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    <ArticleType>Vortrag</ArticleType>
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      <Title language="de">Non-selektive laryngeale Reinnervation als Salvage-OP nach Laryngoplastik &#8211; ein Fallbericht</Title>
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      <DatePublished>20260826</DatePublished>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Phoniatrie und P&#228;daudiologie</MeetingCorporation>
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        <MeetingTitle>42. Wissenschaftliche Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Phoniatrie und P&#228;daudiologie (DGPP)</MeetingTitle>
        <MeetingSession>Stimme: Organische&#47;chirurgische Therapieverfahren</MeetingSession>
        <MeetingCity>Starnberg</MeetingCity>
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    <ArticleNo>V26</ArticleNo>
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    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph><Mark1>Hintergrund:</Mark1> Bei einer einseitigen Sch&#228;digung des <Mark2>Nervus laryngeus inferior</Mark2> kann die spontane Reinnervation zu Fehlinnervationen mit Synkinesien f&#252;hren. Die resultierenden antagonistischen Stimmlippenbewegungen (Adduktion bei Inspiration sowie Abduktion bei Phonation) k&#246;nnen deutliche Funktionseinschr&#228;nkungen wie Dyspnoe und Dysphonie verursachen. Die Bewegungen sind meist sehr klein und treten inkonsistent auf. Die laryngostroboskopische Untersuchung kann daher einen vollst&#228;ndigen Glottisschlu&#223; bei Phonation sowie eine ausreichende &#214;ffnung unter Respiration zeigen.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Material und Methode: </Mark1>Ein Patient, 51 Jahre, mit einseitiger Stimmlippenl&#228;hmung nach Explantation eines Vagusstimulators stellte sich zun&#228;chst mit Aphonie und Dysphagie mit Verschlucken am eigenen Speichel und situativ auftretendem starkem Hustenreiz in unserer Klinik vor.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse:</Mark1> Ende 2018 erfolgte zun&#228;chst eine linksseitige Medialisierungsthyroplastik mit autologem Knorpel sowie eine Arytenoidrotation. Bei persistierender Schlu&#223;insuffzienz und Aphonie wurde ein halbes Jahr sp&#228;ter eine Re-Thyroplastik mittels Keramik-Implantat (VoCOM) links durchgef&#252;hrt. Anschlie&#223;end war die Stimme deutlich belastbarer und leistungsf&#228;higer, allerdings gab der Patient nun wiederholte Atemnotsituationen an. Daraufhin erfolgte die Implantatexplantation im Sommer 2021. Bei im Verlauf erneut unzureichender Stimmleistung erfolgte 2022 eine Injektionsglottoplastik mit permanentem Filler (Polyacrylamid-Hydrogel).</Pgraph><Pgraph>Bei einer Wiedervorstellung Ende 2025 berichtete der Patient &#252;ber eine im Alltag ausreichende Stimmfunktion bei weiterhin bestehenden Atemnotanf&#228;llen mit dauerhaft limitierter k&#246;rperlicher Belastbarkeit.</Pgraph><Pgraph>Daher erfolgte im Februar 2026 die operative Durchtrennung des Nervus laryngeus inferior links mit Re-Anastomosierung mittels Ansa-cervicalis-Anteilen. Bereits zwei Wochen nach Operation gab der Patient eine deutlich verbesserte k&#246;rperliche Belastbarkeit sowie eine klangvollere und weniger angestrengte Stimme an.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Schlussfolgerung:</Mark1> Die non-selektive laryngeale Reinnervierung mit Durchtrennung des Nervus laryngeus inferior beseitigt Fehlinnervationen, welche auch bei laryngoskopisch zufriedenstellenden Befunden zu starken funktionellen Einschr&#228;nkungen f&#252;hren k&#246;nnen. Der Eingriff hat ein geringes Risikoprofil und kann die Lebensqualit&#228;t von Betroffenen mit kombinierten funktionellen Defiziten bei einseitiger Stimmlippenl&#228;hmung nachhaltig verbessern.</Pgraph></Abstract>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><SubHeadline>Einleitung</SubHeadline><Pgraph>Bei einer einseitigen Sch&#228;digung des <Mark2>Nervus laryngeus</Mark2> inferior kann die spontane Reinnervation zu Fehlinnervationen sowohl vom Abduktor der Stimmlippe (<Mark2>Musculus cricoarytenoideus posterior</Mark2>) durch adduktorische aktive Nervenfasern als auch von Adduktoren (Mu<Mark2>sculus cricoarytenoideus lateralis, Musculus thyroarytenoideus</Mark2> und <Mark2>Musculi interarytenoidei</Mark2>) durch abduktorisch aktive Nervenfasern f&#252;hren. </Pgraph><Pgraph>Dadurch ausgel&#246;ste antagonistische Stimmlippenbewegungen (synkinetische Adduktion bei Inspiration sowie synkinetische Abduktion bei Phonation) k&#246;nnen deutliche Funktionseinschr&#228;nkungen wie Dyspnoe oder Dysphonie verursachen.</Pgraph><Pgraph>Die Bewegungen sind meist sehr klein und k&#246;nnen auch inkonsistent bzw. anfallsartig auftreten. Die laryngostroboskopische Untersuchung ist deshalb oft nicht aussagekr&#228;ftig.</Pgraph><Pgraph>Die Folge sind Konstellationen mit anamnestischer Dysphonie bei gleichzeitig endoskopisch vollst&#228;ndigem Glottisschluss w&#228;hrend der Phonation oder Dyspnoe bei eigentlich ausreichend weiter Kehlkopf-&#214;ffnung w&#228;hrend der Respiration. </Pgraph><Pgraph>Erfahrungsgem&#228;&#223; werden dann nicht selten funktionelle oder psychogene Beschwerden diagnostiziert. Die daraus folgenden Therapieans&#228;tze sind jedoch kaum wirksam.</Pgraph><SubHeadline>Methodik</SubHeadline><Pgraph>Ein 51 Jahre alter Mann mit einseitiger Stimmlippenl&#228;hmung nach Explantation eines Vagusstimulators stellte sich zun&#228;chst mit Aphonie und Dysphagie mit Verschlucken am eigenen Speichel und situativ auftretendem starkem Hustenreiz in unserer Klinik vor. </Pgraph><Pgraph>Ende 2018 erfolgte zun&#228;chst eine linksseitige Medialisierungslaryngoplastik mit autologem Knorpel sowie eine Arytenoidrotation. Bei persistierender Schlussinsuffzienz und Aphonie wurde ein halbes Jahr sp&#228;ter eine Re-Thyroplastik mittels Keramik-Implantat (VoCOM) links durchgef&#252;hrt. Anschlie&#223;end war die Stimme etwas kr&#228;ftig. Zur weiteren Verbesserung erfolgte im Juli 2019 eine Injektion mit resorbierbarem Filler in beide Stimmlippen. Die Stimmfunktion war anschl. deutlich belastbarer und leistungsf&#228;higer, allerdings gab der Patient nun wiederholte Atemnotsituationen an. Daraufhin erfolgte die Explantation des medialisierenden Keramikimplantats im Sommer 2021. Bei im Verlauf erneut unzureichender Stimmleistung erfolgte 2022 eine Injektionsglottoplastik mit permanentem Filler (Polyacrylamid-Hydrogel). Hiervon profitierte der Patient zun&#228;chst anhaltend.</Pgraph><Pgraph>Bei einer Wiedervorstellung drei Jahre sp&#228;ter, Ende 2025 berichtete der Patient &#252;ber eine im Alltag ausreichende Stimmfunktion bei weiterhin bestehenden Atemnotanf&#228;llen bis zur Bewusstlosigkeit mit dauerhaft limitierter k&#246;rperlicher Belastbarkeit.</Pgraph><Pgraph>Daher erfolgte im Januar 2026 die operative Durchtrennung des Nervus laryngeus inferior links mit Re-Anastomosierung mittels Ansa-cervicalis-Anteilen. </Pgraph><Pgraph>Tabelle 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="table" /></Pgraph><SubHeadline>Ergebnisse</SubHeadline><Pgraph>Bereits zwei Wochen nach Operation gab der Patient eine deutlich verbesserte k&#246;rperliche Belastbarkeit sowie eine klangvollere und weniger angestrengte Stimme an. Sechs Monate nach Operation berichtet der Patient &#252;ber zwischenzeitlich zwei weitere Verkrampfungsepisoden. Diese seien deutlich milder und ohne Bewusstlosigkeit verlaufen. Die Stimmfunktion sei weiterhin stabil und er sei insgesamt sehr zufrieden.</Pgraph><SubHeadline>Diskussion</SubHeadline><Pgraph>Die non-selektive laryngeale Reinnervierung mit Durchtrennung des Nervus laryngeus inferior beseitigt Fehlinnervationen, welche auch bei laryngostroboskopisch unauff&#228;lligen Befunden zu starken Einschr&#228;nkungen von Atem- und&#47;oder Stimmfunktion f&#252;hren k&#246;nnen. Durch die Denervierung des Rekurrens werden dabei pathologische und oft auch symptomatische Synkinesien zuverl&#228;ssig beseitigt.</Pgraph><Pgraph>Der Eingriff hat ein geringes Risikoprofil und kann die Lebensqualit&#228;t von Betroffenen bei einseitiger Stimmlippenl&#228;hmung nachhaltig verbessern. Eine Stimmverschlechterung ist nicht zu bef&#252;rchten.</Pgraph></TextBlock>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 1: Tabellarische Chronologie </Mark1></Pgraph></Caption>
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