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    <IdentifierDoi>10.3205/26dgpp38</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-26dgpp386</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Vortrag</ArticleType>
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      <Title language="de">Identifikation von Ursachen und Einflussfaktoren einer sp&#228;ten oder fehlenden Heilmittelverordnung f&#252;r die Logop&#228;die bei Kindern im Alter von 2 bis 6 Jahren mit einer Sprachentwicklungsst&#246;rung</Title>
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        <Address>Paezo &#8211; P&#228;daudiologie in Oldenburg, Logop&#228;die, Oldenburg, Deutschland<Affiliation>Paezo &#8211; P&#228;daudiologie in Oldenburg, Logop&#228;die, Oldenburg, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>constanze.weiss&#64;paezo.de</Email>
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      <DatePublished>20260826</DatePublished>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingId>M0654</MeetingId>
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        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Phoniatrie und P&#228;daudiologie</MeetingCorporation>
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        <MeetingTitle>42. Wissenschaftliche Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Phoniatrie und P&#228;daudiologie (DGPP)</MeetingTitle>
        <MeetingSession>Sprechen und Sprache (inkl. Sprachentwicklungsst&#246;rungen): Therapie und KI</MeetingSession>
        <MeetingCity>Starnberg</MeetingCity>
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          <DateFrom>20260916</DateFrom>
          <DateTo>20260919</DateTo>
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    <ArticleNo>V40</ArticleNo>
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    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph><Mark1>Hintergrund:</Mark1> Die Sprachentwicklung ist ein entscheidender Bestandteil der fr&#252;hkindlichen Entwicklung mit weitreichenden Auswirkungen auf die Entwicklung eines Kindes. St&#246;rungen in diesem Bereich &#8211; Sprachentwicklungsst&#246;rungen (SES) &#8211; betreffen etwa 7,5 Prozent der Kinder im Kindergartenalter. Ohne angemessene Intervention in Form einer logop&#228;dischen Therapie k&#246;nnen SES erhebliche Auswirkungen auf die Schulleistungen und soziale Integration haben. Allerdings zeigt sich, dass logop&#228;dische Interventionen, entgegen aktueller S3-Leitlinie, h&#228;ufig erst sp&#228;t beginnen, mit erheblichen Nachteilen f&#252;r die betroffenen Kinder. Kinder&#228;rztInnen erkennen die Notwendigkeit einer logop&#228;dischen Intervention oft erst nach dem vierten Lebensjahr, obwohl Sprachtherapien bereits ab dem zweiten Lebensjahr m&#246;glich und sinnvoll w&#228;ren und viele Kinder erhalten die notwendige Unterst&#252;tzung erst nach dem idealen Entwicklungszeitpunkt.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Material und Methode:</Mark1> Es wurde ein qualitatives Studiendesign gew&#228;hlt. Die Datenerhebung erfolgte mittels leitfadengest&#252;tzter, halbstrukturierter Interviews mit 5 Kinder&#228;rztInnen und 5 Eltern betroffener Kinder. Die Stichprobe wurde gezielt rekrutiert. Die Auswertung erfolgte anhand einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Kuckartz und R&#228;dicker mit der Software MAXQDA. Es liegt eine DSGVO-konforme Einwilligungserkl&#228;rungen aller Teilnehmenden vor. </Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse:</Mark1> Die Analyse zeigt, dass versp&#228;tete&#47;fehlende Heilmittelverordnungen (HMV) auf ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren zur&#252;ckzuf&#252;hren sind. Auf &#228;rztlicher Ebene hemmen insbesondere Zeitmangel, wirtschaftliche Rahmenbedingungen, Unsicherheiten in der Diagnostik fr&#252;her SES sowie eine zur&#252;ckhaltende Verordnungspraxis im Kleinkindalter. Auf Elternebene zeigen sich Faktoren wie Gesundheitskompetenz, Wahrnehmung sprachlicher Auff&#228;lligkeiten und Zugang zu Informationen &#252;ber Versorgungsangebote. Zus&#228;tzliche strukturelle Faktoren sind lange Wartezeiten auf Therapiepl&#228;tze, regionale Versorgungsengp&#228;sse und mangelnde interprofessionelle Vernetzung.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Schlussfolgerung:</Mark1> Die Ergebnisse verdeutlichen, dass versp&#228;tete&#47;fehlende HMV nicht auf einzelne Ursachen zur&#252;ckzuf&#252;hren sind, sondern durch strukturelle, individuelle und systemische Barrieren im Versorgungsgeschehen entstehen. Zur Verbesserung der Versorgung sind eine st&#228;rkere Sensibilisierung von Kinder&#228;rztInnen f&#252;r fr&#252;he Sprachentwicklungsst&#246;rungen, der Einsatz standardisierter Sprachscreenings, der Ausbau interprofessioneller Kooperationen sowie Ma&#223;nahmen zur St&#228;rkung der elterlichen Gesundheitskompetenz erforderlich.</Pgraph></Abstract>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><SubHeadline>Hintergrund</SubHeadline><Pgraph>Sprachentwicklungsst&#246;rungen (SES) geh&#246;ren zu den h&#228;ufigsten Entwicklungsauff&#228;lligkeiten im Kindesalter und betreffen etwa zehn Prozent der Kinder im Kindergartenalter. Eine fr&#252;hzeitige logop&#228;dische Intervention kann die sprachliche, schulische und soziale Entwicklung nachhaltig f&#246;rdern. Dennoch erhalten viele betroffene Kinder die notwendige Unterst&#252;tzung h&#228;ufig erst versp&#228;tet oder sie bleibt aus, obwohl die aktuelle Leitlinie zur Therapie von Sprachentwicklungsst&#246;rungen <TextLink reference="1"></TextLink> einen m&#246;glichst fr&#252;hen Therapiebeginn empfiehlt. Dies kann langfristige und erhebliche Auswirkungen auf Bildungschancen und die soziale Teilhabe haben <TextLink reference="2"></TextLink>, <TextLink reference="3"></TextLink>, <TextLink reference="4"></TextLink>. Ziel der vorliegenden Studie im Rahmen der Masterarbeit im Studiengang Public Health an der Jade Hochschule Oldenburg war die Identifikation von Ursachen und Einflussfaktoren einer sp&#228;ten oder fehlenden Heilmittelverordnung f&#252;r die Logop&#228;die bei Kindern im Alter von zwei bis sechs Jahren mit Sprachentwicklungsst&#246;rungen.</Pgraph><SubHeadline>Material und Methoden</SubHeadline><Pgraph>Die Datenerhebung erfolgte im Rahmen eines qualitativen Studiendesigns mittels leitfadengest&#252;tzter, halbstrukturierter Interviews mit f&#252;nf Kinder&#228;rzt&#42;innen sowie f&#252;nf Eltern betroffener Kinder. Die Auswertung der Daten erfolgte anhand der qualitativen Inhaltsanalyse nach Kuckartz und R&#228;diker <TextLink reference="5"></TextLink> unter Verwendung der Software MAXQDA (Version 22.7.0).</Pgraph><SubHeadline>Ergebnisse</SubHeadline><Pgraph>Die Ergebnisse zeigen, dass versp&#228;tete oder ausbleibende Heilmittelverordnungen auf ein komplexes Zusammenspiel individueller, struktureller und systemischer Faktoren zur&#252;ckzuf&#252;hren sind. Auf &#228;rztlicher Ebene wirken insbesondere Zeitmangel, wirtschaftliche Rahmenbedingungen, diagnostische Unsicherheiten sowie eine zur&#252;ckhaltende Verordnungspraxis im fr&#252;hen Kindesalter hemmend. Auf Elternebene beeinflussen die Gesundheitskompetenz, die Wahrnehmung sprachlicher Auff&#228;lligkeiten sowie der Zugang zu Informationen &#252;ber Versorgungsangebote den weiteren Versorgungsverlauf. Zus&#228;tzlich erschweren lange Wartezeiten auf Therapiepl&#228;tze, regionale Versorgungsengp&#228;sse und eine unzureichende interprofessionelle Vernetzung den Zugang zu einer zeitnahen logop&#228;dischen Behandlung. </Pgraph><SubHeadline>Diskussion</SubHeadline><Pgraph>Besonders bedeutsam erscheint die weiterhin bestehende Unterversorgung mit logop&#228;dischen Therapiepl&#228;tzen, die zu langen Wartezeiten f&#252;hrt und den rechtzeitigen Therapiebeginn selbst bei bestehender Indikation erschwert. Dar&#252;ber hinaus tragen diagnostische Unsicherheiten, fehlende Standardisierung der sprachlichen Einsch&#228;tzung sowie zeitliche Belastungen im Rahmen der kinder&#228;rztlichen Vorsorgeuntersuchungen zu Verz&#246;gerungen im Verordnungsprozess bei. Die beobachtete Zur&#252;ckhaltung gegen&#252;ber Verordnungen im Alter von zwei bis drei Jahren steht dabei im Widerspruch zur Evidenz, die den Nutzen fr&#252;her sprachtherapeutischer Interventionen hervorhebt. Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse, dass Defizite in der interprofessionellen Zusammenarbeit zwischen Kinder&#228;rzt&#42;innen, Logop&#228;d&#42;innen, Kindertageseinrichtungen und weiteren Akteur&#42;innen die Versorgung zus&#228;tzlich erschweren.</Pgraph><SubHeadline>Fazit&#47;Schlussfolgerung</SubHeadline><Pgraph>Die Studie verdeutlicht, dass Versorgungsl&#252;cken bei Kindern mit Sprachentwicklungsst&#246;rungen durch das Zusammenwirken verschiedener Barrieren entlang des Versorgungspfades entstehen. Um die Versorgung von Kindern mit Auff&#228;lligkeiten in der Sprachentwicklung zu verbessern, sollten die bedeutsamen Akteur&#42;innen sensibilisiert, gest&#228;rkt und vernetzt werden, um fr&#252;he Anzeichen von sprachlichen Auff&#228;lligkeiten, deren Auswirkungen auf den weiteren Verlauf der Sprachentwicklung und die hohe Bedeutung fr&#252;hzeitiger kind- und elternzentrierter Interventionen zu kennen. Die Studie liefert damit relevante Erkenntnisse f&#252;r die Weiterentwicklung pr&#228;ventiver und versorgungsbezogener Strategien im Bereich der kindlichen Sprachentwicklung.</Pgraph></TextBlock>
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        <RefTotal>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Phoniatrie und P&#228;daudiologie e.V. (DGPP), et al. S3-Leitlinie Therapie von Sprachentwicklungsst&#246;rungen. AWMF-Registernr.: 049-015. AWMF; 2022. Verf&#252;gbar unter: https:&#47;&#47;register.awmf.org&#47;de&#47;leitlinien&#47;detail&#47;049-015</RefTotal>
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