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    <ArticleType>Vortrag</ArticleType>
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      <Title language="de">Rekurrenzplot-Analyse der Vibratoentwicklung im Laufe des Gesangstudiums</Title>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Phoniatrie und P&#228;daudiologie</MeetingCorporation>
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        <MeetingTitle>42. Wissenschaftliche Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Phoniatrie und P&#228;daudiologie (DGPP)</MeetingTitle>
        <MeetingSession>Stimme: Stimmanalyse II</MeetingSession>
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    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph><Mark1>Hintergrund:</Mark1> Vibrato ist eine regelm&#228;&#223;ige Modulation von Frequenz, Lautst&#228;rke und Klangfarbe und gilt als zentrales Element des klassischen Gesangs. Es wird als Ergebnis einer Synchronisation innerhalb eines s&#228;ngerspezifischen Frequenzbereichs beschrieben. Perzeptiv ist Vibrato jedoch erst ab etwa 11 Cent von Non-Vibrato unterscheidbar. Damit bleibt unklar, ob im subperzeptiven Bereich bereits strukturierte dynamische Muster oder eine charakteristische Vibrato-Rate nachweisbar sind. </Pgraph><Pgraph><Mark1>Material und Methode:</Mark1> Anhand ausgehaltener gesungener T&#246;ne untersuchten wir den Unterschied zwischen Non-Vibrato- und Vibrato-Stichproben. Aus einem Datensatz der Hochschule Carl Maria von Weber Dresden wurden hohe T&#246;ne mit zwei aufeinanderfolgenden Aufnahmen im Studienverlauf ausgew&#228;hlt, bei denen der Vibrato-Umfang zun&#228;chst unter 11 Cent und anschlie&#223;end dar&#252;ber lag (n &#61; 51). Rekurrenzplots wurden erstellt und Determiniertheit (Det) sowie die durchschnittliche Prediktionszeit (L) berechnet. F&#252;r L wurde ein gepaarter t-Test, f&#252;r Det ein Wilcoxon-Signed-Rank-Test durchgef&#252;hrt. Zur Pr&#252;fung der Vibrato-Rate wurden Intraklassenkorrelationskoeffizienten (ICCs) berechnet. Zus&#228;tzlich wurde eine ungepaarte Analyse f&#252;r Gruppen durchgef&#252;hrt, die im Laufe des Studiums ausschlie&#223;lich mit Vibrato (n &#61; 183) oder ohne Vibrato (n &#61; 18) sangen. </Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse:</Mark1> Es zeigten sich signifikante Unterschiede f&#252;r Det (p &#61; 0.005) und L (p &#60; 0.001) zwischen den Kein- und Nur-Vibrato-Gruppen. Bei S&#228;ngerinnen und S&#228;ngern mit Vibratoentwicklung stiegen Det (p &#60; 0.001) und L (p &#60; 0.001) von der Non-Vibrato- zur Vibrato-Aufnahme an. Die berechneten Vibrato-Raten blieben &#252;ber die Aufnahmen hinweg weitgehend stabil (ICC(1,k) &#61; 0.79).</Pgraph><Pgraph><Mark1>Schlussfolgerung:</Mark1> S&#228;ngerinnen und S&#228;nger, die ausschlie&#223;lich mit Vibrato sangen, weisen stabilere Frequenzschwankungen auf als solche ohne Vibrato. Studierende, die Vibrato entwickelten, zeigten ein entsprechendes Muster. Die hohe Reliabilit&#228;t zwischen der Non-Vibrato- und der Vibrato-Aufnahme liefert Evidenz f&#252;r eine geringe intraindividuelle Variabilit&#228;t um eine s&#228;ngerspezifische Vibrato-Rate. Ein n&#228;chster Schritt ist zu pr&#252;fen, ob Det und L eine perzeptionsunabh&#228;ngige Unterscheidung zwischen Vibrato und Non-Vibrato erm&#246;glichen. </Pgraph></Abstract>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><SubHeadline>Hintergrund</SubHeadline><Pgraph>Vibrato ist eine regelm&#228;&#223;ige Modulation von Frequenz, Lautst&#228;rke und Klangfarbe und gilt als zentrales Element des klassischen Gesangs. Es wird als Ergebnis einer Synchronisation innerhalb eines s&#228;ngerspezifischen Frequenzbereichs beschrieben <TextLink reference="1"></TextLink>. Perzeptiv ist Vibrato jedoch erst ab etwa 11 Cent von Non-Vibrato unterscheidbar <TextLink reference="2"></TextLink>. Damit bleibt unklar, ob im subperzeptiven Bereich bereits strukturierte dynamische Muster oder eine charakteristische Vibrato-Rate nachweisbar sind.</Pgraph><SubHeadline>Material und Methode</SubHeadline><Pgraph>Anhand ausgehaltener gesungener T&#246;ne untersuchten wir den Unterschied zwischen Non-Vibrato- und Vibrato-Gruppen. Aus einem Datensatz der Hochschule Carl Maria von Weber Dresden wurden hohe T&#246;ne mit zwei aufeinanderfolgenden Aufnahmen im Studienverlauf ausgew&#228;hlt, bei denen der Vibrato-Umfang zun&#228;chst unter 11.25 Cent und anschlie&#223;end dar&#252;ber lag (n &#61; 51). Rekurrenzplots <TextLink reference="3"></TextLink>, <TextLink reference="4"></TextLink> wurden erstellt. Rekurrenzplots werden berechnet, indem eine zeitverschobene Version des Frequenzverlaufs mit sich selbst verglichen wird. Jeder Punkt im Diagramm gibt an, ob zwei Zeitpunkte Werte aufweisen, die innerhalb eines Schwellenwerts &#228;hnlich sind. Diagonale Linien spiegeln sich wiederholende Muster im Signal wider. Determiniertheit (Det) ist der prozentuale Anteil der Punkte im Diagramm, die diagonale Linien bilden, w&#228;hrend &#8222;L&#8220; die mittlere L&#228;nge der diagonalen Linien angibt (Abbildung 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="figure" />). F&#252;r L wurde ein gepaarter t-Test, f&#252;r Det ein Wilcoxon-Signed-Rank-Test durchgef&#252;hrt. Zur Pr&#252;fung der Vibrato-Rate wurden Intraklassenkorrelationskoeffizienten (ICCs) berechnet. Zus&#228;tzlich wurde eine ungepaarte Analyse f&#252;r Gruppen durchgef&#252;hrt, die im Laufe des Studiums ausschlie&#223;lich mit Vibrato (n &#61; 183) oder ohne Vibrato (n &#61; 18) sangen.</Pgraph><SubHeadline>Ergebnisse</SubHeadline><Pgraph>Es zeigten sich signifikante Unterschiede f&#252;r Det (p &#61; 0.005) und L (p &#60; 0.001) zwischen den Non-Vibrato- und Vibrato-Gruppen (Abbildung 2 <ImgLink imgNo="2" imgType="figure" />). Bei S&#228;ngerinnen und S&#228;ngern mit Vibratoentwicklung stiegen Det (p &#60; 0.001) und L (p &#60; 0.001) von der Non-Vibrato- zur Vibrato-Aufnahme an. Die berechneten Vibrato-Raten blieben &#252;ber die Aufnahmen hinweg weitgehend stabil (ICC(1,k) &#61; 0.79).</Pgraph><SubHeadline>Fazit&#47;Schlussfolgerung</SubHeadline><Pgraph>S&#228;ngerinnen und S&#228;nger, die ausschlie&#223;lich mit Vibrato sangen, weisen stabilere Frequenzschwankungen auf als solche ohne Vibrato. Studierende, die Vibrato entwickelten, zeigten ein entsprechendes Muster. Die hohe Reliabilit&#228;t zwischen der Non-Vibrato- und der Vibrato-Aufnahme liefert Evidenz f&#252;r eine geringe intraindividuelle Variabilit&#228;t um eine s&#228;ngerspezifische Vibrato-Rate. Ein n&#228;chster Schritt ist zu pr&#252;fen, ob Det und L eine perzeptionsunabh&#228;ngige Unterscheidung zwischen Vibrato und Non-Vibrato erm&#246;glichen.</Pgraph></TextBlock>
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        <RefTotal>Titze IR, Story B, Smith M, Long R. A reflex resonance model of vocal vibrato. J Acoust Soc Am. 2002 May;111(5 Pt 1):2272-82. DOI: 10.1121&#47;1.1434945</RefTotal>
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        <RefTotal>Wooding R, Nix J. Perception of Non-Vibrato Sung Tones: A Pilot Study. J Voice. 2016 Nov;30(6):762.e15-762.e21. DOI: 10.1016&#47;j.jvoice.2015.10.005</RefTotal>
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        <RefTotal>Acosta Mart&#237;nez G, Daffern H. Complexity of Vocal Vibrato in Opera and Jazz Recordings: Insights From Entropy and Recurrence Analyses. J Voice. 2026 May;40(3):551-63. DOI: 10.1016&#47;j.jvoice.2023.11.020</RefTotal>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 1: Beispielhafte Signale (obere Reihe) und Rekurrenzplots (untere Reihe). Die Beispielaufzeichnung auf der linken Seite weist teilweise zuf&#228;llige Schwankungen auf, w&#228;hrend die Beispielaufzeichnung auf der rechten Seite stark periodisch ist.</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 2: Determiniertheit (Det) und durchschnittliche Pr&#228;diktionszeit (L) f&#252;r Non-Vibrato- (NoVib) und Vibrato-Gruppe (Vib). Aufnahmen mit einem Vibrato-Umfang oberhalb der Wahrnehmungsschwelle (11,25 Cent) wiesen eine signifikant h&#246;here Regelm&#228;&#223;igkeit auf, was sich in erh&#246;htem Determinism (Det) sowie h&#246;heren L-Werten zeigte.</Mark1></Pgraph></Caption>
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