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    <ArticleType>Vortrag</ArticleType>
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      <Title language="de">Einfluss der Ausf&#252;hrungsgeschwindigkeit von Messa di Voce auf die Stimmstabilit&#228;t bei gesunden, untrainierten und professionell ausgebildeten Probanden</Title>
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        <Address>LMU Klinikum, Phoniatrie und P&#228;daudiologie, M&#252;nchen, Deutschland<Affiliation>LMU Klinikum, Phoniatrie und P&#228;daudiologie, M&#252;nchen, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>jonas.kirsch&#64;med.uni-muenchen.de</Email>
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          <Affiliation>Antonio Salieri Department of Vocal Studies and Vocal Research in Music Education, mdw University of Music and Performing Arts Vienna, Wien, &#214;sterreich</Affiliation>
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          <Affiliation>Division of Phoniatrics and Pediatric Audiology, Department of Otorhinolaryngology Head &#38; Neck Surgery, University Hospital Erlangen, Friedrich-Alexander-University Erlangen-N&#252;rnberg, Erlangen, Deutschland</Affiliation>
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          <Affiliation>LMU Klinikum, Phoniatrie und P&#228;daudiologie, M&#252;nchen, Deutschland</Affiliation>
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      <DatePublished>20260826</DatePublished>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Phoniatrie und P&#228;daudiologie</MeetingCorporation>
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        <MeetingTitle>42. Wissenschaftliche Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Phoniatrie und P&#228;daudiologie (DGPP)</MeetingTitle>
        <MeetingSession>Stimme: Stimmphysiologie</MeetingSession>
        <MeetingCity>Starnberg</MeetingCity>
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          <DateFrom>20260916</DateFrom>
          <DateTo>20260919</DateTo>
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  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph><Mark1>Hintergrund:</Mark1> Das Messa di Voce (MdV) stellt eine anspruchsvolle stimmliche Aufgabe dar, bei der der Schalldruckpegel bei konstanter Tonh&#246;he gleichm&#228;&#223;ig moduliert werden muss. Trotz ihrer zentralen Bedeutung in der Stimmp&#228;dagogik und Gesangsausbildung ist die Studienlage zu MdV bislang begrenzt. Ziel der vorliegenden Untersuchung ist es daher, den Einfluss unterschiedlicher Ausf&#252;hrungsgeschwindigkeiten (schnell vs. langsam) auf Stimmstabilit&#228;tsparameter sowie das damit verbundene laryngeale Verhalten zu analysieren.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Material und Methode: </Mark1>19 gesunde Proband:innen (9 untrainierte, 10 professionell ausgebildete S&#228;nger&#47;-innen) f&#252;hrten MdV-&#220;bungen auf &#91;i:&#93; bei konstanter Grundfrequenz (&#8776;247 Hz f&#252;r Frauen, &#8776;124 Hz f&#252;r M&#228;nner) durch.</Pgraph><Pgraph>Es wurden zwei Geschwindigkeiten vorgegeben: langsam (3 s f&#252;r jeweils an- und abschwellende Phase) und schnell (1 s pro Phase). W&#228;hrend der Phonation erfolgten synchrone Messungen mittels Hochgeschwindigkeitsvideolaryngoskopie (HSV, 20 kHz), Elektroglottographie (EGG) und Audio.</Pgraph><Pgraph>Aus den HSV-Daten wurde die Glottal Area Waveform (GAW) extrahiert. Anschlie&#223;end wurden verschiedene stimmphysiologische Parameter berechnet und in Bezug zum SPL-Verlauf analysiert, darunter Open Quotient (OQ<Subscript>EGG&#47;GAW</Subscript>), Closing Quotient (ClQ<Subscript>GAW</Subscript>), Relative Average Perturbation (RAP<Subscript>Audio&#47;EGG&#47;GAW</Subscript>) sowie Sample Entropy (SE<Subscript>EGG</Subscript>). Signalabschnitte mit station&#228;rem SPL wurden ausgeschlossen. Die statistische Auswertung erfolgte mittels Korrelationsanalysen sowie Varianzanalysen mit Post-hoc-Tests.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse:</Mark1> Die tats&#228;chliche Aufgabendauer wurde von den Probanden h&#228;ufig unterschritten (ca. Faktor 0,5), wobei insbesondere bei langsamen Aufgaben teils verl&#228;ngerte Decrescendo-Phasen beobachtet wurden. Die Grundfrequenz blieb in den meisten F&#228;llen stabil, und ein Zusammenhang zwischen Vibrato und SPL-Verlauf zeigte sich nicht.</Pgraph><Pgraph>Es traten &#252;berwiegend negative Korrelationen zwischen SPL und stimmphysiologischen Parametern auf, insbesondere f&#252;r OQ und ClQ<Subscript>GAW</Subscript> sowie RAP<Subscript>Audio</Subscript>. RAP<Subscript>EGG</Subscript> und RAP<Subscript>GAW</Subscript> war hingegen nicht konsistent signifikant. Die St&#246;rungsma&#223;e zeigten geringere Werte nahe dem SPL-Maximum und erh&#246;hten Werten zu Beginn und Ende der Phonation, was sich auch in erh&#246;hter SE<Subscript>EGG</Subscript> widerspiegelte. Zus&#228;tzlich zeigte sich, dass viele Probanden mit niedrigerem SPL endeten als sie begannen.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Schlussfolgerung:</Mark1> Die Ausf&#252;hrungsgeschwindigkeit hatte keinen wesentlichen Einfluss auf die Stimmparameter. In beiden Gruppen zeigten sich &#252;berwiegend negative Zusammenh&#228;nge zwischen SPL und OQ, ClQ sowie RAP, ohne Hinweise auf abrupte SPL-spezifische Instabilit&#228;ten.</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock name="Text" linked="yes">
      <MainHeadline>Text</MainHeadline><SubHeadline>Hintergrund</SubHeadline><Pgraph>Das Messa di Voce (MdV) gilt in der westlich-klassischen Stimmausbildung als anspruchsvolle &#220;bung und die gute Ausf&#252;hrung wird h&#228;ufig als Zeichen guter Gesangstechnik verstanden. Dabei muss auf einer konstanten Tonh&#246;he die Lautst&#228;rke zun&#228;chst gleichm&#228;&#223;ig gesteigert und anschlie&#223;end wieder reduziert werden. Trotz seiner zentralen Bedeutung in der Gesangsp&#228;dagogik sind die physiologischen Mechanismen dieser Aufgabe bislang nicht vollst&#228;ndig gekl&#228;rt <TextLink reference="1"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph>Eine besondere Herausforderung besteht darin, den subglottischen Druck so zu steuern, dass die Intensit&#228;t ver&#228;ndert wird, w&#228;hrend die Grundfrequenz stabil bleibt <TextLink reference="2"></TextLink>. Dazu sind zus&#228;tzliche Anpassungen im Vokaltrakt, in der Glottiskonfiguration und in der Atemf&#252;hrung erforderlich, zumal das Lungenvolumen w&#228;hrend der Aufgabe kontinuierlich abnimmt <TextLink reference="3"></TextLink>. Mit zunehmender MdV-Kontrolle erh&#246;ht sich nicht nur der erreichbare Schalldruckpegel (SPL), sondern teilweise auch das Vibrato <TextLink reference="4"></TextLink>. Allerdings verlaufen die SPL w&#228;hrend des MdV in der Praxis h&#228;ufig nicht symmetrisch, sondern eher konvex oder konkav, was auf eine Diskrepanz zwischen subjektiver Wahrnehmung und messbarer Lautst&#228;rke hindeutet <TextLink reference="5"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph>Ein wenig untersuchter Aspekt ist die Ausf&#252;hrungsgeschwindigkeit des MdV. W&#228;hrend f&#252;r die Grundfrequenz bereits bekannt ist, dass Instabilit&#228;ten an Register&#252;berg&#228;ngen auftreten k&#246;nnen, ist unklar, ob sich bei der SPL-Modulation &#228;hnliche Effekte zeigen <TextLink reference="6"></TextLink>. F&#252;r eine l&#228;ngere Ausf&#252;hrungszeit k&#246;nnte hierbei angenommen werden, dass die Koordination der Einstellungen besser w&#228;re und es zu weniger Instabilit&#228;ten der Stimmerzeugung kommt. Die vorliegende Studie untersucht, wie sich unterschiedliche Ausf&#252;hrungsgeschwindigkeiten auf Stimmstabilit&#228;tsparameter und das laryngeale Verhalten bei MdV auswirken. Dabei werden separat untrainierte, gesunde Probanden und klassisch professionell ausgebildete S&#228;nger untersucht.</Pgraph><SubHeadline>Material und Methoden</SubHeadline><Pgraph>19 gesunde Proband&#47;-innen (9 untrainierte, 10 professionell ausgebildete S&#228;nger&#47;-innen) f&#252;hrten MdV-&#220;bungen auf &#91;i:&#93; bei konstanter Grundfrequenz (&#8776;247 Hz f&#252;r Frauen, &#8776;124 Hz f&#252;r M&#228;nner) durch. W&#228;hrenddessen wurden synchron Audioaufnahmen (Entfernung 5 cm vom Mundwinkel), Elektroglottographie (EGG) und transnasale Videoendoskopie bei 20 kHz aufgenommen. Es wurden zwei Aufgaben vorgegeben: <Mark2>langsam</Mark2>, wobei 3 s f&#252;r jeweils die an- und abschwellende SPL-Phase vorgesehen waren, und <Mark2>schnell</Mark2>, wobei die Phasen jeweils 1 s andauern sollten. Aus Audio, EGG und glottaler Fl&#228;chenfunktion (GAW, gewonnen aus dem Video) wurden Grundfrequenz (<Mark2>f</Mark2><Mark2><Subscript>o</Subscript></Mark2>), Lautst&#228;rkepegel (SPL), Offenquotient (OQ), Schlie&#223;ungsquotient (Closing Quotient, ClQ), Relative Durschnittsperturbation (Relative Average Perturbation, RAP), Sample Entropy (SE<Subscript>EGG</Subscript>, basierend auf den Fourier-Koeffizienten der EGG Zyklen <TextLink reference="7"></TextLink>) und Phonovibrogramme <TextLink reference="8"></TextLink> berechnet.</Pgraph><SubHeadline>Ergebnisse</SubHeadline><Pgraph>Bei den untrainierten Probanden wurde die vorgegebene Aufgabendauer in der schnellen Bedingung h&#228;ufig um etwa den Faktor 0,5 unterschritten. Die Grundfrequenz blieb in den meisten F&#228;llen &#252;ber beide Geschwindigkeiten hinweg stabil. Zwischen SPL und OQ sowie ClQ zeigten sich deutliche negative Korrelationen; die RAP nahm zum SPL-Maximum hin ab und anschlie&#223;end wieder zu. In der schnellen Bedingung traten insbesondere bei Frauen h&#246;here SPL-Werte und ausgepr&#228;gtere Instabilit&#228;ten auf.</Pgraph><Pgraph>Auch bei den professionell ausgebildeten S&#228;ngern bestanden negative Korrelationen zwischen SPL und OQ<Subscript>GAW</Subscript>, ClQ<Subscript>GAW</Subscript> sowie RAP<Subscript>Audio.</Subscript> RAP<Subscript>EGG</Subscript> und RAP<Subscript>GAW</Subscript> waren dagegen insgesamt niedrig und nicht konsistent signifikant. Die Phasen der MdV wurden bei den Profis tendenziell symmetrischer ausgef&#252;hrt, und h&#246;here SPL-Amplituden konnten erreicht werden. Vibrato zeigte dabei keinen relevanten Zusammenhang mit dem SPL-Verlauf.</Pgraph><SubHeadline>Diskussion</SubHeadline><Pgraph>Die Ergebnisse zeigen, dass die Lautst&#228;rkemodulation bei MdV vor allem &#252;ber glottale Anpassungen erfolgt, w&#228;hrend die Grundfrequenz &#252;ber beide Geschwindigkeiten hinweg stabil bleibt. Die negativen Zusammenh&#228;nge zwischen SPL und den Parametern OQ, ClQ sowie RAP legen nahe, dass &#196;nderungen des Schlie&#223;ungsgrades und der Schwingungsamplitude mit der Lautst&#228;rkeregelung verbunden sind.</Pgraph><Pgraph>Bei Untrainierten f&#252;hrt die schnellere Ausf&#252;hrung tendenziell zu k&#252;rzeren Phasen und st&#228;rkeren Instabilit&#228;ten, w&#228;hrend professionell ausgebildete S&#228;nger die Aufgabe zus&#228;tzlich mit &#252;berlappenden Formanten und mit gr&#246;&#223;eren SPL-Amplituden bew&#228;ltigen. Die Unterschiede zwischen den Gruppen betreffen weniger das grunds&#228;tzliche Erreichen der Aufgabe als eher die Qualit&#228;t, Stabilit&#228;t und &#214;konomie der Ausf&#252;hrung. Insgesamt legen die Befunde nahe, dass MdV eine gut kontrollierbare, aber technisch anspruchsvolle Aufgabe ist, deren Bew&#228;ltigung durch Training und Erfahrung verbessert wird. Die Geschwindigkeit der Ausf&#252;hrung wies hierbei in den gemessenen Zeitfenstern keinen deutlichen Zusammenhang mit der Stimmstabilit&#228;t auf.</Pgraph><SubHeadline>Fazit&#47;Schlussfolgerung</SubHeadline><Pgraph>Die Ausf&#252;hrungsgeschwindigkeit hat keinen wesentlichen Einfluss auf die Stimmstabilit&#228;t bei Messa di Voce. Professionell ausgebildete S&#228;nger bew&#228;ltigen die Aufgabe &#246;konomischer und mit gr&#246;&#223;erer Stabilit&#228;t als untrainierte Probanden. Die Ergebnisse unterst&#252;tzen die Einordnung der MdV als komplexe, aber bei gesunden Personen grunds&#228;tzlich gut ausf&#252;hrbare Aufgabe, deren Bew&#228;ltigung durch Training verbessert wird.</Pgraph></TextBlock>
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