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    <ArticleType>Vortrag</ArticleType>
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      <Title language="de">Fr&#252;he funktionelle Rehabilitation nach Zungenrekonstruktion ohne Lappenplastik: Polylactid-Membran als minimalinvasive Alternative</Title>
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        <Email>dorothee.rickert&#64;vinzenz.de</Email>
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      <DatePublished>20260826</DatePublished>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Phoniatrie und P&#228;daudiologie</MeetingCorporation>
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        <MeetingTitle>42. Wissenschaftliche Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Phoniatrie und P&#228;daudiologie (DGPP)</MeetingTitle>
        <MeetingSession>Schlucken: Klinische Evaluation und Rehabilitation</MeetingSession>
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    <ArticleNo>V36</ArticleNo>
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    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph><Mark1>Hintergrund:</Mark1> Die funktionelle Rekonstruktion der Zunge nach tumorchirurgischer Resektion bleibt eine Herausforderung, da etablierte Verfahren wie Lappenplastiken zwar Defekte decken, jedoch h&#228;ufig mit erh&#246;hter Morbidit&#228;t und verz&#246;gerter funktioneller Erholung einhergehen. Vor diesem Hintergrund gewinnen minimalinvasive Ans&#228;tze zur Defektdeckung zunehmend an Bedeutung. Ziel dieser Studie war die Evaluation der fr&#252;hen funktionellen Ergebnisse nach Anwendung einer resorbierbaren Polylactid-Membran.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Material und Methode:</Mark1> In einer prospektiven Fallserie wurden 7 Patienten mit lateralen Zungendefekten nach Tumorresektion eingeschlossen. Die Defektdeckung erfolgte intraoperativ mittels Suprathel<Superscript>&#174;</Superscript> 250 im Off-Label-Use. Postoperativ wurden Wundheilung, Schmerz (VAS), Analgetikabedarf sowie funktionelle Parameter (orale Nahrungsaufnahme, Artikulation, Zungenbeweglichkeit) &#252;ber einen Zeitraum von 5 Tagen systematisch erfasst.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse:</Mark1> Es traten keine postoperativen Infektionen, Nachblutungen oder Membranverluste auf. In 3 F&#228;llen war aufgrund einer non-in-sano-Resektion eine Nachresektion mit erneuter Membranapplikation erforderlich. Alle Patienten konnten fr&#252;hzeitig oralisiert werden und zeigten bereits am 5. postoperativen Tag eine gut verst&#228;ndliche Artikulation bei weitgehend erhaltener Zungenmobilit&#228;t. Der postoperative Schmerz war gering und erforderte lediglich orale Analgetika.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Schlussfolgerung:</Mark1> Die vorliegenden Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Defektdeckung mit einer resorbierbaren Polylactid-Membran eine funktionell effektive und zugleich wenig invasive Alternative zur konventionellen Rekonstruktion darstellen kann. Ein m&#246;glicher Wirkmechanismus ist die hydrolytische Degradation zu Laktat, die &#8211; wie aus der Verbrennungschirurgie bekannt &#8211; mit einer Modulation des lokalen Wundmilieus und einer F&#246;rderung regenerativer Prozesse assoziiert ist.</Pgraph><Pgraph>Der beobachtete fr&#252;he funktionelle Erhalt von Artikulation und oraler Nahrungsaufnahme ist klinisch relevant und k&#246;nnte zu einer Reduktion von Morbidit&#228;t und station&#228;rer Verweildauer beitragen. In Zeiten der Ressourcenknappheit in der station&#228;ren Patientenversorgung sind die reduzierten OP-Zeiten und die Senkung der operativen Morbidit&#228;t mit deutlich verk&#252;rzten Liegezeiten wesentliche Parameter.</Pgraph><Pgraph>Limitationen bestehen in der kleinen Fallzahl und dem Fehlen einer Kontrollgruppe. Weitere Studien sind erforderlich und in Planung. </Pgraph></Abstract>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><SubHeadline>Hintergrund</SubHeadline><Pgraph>Die Regenerative Medizin spielt eine vielversprechende Rolle bei der Entwicklung und Etablierung neuer Therapieoptionen mit dem Ziel, die Lebensqualit&#228;t der Patienten nachhaltig zu verbessern. Die Defektdeckung nach Tumorresektionen im oberen Aerodigestivtrakt ist chirurgisch komplex und erfordert in Abh&#228;ngigkeit der Defektgr&#246;&#223;e eine Defektdeckung mit mikrovaskul&#228;ren Haut-Muskellappen. Diese Eingriffe sind mit erh&#246;hter Morbidit&#228;t und deutlich verl&#228;ngertem station&#228;rem Krankenhausaufenthalt verbunden. Insbesondere vor dem Hintergrund einer zunehmenden Ressourcenknappheit in der station&#228;ren Patientenversorgung stellen die komplexen chirurgischen Verfahren eine zunehmende Herausforderung dar. Zungenteilresektionen stellen eine besondere Herausforderung dar, da die Zunge neben den sensorischen Funktionen durch die komplexe intrinsische und extrinsische Muskulatur eine wesentliche Funktion beim Schlucken und Sprechen hat. Die Zungenrekonstruktion nach tumorchirurgischer Resektion mit etablierten Verfahren wie Lappenplastiken geht h&#228;ufig mit einer verz&#246;gerten funktionellen Erholung einher. Vor diesem Hintergrund gewinnen minimalinvasive Ans&#228;tze zur Defektdeckung zunehmend an Bedeutung. Ziel dieser Studie war die Evaluation der fr&#252;hen funktionellen Ergebnisse nach Anwendung einer resorbierbaren Polylactid-Membran.</Pgraph><SubHeadline>Material und Methoden</SubHeadline><Pgraph>In einer prospektiven Fallserie wurden 7 Patienten mit lateralen Zungendefekten nach Tumorresektion eingeschlossen. Nach tumorchirurgischer Resektion in ITN erfolgte die Defektdeckung intraoperativ mittels Suprathel<Superscript>&#174;</Superscript> 250 als Off-Label-Use. Suprathel<Superscript>&#174;</Superscript> 250 wurde mittels Vicryl 3-0 Nahtmaterial im Bereich der Defektr&#228;nder fixiert. Postoperativ wurden die Patienten f&#252;r 5 Tage station&#228;r &#252;berwacht mit t&#228;glicher Erfassung der Wundheilung, der Schmerzsymptomatik mittels visueller Analogskala (VAS), des Analgetikabedarfs sowie funktioneller Parameter (orale Nahrungsaufnahme, Artikulation, Zungenbeweglichkeit). Am 5. postoperativen Tag erfolgte die Beurteilung der Zungenbeweglichkeit und der Artikulation mittels Vorlesen des standardisierten Textes &#8222;Der Nordwind&#8220; mit digitaler Dokumentation. </Pgraph><Pgraph>Bei Suprathel<Superscript>&#174;</Superscript> handelt es sich um eine biologisch abbaubare Membran, die f&#252;r den alloplastischen Hautersatz zur Behandlung von dermalen Wunden in der EU seit 2004 zugelassen ist. Suprathel<Superscript>&#174;</Superscript> 250 ist im chemischen Aufbau und in der Struktur analog dem Suprathel<Superscript>&#174;</Superscript>. Auch das klinische Einsatzgebiet ist analog dem Suprathel<Superscript>&#174;</Superscript>. Der einzige Unterschied ist die Querschnittsdicke der Membran. Suprathel<Superscript>&#174;</Superscript> hat eine Dicke von 80&#8211;120 &#181;m versus einer Querschnittsdicke von 170&#8211;230 &#181;m beim Suprathel<Superscript>&#174;</Superscript> 250. </Pgraph><Pgraph>Bei Suprathel<Superscript>&#174;</Superscript> handelt es sich um eine interkonnektierende Membranstruktur nach dem Strukturvorbild der menschlichen Haut auf der Basis von Polymilchs&#228;ure mit hoher Elastizit&#228;t und Flexibilit&#228;t. Das Material wird vollst&#228;ndig hydrolytisch zu Laktat bzw. Milchs&#228;ure abgebaut und inert im Rahmen des Zitronens&#228;urezyklus metabolisch abgebaut. </Pgraph><SubHeadline>Ergebnisse</SubHeadline><Pgraph>Suprathel<Superscript>&#174;</Superscript> 250 zeigte im enoralen Milieu eine ausreichende chemische, enzymatische und bakterielle Stabilit&#228;t. Alle Patienten waren postoperativ mit weichen Konsistenzen voll oralisiert. Postoperativ traten bei keinem Patienten Infektionen, Nachblutungen oder Membranverluste auf. Bei keinem Patienten war eine Tracheotomie zur Sicherung der Atemwege notwendig. In 3 F&#228;llen war aufgrund einer non-in-sano-Resektion eine Nachresektion mit erneuter Defektabdeckung mittels Suprathel<Superscript>&#174;</Superscript> 250 erforderlich. Im Rahmen der t&#228;glichen lokalen Wundinspektion zeigte sich eine beginnende Degradation des Suprathel<Superscript>&#174;</Superscript> 250 zwischen dem 3. und 5. postoperativen Tag. Bei allen Patienten war das polymere Implantatmaterial am 14. postoperativen Tag vollst&#228;ndig degradiert, und es zeigte sich eine gute Granulationsgewebsbildung im Bereich der tumorchirurgischen Defektzone. Alle Patienten zeigten am 5. postoperativen Tag eine gut verst&#228;ndliche Artikulation bei weitgehend erhaltener Zungenmobilit&#228;t. Der postoperative Schmerz war relativ gering. Die Analgesie war bei allen Patienten mit Ibuprofen-Saft (400&#47;600 mg) und Paracetamol (500 mg) ausreichend. </Pgraph><SubHeadline>Diskussion</SubHeadline><Pgraph>Die Verbesserung der Lebensqualit&#228;t von Patienten mit Malignomen im oberen Aerodigestivtrakt gewinnt zunehmend an Bedeutung in der onkologischen Therapie. Zungenranddefekte nach tumorchirurgischer Resektion haben einen signifikanten Einfluss auf die Lebensqualit&#228;t, da die Zunge eine wesentliche Funktion beim Schlucken und Sprechen hat. Bei der operativen Zungenrekonstruktion ist der bestm&#246;gliche Erhalt der Zungenbeweglichkeit ein wesentlicher Parameter. Die vorliegenden Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Defektdeckung mit einer resorbierbaren Polylactid-Membran eine funktionell effektive und zugleich wenig invasive Alternative zur konventionellen Rekonstruktion mittels Haut-Muskellappen darstellen k&#246;nnte. Ein m&#246;glicher Wirkmechanismus ist die hydrolytische Degradation zu Laktat, die &#8211; wie aus der Verbrennungschirurgie bekannt &#8211; mit einer Modulation des lokalen Wundmilieus und einer F&#246;rderung regenerativer Prozesse assoziiert ist. Inwieweit die regenerativen Prozesse einen Einfluss auch auf das Nachblutungsrisiko haben, ist derzeit Gegenstand aktueller Untersuchungen. Der beobachtete fr&#252;he funktionelle Erhalt von Artikulation und oraler Nahrungsaufnahme ist klinisch relevant und k&#246;nnte zu einer Reduktion von Morbidit&#228;t und station&#228;rer Verweildauer beitragen. In Zeiten der Ressourcenknappheit in der station&#228;ren Patientenversorgung sind die reduzierten OP-Zeiten und die Senkung der operativen Morbidit&#228;t mit deutlich verk&#252;rzten Liegezeiten wesentliche Parameter.</Pgraph><SubHeadline>Schlussfolgerungen</SubHeadline><Pgraph>Limitationen bestehen in der kleinen Fallzahl und dem Fehlen einer Kontrollgruppe. Die hier vorgestellten ersten Ergebnisse zeigen den Einfluss der resorbierbaren Polylactid-Membran auf die Wundheilung bei kleinen und mittelgro&#223;en Zungenranddefekten. Die Ergebnisse unterstreichen das Potenzial minimalinvasiver Ans&#228;tze zur funktionserhaltenden Rekonstruktion im Bereich der Zunge.</Pgraph><Pgraph>Die Schleimhautzulassung von Suprathel<Superscript>&#174;</Superscript> 250 wird angestrebt. Eine umfangreichere Studie mit gr&#246;&#223;erer Fallzahl ist derzeit in Planung. </Pgraph></TextBlock>
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