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    <ArticleType>Vortrag</ArticleType>
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      <Title language="de">Die Ber&#252;cksichtigung von Geschlechteraspekten in der stimmtherapeutischen Forschung &#8211; ein Scoping Review</Title>
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        <Address>Catholic University of Applied Sciences Mainz, Institute for Applied Research and International Relations, Mainz, Deutschland<Affiliation>Katholische Hochschule Mainz, Institut f&#252;r angewandte Forschung und internationale Beziehungen, Mainz, Deutschland</Affiliation><Affiliation>Medizinische Universit&#228;t Innsbruck, Institut f&#252;r Diversit&#228;t in der Medizin, Innsbruck, &#214;sterreich</Affiliation></Address>
        <Email>annika.erning&#64;kh-mz.de</Email>
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      <DatePublished>20260826</DatePublished>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Phoniatrie und P&#228;daudiologie</MeetingCorporation>
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        <MeetingTitle>42. Wissenschaftliche Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Phoniatrie und P&#228;daudiologie (DGPP)</MeetingTitle>
        <MeetingSession>Stimme: Stimmanalyse II</MeetingSession>
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    <ArticleNo>V17</ArticleNo>
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    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph><Mark1>Hintergrund:</Mark1> F&#252;r eine chancengerechte Gesundheitsversorgung sollten sowohl biologische als auch soziokulturelle Geschlechterunterschiede ad&#228;quat von Angeh&#246;rigen aller Gesundheitsprofessionen in der Pr&#228;vention, Diagnose, Therapie und Forschung ber&#252;cksichtigt werden. In diesem Scoping Review liegt der Fokus auf der (logop&#228;dischen) Stimmtherapie. Ziel ist es zu untersuchen, inwieweit biologische und soziale Geschlechtsaspekte im gesamten klinischen Stimmrehabilitationsprozess ber&#252;cksichtigt werden.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Methoden:</Mark1> Die Literaturrecherche wurde in den Datenbanken PubMed (Medline), CINAHL Ultimate und PSYNDEX auf der Grundlage der JBI-Methode f&#252;r Scoping-Reviews durchgef&#252;hrt. Die Einschlusskriterien waren: Ver&#246;ffentlichung im Zeitraum zwischen 2022 und 2025, empirische Originalforschungsartikel, die stimmbezogene Ergebnisse im Kontext der Stimmtherapie untersuchten unter der Ber&#252;cksichtigung von Geschlecht als analytischer Variable in den Ergebnissen oder mit einem weiteren Schwerpunkt; und keiner ausschlie&#223;lichen Darstellung der demografischen Verteilung der Teilnehmenden. Der Auswahlprozess wurde durch zwei unabh&#228;ngige Gutachterinnen durchgef&#252;hrt.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse:</Mark1> Von insgesamt 2.234 gesichteten Abstracts erf&#252;llten 99 Artikel die Einschlusskriterien. Von den einbezogenen Studien befassten sich die meisten Artikel mit biologischen Geschlechtsunterschieden (n&#61;45, 45&#37;), gefolgt von Artikeln zur Stimmanpassung bei trans&#42; und genderdiversen Personen (n&#61;31, 31&#37;), darunter einige Studien, die untersuchten, wie die Stimme je nach Geschlecht des Sprechenden (n&#61;10, 10&#37;) wahrgenommen wird. Neun (9&#37;) der 99 einbezogenen Studien konzentrierten sich ausschlie&#223;lich auf die Therapie oder Stimmenanalyse entweder bei Cis-Frauen oder bei Cis-M&#228;nnern.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Schlussfolgerung:</Mark1> Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass Geschlecht in der stimmtherapeutischen Forschung durchaus ber&#252;cksichtigt wird, jedoch mit dem Fokus auf der Stimmanpassung bei trans&#42; und genderdiversen Menschen. Geschlechterunterschiede bei cis-weiblichen bzw. cis-m&#228;nnlichen Personen werden ebenfalls ber&#252;cksichtigt, wenn auch in geringerem Ma&#223;e. Um eine evidenzbasierte, personenzentrierte und ad&#228;quate Gesundheitsversorgung zu erm&#246;glichen, sollte Geschlecht in der stimmtherapeutischen Forschung systematisch im gesamten Forschungsprozess einbezogen werden und Ber&#252;cksichtigung finden. </Pgraph></Abstract>
    <TextBlock name="Text" linked="yes">
      <MainHeadline>Text</MainHeadline><SubHeadline>Hintergrund </SubHeadline><Pgraph>Internationale und nationale Studien weisen auf Geschlechterunterschiede hinsichtlich der Inzidenz, Pr&#228;valenz, Pathogenese, Diagnostik und Therapie von Erkrankungen hin, dennoch zeigt sich die Ber&#252;cksichtigung von Geschlechteraspekten in der medizinischen Forschung nach wie vor als unzureichend <TextLink reference="1"></TextLink>, <TextLink reference="2"></TextLink>, <TextLink reference="3"></TextLink>, <TextLink reference="4"></TextLink>. Dies besteht trotz der bereits vor zehn Jahren eingef&#252;hrten SAGER (Sex and Gender Equity Research) Guideline, die Forschende auf die Nutzung von geschlechtersensibler Forschung hinweist <TextLink reference="2"></TextLink>. Diese bezieht sich sowohl auf die biologische Dimension von Geschlecht (engl. Sex) als auch auf die soziokulturelle Dimension (engl. Gender), die nicht-bin&#228;re, sozial konstruierte Geschlechterrollen, Verhaltensweisen und Identit&#228;ten umfasst <TextLink reference="1"></TextLink>, <TextLink reference="2"></TextLink>, <TextLink reference="5"></TextLink>, <TextLink reference="6"></TextLink>. </Pgraph><Pgraph>F&#252;r eine chancengerechte Gesundheitsversorgung sollen sowohl das biologische als auch das soziokulturelle Geschlecht ad&#228;quat von Angeh&#246;rigen aller Gesundheitsprofessionen, bspw. von Logop&#228;d:innen&#47;Sprachtherapeut:innen in der Pr&#228;vention, Diagnostik, Therapie und Forschung ber&#252;cksichtigt werden <TextLink reference="3"></TextLink>, <TextLink reference="7"></TextLink>. In bisherigen Reviews aus der Logop&#228;die und dem verwandten Bereich der Hals-Nasen-Ohren-Medizin konnte gezeigt werden, dass das Geschlecht die am h&#228;ufigsten berichtete demografische Angabe von Proband:innen ist. Allerdings nehmen nur wenige Studien diese Variable in ihre Analyse mit auf <TextLink reference="8"></TextLink>, <TextLink reference="9"></TextLink>, <TextLink reference="10"></TextLink>. Weiterhin l&#228;sst sich feststellen, dass die Begrifflichkeiten biologisches und soziokulturelles Geschlecht h&#228;ufig nicht klar definiert werden <TextLink reference="8"></TextLink>. In der stimmtherapeutischen Forschung, welche einen essenziellen Behandlungsbereich der Logop&#228;die darstellt, existiert derzeit noch kein Review dar&#252;ber, in welchem Ausma&#223; Geschlechterunterschiede in der Forschung ber&#252;cksichtigt werden. Sowohl das biologische als auch soziokulturelle Geschlecht spielen in der Stimmtherapie eine gro&#223;e Rolle. Biologische Unterschiede umfassen unter anderem anatomische und hormonelle Merkmale, die sich in der Pr&#228;valenz bestimmter Stimmst&#246;rungsbilder sowie in akustischen und aerodynamischen Messwerten widerspiegeln. Sozio-kulturelle Aspekte sind insbesondere bei der Stimmanpassung bei Trans&#42; und gender-diversen Personen von Bedeutung <TextLink reference="11"></TextLink>, <TextLink reference="12"></TextLink>.</Pgraph><SubHeadline>Methodik </SubHeadline><Pgraph>Bei der vorliegenden Arbeit handelt es sich um ein Scoping Review <TextLink reference="13"></TextLink>. Dabei wurde sich an der Methode des Manuals des Joanna Briggs Instituts (JBI) zur Evidenzsynthese f&#252;r Scoping Reviews orientiert <TextLink reference="10"></TextLink>. </Pgraph><Pgraph>Hierzu wurden die Datenbanken PubMed (Medline), CINAHL Ultimate und PSYNDEX verwendet. Die Literaturrecherche erfolgte iterativ und wurde &#252;ber einen Zeitraum von fast zwei Jahren insgesamt viermal durchgef&#252;hrt. Das Datum der ersten Recherche war der 14. Mai 2024, das Datum der letzten Recherche war der 10. Dezember 2025. Die Einschlusskriterien lauteten wie folgt: empirische Originalforschungsartikel in englischer, franz&#246;sischer oder deutscher Sprache mit Bezug zur Stimmtherapie, die zwischen Januar 2022 und Dezember 2025 ver&#246;ffentlicht wurden. Dies reichte somit von Studien &#252;ber Pr&#228;valenz &#252;ber Pr&#228;vention und Diagnostik bis hin zu therapeutischen Ans&#228;tzen und weiteren stimmbezogenen Ergebnissen, die f&#252;r die Stimmtherapie relevant sind. Es gab keine Einschr&#228;nkungen hinsichtlich der Altersgruppe. Die Variable Geschlecht musste entweder als analytische Variable ber&#252;cksichtigt werden oder einen anderen Schwerpunkt haben, beispielsweise die ausschlie&#223;liche Einbeziehung von Cis-Frauen, Cis-M&#228;nnern oder trans&#42; und genderdiversen Personen als Proband:innen. Dies musste in den Studien begr&#252;ndet sein. Das Berichten von Sex&#47;Gender ausschlie&#223;lich als demografische Variable war unzureichend. Einzelfallstudien, Mixed-Methods-Studien und qualitative Studien wurden ausgeschlossen. Artikel, die auf der Ebene des Titels und des Abstracts die Ausschlusskriterien nicht erf&#252;llten, wurden in die Volltextanalyse einbezogen. &#220;ber die Eignung der Publikationen entschieden zwei Gutachterinnen sowohl auf der Ebene der Abstracts als auch auf der Ebene der Volltexte. Die beiden Gutachterinnen trafen ihre Entscheidungen unabh&#228;ngig voneinander. Zur Sichtung der Studien wurde die webbasierte Software Rayyan verwendet, die eine kollaborative und verblindete Sichtung von Titeln und Abstracts erm&#246;glicht <TextLink reference="14"></TextLink>.</Pgraph><SubHeadline>Ergebnisse</SubHeadline><Pgraph>Insgesamt wurden 1.910 Abstracts gepr&#252;ft, davon wurden 183 Artikel in die Volltextanalyse inkludiert, 84 Artikel wurden ausgeschlossen. Von den 99 inkludierten Artikeln, wurde der Gro&#223;teil im Journal of Voice ver&#246;ffentlicht (n &#61; 58, 59&#37;). Von den 99 Studien, konnten 57 (58&#37;) dem Studiendesign <Mark2>Cross-sectional Observational Study</Mark2>, 22 (22&#37;) den <Mark2>Quasi-experimental Studies</Mark2>, neun (9&#37;) den <Mark2>Experimental Studies</Mark2> und die restlichen elf Studien (11&#37;) den <Mark2>Methodological&#47;Validation, Modelling Studies</Mark2> oder <Mark2>Longitudinal Observational Study</Mark2> zugeordnet werden.</Pgraph><Pgraph>Bez&#252;glich der Ber&#252;cksichtigung von Geschlecht (Abbildung 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="figure" />) konnte gezeigt werden, dass der gr&#246;&#223;te Teil der inkludierten Artikel biologische Geschlechterunterschiede (n&#61;45) untersuchten oder den Fokus auf trans&#42; und genderdiversen Menschen hatte bzw. diese Proband:innengruppe ausschlie&#223;lich untersuchte (n&#61;31). In (n &#61; 47, 47&#37;) der analysierten Studien wurden das biologische und soziokulturelle Geschlecht nicht klar definiert. Bez&#252;glich der Variable des Stimmtherapieprozesses, zeigte sich eine Einteilung in 27 Diagnostikstudien (27&#37;), 22 konnten thematisch der Stimmanpassung (22&#37;) bei Trans&#42; zugeordnet werden und 19 wurden der Basisforschung&#47;Stimmanalyse (19&#37;) zugeordnet. 13 Studien (13&#37;) konnten zu Pr&#228;valenzstudien kategorisiert werden, elf (11&#37;) zu Interventionsstudien und sieben (7&#37;) wurden in die Kategorie Risikofaktoren und Pr&#228;diktoren eingeteilt.</Pgraph><SubHeadline>Diskussion</SubHeadline><Pgraph>Die Ergebnisse zeigen, dass von 183 Volltexten 99 Studien in den Rahmen des Scoping Reviews einbezogen werden konnten, bei denen das Geschlecht im Stimmtherapieprozess ber&#252;cksichtigt wurde. Somit legten 54&#37; der Artikel einen Schwerpunkt auf Geschlechteraspekte, sei es zur Ermittlung von Geschlechterunterschieden, zur Analyse des Einflusses von Geschlecht als Parameter oder zur gezielten Betrachtung von Geschlecht (biologisch bzw. soziokulturell). Die Ergebnisse sind mit denen der vorhandenen Literatur vergleichbar. So zeigt eine &#220;bersichtsarbeit von Millager et al., dass bei der Mehrheit der Studien die Variable Geschlecht zwar bei den soziodemo-graphischen Angaben abgefragt wird, aber nur wenige die Daten nach dem Geschlecht analysieren und somit weder in den Ergebnissen darstellen noch in die Diskussion mitaufnehmen <TextLink reference="6"></TextLink>, <TextLink reference="8"></TextLink>. Dies zeigt sich auch in dem vorliegenden Scoping Review. Au&#223;erdem wurden in fast der H&#228;lfte der einbezogenen Studien das biologische und soziokulturelle Geschlecht nicht korrekt definiert. Somit zeigt sich, dass trotz der bestehenden SAGER-Leitlinien, Forschende noch immer Unsicherheiten mit den Begrifflichkeiten aufweisen <TextLink reference="2"></TextLink>. </Pgraph><SubHeadline>Fazit</SubHeadline><Pgraph>Die Ergebnisse des Scoping Reviews zeigen, dass Geschlecht noch nicht systematisch in der Stimmtherapie-Forschung ber&#252;cksichtigt wird. Um eine personenzentrierte, chancengerechte Gesundheitsversorgung in der Logop&#228;die zu gew&#228;hrleisten, m&#252;ssen Geschlechteraspekte im Forschungsprozess der Stimmtherapie ausreichend Ber&#252;cksichtigung finden.</Pgraph></TextBlock>
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