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      <Title language="de">Differenzierung des Wasserschlucks vom Kapselschluck in der pharyngealen High-Resolution-Manometrie</Title>
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      <DatePublished>20260826</DatePublished>
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      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Phoniatrie und P&#228;daudiologie</MeetingCorporation>
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        <MeetingTitle>42. Wissenschaftliche Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Phoniatrie und P&#228;daudiologie (DGPP)</MeetingTitle>
        <MeetingSession>Schlucken: Diagnostik</MeetingSession>
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    <ArticleNo>V39</ArticleNo>
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    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph><Mark1>Hintergrund:</Mark1> Der oropharyngeale Schluck erfordert eine pr&#228;zise Koordination zwischen der pharyngealen Propulsion, der neuronalen Relaxation des oberen &#214;sophagussphinkters (UES) und dessen mechanischer &#214;ffnungsweite. Die klinische Diagnostik mittels pharyngealer HRM mit Impedanzmessung (pHRM-I, hochaufl&#246;sende Manometrie mit integrierter Impedanzmessung) basiert auf standardisierten Fl&#252;ssigkeitsschlucken. Der Transport fester Konsistenzen oder Kapseln&#47;Tabletten bleibt jedoch eine diagnostische Herausforderung. Studien zeigen, dass die pharyngeale Propulsion f&#252;r den Transport gr&#246;&#223;erer Fl&#252;ssigkeitsvolumina andere Schluckmuster als f&#252;r kleinere oder visk&#246;sere Boli aufweist. Ungekl&#228;rt ist bisher, wie sich die Druck-Fluss-Dynamik des Pharynx und die UES-&#214;ffnung&#47;Relaxation beim Kapselschluck mit Wasser vom Wasserschluck allein unterscheidet. Ziel dieser Studie ist es, die biomechanischen Differenzen mittels pHRM-I-Metriken zu charakterisieren und die Bedeutung f&#252;r die Schlucksicherheit und  effizienz bei dieser komplexen Anforderung zu verstehen.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Material und Methode: </Mark1>Im Rahmen einer laufenden Untersuchung wurden bisher 8 Patienten mit unauff&#228;lligem Kapselschluck (FEES) untersucht. Mittels pHRM-I wurden 10 mL Wasserschlucke (IDDSI 0) mit dem Schluck einer standardisierten Kapsel verglichen. Erfasst wurden Parameter des pharyngealen Vigor: Pharyngeal Contractile Integral (PhCI) sowie die regionalen Integrale an Velum, Mesopharynx und Hypopharynx. Die UES-Funktion wurde &#252;ber den integrierten Relaxationsdruck (UES-IRP), die Relaxationszeit (UES-RT) und die luminale Weite (UES-MaxAd, maximale Admittanz) beurteilt. Der vorl&#228;ufige Datensatz wurde mittels gemischter linearer Modelle analysiert.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse:</Mark1> Im Vergleich zum Wasserschluck hat sich beim Kapselschluck die <Mark2>UES-RT</Mark2> verl&#228;ngert (&#946;&#61;89.02, SE&#61;64.55, p&#61;.18), die UES-IRP erniedrigt (&#946;&#61;-2655, SE&#61;1023, p&#61;.01) und in der UES-MaxAd zeigte sich keine aussagekr&#228;ftige Ver&#228;nderung der luminalen Weite (&#946;&#61;-388.6, SE&#61;668.2, p&#61;0.56). Bezogen auf die pharyngealen Propulsionsparameter konnten bisher keine deutlichen Ver&#228;nderungen verifiziert werden.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Schlussfolgerung:</Mark1> Die Ver&#228;nderungen durch die Kapsel sind klein. Die limitierte Fallzahl f&#252;hrt zu einer hohen Varianz und reduziert die statistische Belastbarkeit. Weitere biomechanische Parameter des Kapselschlucks sollen an einer gr&#246;&#223;eren Stichprobe analysiert werden. </Pgraph></Abstract>
    <TextBlock name="Text" linked="yes">
      <MainHeadline>Text</MainHeadline><SubHeadline>Einleitung</SubHeadline><Pgraph>Der oropharyngeale Schluckvorgang erfordert eine pr&#228;zise Koordination zwischen der pharyngealen Propulsion, der neuronalen Relaxation des oberen &#214;sophagussphinkters (UES) und dessen mechanischer &#214;ffnungsweite <TextLink reference="1"></TextLink>, <TextLink reference="2"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph>Die klinische Diagnostik mittels pharyngealer High-Resolution-Manometrie mit Impedanzmessung (pHRM-I) basiert auf mehreren Fl&#252;ssigkeitsschlucken, welche f&#252;r Volumen und Konsistenz standardisiert sind. Der Transport fester Konsistenzen oder Kapseln&#47;Tabletten bleibt eine diagnostische Herausforderung bei fehlenden Normwerten und Standards <TextLink reference="3"></TextLink>. Studien zeigen, dass die pharyngeale Propulsion f&#252;r den Transport gr&#246;&#223;erer Fl&#252;ssigkeitsvolumina andere Schluckmuster als f&#252;r kleinere oder visk&#246;sere Boli aufweist <TextLink reference="3"></TextLink>, <TextLink reference="4"></TextLink>. Ungekl&#228;rt ist bisher, wie sich die Druck-Fluss-Dynamik des Pharynx und die UES-&#214;ffnung&#47;Relaxation beim Kapselschluck mit Wasser vom Wasserschluck allein unterscheiden. Ziel dieser Studie ist es, die biomechanischen Differenzen mittels pHRM-I-Metriken zu charakterisieren und die Bedeutung f&#252;r die Schluckeffizienz bei dieser komplexen Anforderung zu verstehen. </Pgraph><Pgraph> </Pgraph><SubHeadline>Methode</SubHeadline><Pgraph>Im Rahmen einer laufenden Untersuchung wurden bisher 8 Patienten mit einem mittels flexibel endoskopischer Schluckuntersuchung (FEES) gesicherten unauff&#228;lligem Schluckvorgang beim Schlucken einer Placebokapsel untersucht. Genutzt wurde ein Manometriesystem der Firma Laborie (MMS Solar GI HRM). Die verwendete elektronische Solid-State-Sonde ist mit 36 Druckkan&#228;len und 12 Impedanz-Sensoren ausgestattet. Mittels pHRM-I wurden 10 ml Wasserschlucke (IDDSI 0) mit dem Schluck einer standardisierten Kapsel mit Wasser verglichen. Erfasst wurden die pharyngealen Parameter: Pharyngeal Contractile Integral (PhCI) sowie die regionalen Integrale an Velum, Mesopharynx und Hypopharynx. Die UES-Funktion wurde &#252;ber den integrierten Relaxationsdruck (UES-IRP), die Relaxationszeit (UES-RT) und die luminale Weite (UES-MaxAd, maximale Admittanz) beurteilt. </Pgraph><Pgraph>Der vorl&#228;ufige Datensatz wurde zun&#228;chst aus der Laborie Software mittels ASCII File extrahiert und mit der Software von Swallow Gateway <TextLink reference="5"></TextLink> beurteilt. Anschlie&#223;end wurden die Daten mittels gemischter linearer Modelle analysiert, wobei die Patient:innen als zuf&#228;lliger Effekt moduliert wurden, um die Abh&#228;ngigkeit wiederholter Messungen innerhalb derselben Person zu ber&#252;cksichtigen. </Pgraph><SubHeadline>Ergebnisse </SubHeadline><Pgraph>Im Vergleich zum Wasserschluck ist beim Kapselschluck der UES-IRP reduziert (&#946;&#61;-2655, SE&#61;1023, p&#61;.01) und die <Mark2>UES-RT</Mark2> verl&#228;ngert (&#946;&#61;89.02, SE&#61;64.55, p&#61;.18); in der UES-MaxAd zeigte sich keine aussagekr&#228;ftige Ver&#228;nderung der luminalen Weite (&#946;&#61;-388.6, SE&#61;668.2, p&#61;0.56). Bezogen auf die pharyngealen Propulsionsparameter konnten bisher keine deutlichen Ver&#228;nderungen verifiziert werden.</Pgraph><Pgraph>Abbildung 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="figure" /></Pgraph><SubHeadline>Schlussfolgerung</SubHeadline><Pgraph>Die Ver&#228;nderungen des Schluckvorgangs durch die Kapsel sind gering. Die limitierte Fallzahl f&#252;hrt zu einer hohen Varianz und reduziert die statistische Belastbarkeit. Die bisher erhobenen Daten legen nahe, dass der Kapselschluck trotz unver&#228;nderter pharyngealer Propulsion mit spezifischen Anpassungen der UES-Funktion einhergeht. Die Kombination aus reduziertem Relaxationsdruck und tendenziell verl&#228;ngerter Relaxationszeit bei unver&#228;nderter maximaler &#214;ffnungsweite deutet darauf hin, dass die erfolgreiche Passage einer Kapsel prim&#228;r durch eine zeitliche Optimierung der Sphinkter&#246;ffnung und nicht durch eine Vergr&#246;&#223;erung ihres Lumens erreicht wird. Damit k&#246;nnte der Kapselschluck weniger eine Kraft- als vielmehr eine Koordinationsaufgabe darstellen. Die Validierung dieser Hypothese erfordert jedoch weitere Untersuchungen an gr&#246;&#223;eren Stichproben.</Pgraph></TextBlock>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 1: A) Darstellungen eines Kapselschlucks mit 10 ml Kochsalzl&#246;sung (UES-MaxAd 7.26 mS) einer pHRM-I, B) Darstellung eines 10 ml Kochsalzl&#246;sungsschlucks (UES-MaxAd 5.69 mS) allein.</Mark1></Pgraph><Pgraph><Mark1>Plot links: Druck in Farbe dargestellt, Plot rechts: Druckkurven (schwarz) und Admittanz (pink)</Mark1></Pgraph></Caption>
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