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    <IdentifierDoi>10.3205/26dgpp25</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-26dgpp253</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Vortrag</ArticleType>
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      <Title language="de">Falldarstellung des bekannten Pops&#228;ngers Berq mit dem &#228;sthetischen Alleinstellungsmerkmal der behauchten und br&#252;chigen Stimme versus Stimmtherapie: Wie kann das Alleinstellungsmerkmal der Stimme bewahrt werden, ohne dass eine Sch&#228;digung droht&#63;</Title>
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        <Address>Internationales Stimmzentrum Berlin&#47;Logop&#228;dische Praxis, Stimmcoaching, Lychenerstr. 12, 10437 Berlin, Deutschland<Affiliation>Internationales Stimmzentrum Berlin&#47;Logop&#228;dische Praxis, Stimmcoaching, Berlin, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>ursulafischer.berlin&#64;gmail.com</Email>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
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      <DatePublished>20260826</DatePublished>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Phoniatrie und P&#228;daudiologie</MeetingCorporation>
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        <MeetingTitle>42. Wissenschaftliche Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Phoniatrie und P&#228;daudiologie (DGPP)</MeetingTitle>
        <MeetingSession>Stimme: Konservative Therapieverfahren</MeetingSession>
        <MeetingCity>Starnberg</MeetingCity>
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          <DateTo>20260919</DateTo>
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    <ArticleNo>V21</ArticleNo>
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    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph><Mark1>Hintergrund:</Mark1> An der Schnittstelle von &#196;sthetik, Karriere, hohem Leistungsdruck und physischer Gesundheit beleuchtet mein Beitrag den therapeutischen Prozess des im deutschsprachigen Raum erfolgreichen K&#252;nstlers Berq. Seine behauchte, br&#252;chige Stimme ist das Fundament seiner Beliebtheit und gleichzeitig bedrohte akute Heiserkeit Konzertauftritte.</Pgraph><Pgraph>Er steht exemplarisch f&#252;r junge Pop-Talente, bei denen hoher Leistungsdruck auf mangelnde Stimmausbildung trifft. Die Fallstudie zeigt, dass k&#252;nstlerischer Ausdruck oft Erfolg mit sich bringt, aber eine fundierte phoniatrische Diagnostik und Stimmbildung essenziell ist. Durch die interdisziplin&#228;re Zusammenarbeit von Medizin und Logop&#228;die gelang es, Berqs Stimme belastbar zu machen, ohne ihre &#228;sthetische Identit&#228;t zu verlieren.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Material und Methode: </Mark1>Die Falldarstellung analysiert das Stimmprofil des S&#228;ngers Berq. Die Diagnose ergab eine hypofunktionelle Dysphonie mit beginnenden Phonationsverdickungen. Im Fokus steht die Balance zwischen k&#252;nstlerischer Signatur (absichtlich behauchte Stimme) und Gesundheit. Es werden Kompensationsstrategien entwickelt, um die Effekte zu erhalten und die Belastung zu minimieren. </Pgraph><Pgraph>Ich gew&#228;hre Einblicke in den Therapieverlauf, ziehe die Grenze zwischen Therapie und Coaching und gehe auf die Bedeutung der interdisziplin&#228;ren Zusammenarbeit mit der Charit&#233; ein. Eine &#228;sthetisch-funktionale Betrachtung der Stimme erm&#246;glicht Berq die kreative Integration von &#220;bungen in sein B&#252;hnenprogramm. Beispiele werden eingespielt. </Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse:</Mark1> Die Zusammenarbeit mit Berq unterstreicht die Relevanz medizinischer Aufkl&#228;rung im Pop Gesang. Die Vermittlung von Hilfem&#246;glichkeiten ist essenziell, um Scham abzubauen und den Zugang zu professioneller Unterst&#252;tzung zu erleichtern, bevor pathologische Ver&#228;nderungen entstehen. Durch die Synergie aus phoniatrischer Diagnostik und einer gezielten, funktional orientierten Stimmtherapie konnte die akute Phonationsst&#246;rung behoben werden. Die Wiederherstellung der vollst&#228;ndigen Tourneef&#228;higkeit wurde realisiert. Das Vorgehen basiert auf drei S&#228;ulen, Habilitation, Rehabilitation und Pr&#228;vention.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Schlussfolgerung:</Mark1> Durch die Verkn&#252;pfung der Kompetenzen und den Zugang auf aktuelle Forschungsergebnisse k&#246;nnen wir eine ganzheitliche Begleitung f&#252;r S&#228;ngerinnen schaffen. Ein Br&#252;ckenschlag zwischen Therapieraum und gro&#223;er B&#252;hne ist somit m&#246;glich. Mein Ziel ist es, Menschen in ihrer stimmlichen Authentizit&#228;t zu st&#228;rken und Horizonte zu erweitern, indem wir Stimmtherapie neu denken und einen engen interdisziplin&#228;ren Austausch etablieren.</Pgraph></Abstract>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><SubHeadline>Hintergrund</SubHeadline><Pgraph>An der Schnittstelle von &#196;sthetik, steiler Karriere, hohem Leistungsdruck und physischer Gesundheit beleuchtet der Vortrag den therapeutischen Prozess des im deutschsprachigen Raum erfolgreichen K&#252;nstlers Berq. Seine behauchte, br&#252;chige Stimme, das Fundament seiner Beliebtheit, wurde ihm im Verlauf seiner fr&#252;hen Karriere zum Verh&#228;ngnis. Akute Heiserkeit und Konzertabsagen waren die Folge.</Pgraph><Pgraph>Berq steht exemplarisch f&#252;r viele junge Talente im popul&#228;ren Gesang. Oft verhindern Scham, fehlende Informationen oder die Angst vor einer medizinischen Diagnose den rechtzeitigen Gang zu Expert&#42;innen, was die Karrieren junger K&#252;nstler&#42;innen gef&#228;hrden kann.</Pgraph><Pgraph>Dieser Vortrag zeigt auf, wie das Einbinden der medizinischen Physiologie der Stimme und ein strukturierter Therapieprozess die erweiterten Anforderungen des Pop-Gesangs erlauben.</Pgraph><SubHeadline>Material und Methoden</SubHeadline><Pgraph>Die differenzierte, standardisierte Stimmdiagnostik &#8211; unter Einsatz visueller, akustischer und psychometrischer Verfahren &#8211; ergab bei dem K&#252;nstler eine malregulative Dysphonie mit beginnenden Phonationsverdickungen. Neben der Skizzierung seiner musikalischen Vorbildung und des klinischen Befunds wird sein k&#252;nstlerischer Werdegang beleuchtet. F&#252;r seine Klang&#228;sthetik wird ein Risikomanagement entwickelt, um herauszufinden, welche seiner k&#252;nstlerischen Merkmale am meisten belasten. Dabei stehen die mit steigender Bekanntheit wachsenden stimmlichen Herausforderungen im Mittelpunkt. Variierende Formate wie wachsende Konzerthallen, Open-Air-Auftritte sowie Konzerte mit Band oder Orchester. Aspekte jenseits des Therapieraumes finden Platz: Das Leben auf Tour im Nightliner, Auftritte vor 15.000 Menschen und der psychische Druck durch die Pr&#228;senz in den sozialen Medien. Es werden konkrete Einblicke in den dynamischen Therapieverlauf gew&#228;hrt, die Besonderheiten der interdisziplin&#228;ren Zusammenarbeit mit der Phoniatrie im akuten Notfall aufgezeigt und die Grenze zwischen logop&#228;discher Therapie und begleitendem Coaching beschrieben. Strategien werden entwickelt, damit der Effekt der Stimme erhalten bleibt, w&#228;hrend die Belastung minimiert wird. Durch die Optimierung der Stimmgebung und die &#214;konomisierung des Atemstroms wurde nachgewiesen, dass eine funktionale Stimmbildung die gezielte Instabilit&#228;t nicht nivelliert, sondern durch effizientes Stimmtraining langfristig absichert. Diese Selbstregulation reduzierte die psychische Belastung und die antizipierte Angst vor erneuten Stimmausf&#228;llen unter Leistungsdruck signifikant.</Pgraph><Pgraph>Die Stimmregeneration im gesamten Umfang der S&#228;ngerstimme wird demonstriert. Dabei werden Phonationsst&#228;rke und Frequenz als zentrale, f&#252;r Berqs Auftritte relevante Stimmeigenschaften vorgestellt. Eine &#228;sthetisch-funktionale Betrachtung der Stimme erm&#246;glicht Berq die kreative Integration von &#220;bungen in sein B&#252;hnenprogramm. Der Prozess beschreibt die Ursachenforschung bei gleichzeitiger psychologischer Unterst&#252;tzung, um dem Alltag eines Berufss&#228;ngers flexibel zu entsprechen.</Pgraph><SubHeadline>Ergebnisse</SubHeadline><Pgraph>Die Arbeit mit K&#252;nstler&#42;innen wie Berq verdeutlicht das Spannungsfeld zwischen k&#252;nstlerischem Ausdruck &#8211; der essenziell von der &#196;sthetik des &#8222;Unperfekten&#8220; lebt &#8211; und der Notwendigkeit einer belastbaren Stimmfunktion. Die interdisziplin&#228;re Betreuung f&#252;hrte zu folgenden zentralen Ergebnissen:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Durch die Synergie aus spezialisierter phoniatrischer Diagnostik in der Charit&#233; und einer gezielten, funktional orientierten Stimmtherapie konnte die akute Phonationsst&#246;rung behoben werden. Die Wiederherstellung der vollst&#228;ndigen Tourneef&#228;higkeit wurde ohne weitere Konzertabsagen realisiert.</ListItem><ListItem level="1">Ein wesentlicher Erfolg der Therapie war der Erhalt der charakteristischen behauchten &#196;sthetik bei gleichzeitiger Implementierung einer gesunden physiologischen Stimmgebung. Eine gesunde Stimme reicht jedoch nicht aus. Pops&#228;nger&#42;innen ben&#246;tigen eine Hochleistungsstimme. Deswegen wurde eine fundierte, personalisierte Stimmhygiene entwickelt, sowie ein individuelles, auf die spezifischen Belastungen einer Tournee (Monitoring, Schlafmangel, Mikrofonarbeit) zugeschnittenes Warm-up und Warm-down-Protokoll. </ListItem><ListItem level="1">Die enge Taktung zwischen Logop&#228;die, Phoniatrie und Gesangsp&#228;dagogik erm&#246;glichte einen nahtlosen &#220;bergang von der kurativen Therapie zum pr&#228;ventiven B&#252;hnencoaching. B&#252;hnenpr&#228;senz, Intention und Bewegung im Raum sind hier grundlegende Themen, die die Stimme beeinflussen. Wann entsteht dieser ganz besondere Draht in der Kommunikation&#63; Wann geht ein sp&#252;rbarer Ruck durch das Publikum&#63; Warum k&#246;nnen Fans Texte pl&#246;tzlich auswendig mitsingen, oder warum horchen wir auf, wenn eine bestimmte Stimme im Radio spricht&#63; Dieser ganzheitliche Ansatz verhinderte die Rezidivgefahr durch kompensatorische Fehlmechanismen.</ListItem><ListItem level="1">Der Fall unterstreicht die Relevanz medizinischer Aufkl&#228;rung im popul&#228;ren Gesang. Die Vermittlung von Hilfem&#246;glichkeiten ist essenziell, um Scham abzubauen und den Zugang zu professioneller Unterst&#252;tzung zu erleichtern, bevor irreversible pathologische Ver&#228;nderungen entstehen.</ListItem><ListItem level="1">Das Vorgehen basiert auf den drei S&#228;ulen Habilitation, Rehabilitation und Pr&#228;vention.</ListItem></UnorderedList></Pgraph><SubHeadline>Diskussion</SubHeadline><Pgraph>Die Beliebtheit der behauchten Stimme wirft weitergehend interdisziplin&#228;re Fragen auf:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Ist es Zufall, dass dieser Klang in der Popmusik und in der Werbung allgegenw&#228;rtig ist&#63; Suchen wir nach Intimit&#228;t und N&#228;he, nach Verletzlichkeit und Authentizit&#228;t&#63;</ListItem><ListItem level="1">Wie k&#246;nnen wir die interdisziplin&#228;re Zusammenarbeit im Hinblick auf diese Frage st&#228;rken&#63;</ListItem></UnorderedList></Pgraph><SubHeadline>Fazit&#47;Schlussfolgerung</SubHeadline><Pgraph>Durch die Verkn&#252;pfung der Kompetenzen und den Zugang auf aktuelle Forschungsergebnisse k&#246;nnen wir eine ganzheitliche Begleitung f&#252;r S&#228;nger&#42;innen schaffen. Ein Br&#252;ckenschlag zwischen Therapieraum und gro&#223;er B&#252;hne ist somit m&#246;glich. Mein Ziel ist es, Menschen in ihrer stimmlichen Authentizit&#228;t zu st&#228;rken und Horizonte zu erweitern, indem wir Stimmtherapie neu denken und einen engen interdisziplin&#228;ren Austausch etablieren.</Pgraph><Pgraph>Den Horizont erweitern: Dieses Ziel erfordert Mut, das klassische Berufsbild der Stimmtherapeut&#42;innen zu &#246;ffnen. Ein Behandlungsvertrag verlangt heute mehr denn je Flexibilit&#228;t und gleichzeitig klare Abgrenzungsstrategien seitens der Therapeut&#42;innen. Gerade die Rehabilitation von S&#228;nger&#42;innen geh&#246;rt in die H&#228;nde hochqualifizierter Expert&#42;innen, die neben therapeutischem Fachwissen &#252;ber Musikalit&#228;t und ein analytisches Geh&#246;r f&#252;r die subtilen St&#246;rungen der Singstimmfunktion verf&#252;gen. Die Grenze zwischen Stimmtherapie und Coaching ist dabei nicht starr, sondern ein aktiver, berufspolitisch relevanter Prozess. Mein Beitrag unterstreicht, dass gerade im Pop-Gesang die Aufkl&#228;rung &#252;ber medizinische Zusammenh&#228;nge essenziell ist, um Karrieren durch Pr&#228;vention zu st&#228;rken statt durch sp&#228;te Rehabilitation zu retten. Es ist wichtig, Stimmprobleme als behandelbar zu kommunizieren und nicht mit dem Karriereende gleichzusetzen.</Pgraph></TextBlock>
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        <RefTotal>Sundberg J. Die Wissenschaft von der Singstimme. Forum Musikp&#228;dagogik. Augsburg: Wi&#223;ner Verlag; 2015.</RefTotal>
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        <RefTotal>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Phoniatrie und P&#228;daudiologie e. V. (DGPP), et al. S2k-Leitlinie. Diagnostik und Therapie von St&#246;rungen der Stimmfunktion (Dysphonien). Registernummer 049-008. AWMF; 2022. Verf&#252;gbar unter: https:&#47;&#47;register.awmf.org&#47;de&#47;leitlinien&#47;detail&#47;049-008</RefTotal>
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