 Kinder eine Einzel-Pr&#228;senztherapie.</Pgraph><SubHeadline>Ergebnisse</SubHeadline><Pgraph>In den Sprachtest-Gesamtergebnissen waren sowohl die Tele-Einzeltherapie als auch die Tele-Kleingruppentherapie der Standard-Pr&#228;senz-Einzeltherapie signifikant &#252;berlegen <TextLink reference="2"></TextLink>, <TextLink reference="6"></TextLink>. Wichtigster Erfolgsfaktor schien dabei der Elterneinbezug zu sein. Die Kleingruppen-Pr&#228;senztherapie verpasste gegen&#252;ber der Standardtherapie knapp die Signifikanz zur &#220;berlegenheit <TextLink reference="2"></TextLink>. Eine Gruppentherapie w&#228;re schon deshalb zu pr&#228;ferieren, weil sie h&#228;ufige Therapieausf&#228;lle abf&#228;ngt (bei konservativer Kalkulation von 5&#37; Therapieausf&#228;llen und durchschnittlich 30 Behandlungseinheiten entspr&#228;che dies deutschlandweit 64.400 unversorgten Kindern pro Jahr <TextLink reference="1"></TextLink>).</Pgraph><SubHeadline>Diskussion</SubHeadline><Pgraph>Trotz hoher Wirksamkeit stehen Eltern und Therapeut:innen den beschriebenen Therapiesettings teilweise skeptisch gegen&#252;ber. Sie bef&#252;rchten, dass individuelle Bedarfe nicht hinreichend ber&#252;cksichtigt werden. F&#252;r die Teletherapie werden hinsichtlich Konzentrationsf&#228;higkeit und Bildschirmzeit Bedenken ge&#228;u&#223;ert. Jedoch bleiben viele Kinder in der Teletherapie aufmerksam und profitieren von der vertrauten heimischen Umgebung <TextLink reference="2"></TextLink>. Sprachtherapeut:innen bieten in der Regel noch selten alternative Therapiesettings an <TextLink reference="4"></TextLink>. Ung&#252;nstige Verg&#252;tungss&#228;tze erschweren die Umsetzung von Kleingruppentherapien <TextLink reference="1"></TextLink>.</Pgraph><SubHeadline>Schlussfolgerung</SubHeadline><Pgraph>Telemedizinische SES-Therapien als Einzel- oder Kleingruppenbehandlungen oder Gruppentherapien in Pr&#228;senz k&#246;nnen dem Fachkr&#228;ftemangel entgegenwirken sowie Wartezeiten und ungenutzte Therapieausfallzeiten reduzieren. Der bei Teletherapien notwendige Elterneinbezug in die SES-Therapie w&#252;rde zudem evidenzbasiertes Leitlinienwissen umsetzen <TextLink reference="5"></TextLink>. All dies erfordert entsprechende Verordnungen, die Qualifizierung der Therapeut:innen, eine angemessene Verg&#252;tung und eine Anpassung der Heilmittelrichtlinie <TextLink reference="1"></TextLink>. Eine weitere Innovation l&#228;sst die heimische Nutzung auf die Sprachentwicklungsdefizite zugeschnittener KI-generierter H&#246;rb&#252;cher erwarten <TextLink reference="7"></TextLink>.</Pgraph><SubHeadline>F&#246;rderung</SubHeadline><Pgraph>&#42;Metzler-Stiftung und Leopold-Klinge-Stiftung; &#42;&#42;G-BA-Innovationsfonds, F&#246;rderkennzeichen 01VSF21025</Pgraph></TextBlock>
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        <RefTotal>Goes N, Siemons-L&#252;hring D, Meyer L, Kist AM, Neumann K. Phonologische Anreicherung und Verst&#228;rkung von H&#246;rb&#252;chern als KI-gest&#252;tzte Heimtherapie bei Aussprachest&#246;rungen. 40. Wissenschaftliche Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Phoniatrie und P&#228;daudiologie (DGPP). Berlin, 12.-15.09.2024. D&#252;sseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2024. DOCV9, DOI: 10.3205&#47;24dgpp10</RefTotal>
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