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    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
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      <Title language="de">BCGitis &#8211; eine seltene und schwer zu diagnostizierende Komplikation</Title>
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      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>S&#252;dwestdeutsche Gesellschaft f&#252;r Urologie e.V.</MeetingCorporation>
        <MeetingName>66. Jahrestagung der S&#252;dwestdeutschen Gesellschaft f&#252;r Urologie e.V.</MeetingName>
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        <MeetingSession>Vortragssitzung 1: Urothelkarzinom</MeetingSession>
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    <ArticleNo>V1.8</ArticleNo>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Einleitung:</Mark1> Zur Reduktion des Rezidiv- und Progressionsrisikos nicht-muskelinvasiver Harnblasentumoren, insbesondere bei Carcinoma in situ (CIS) und high-grade Tumoren, stellt die intravesikale Instillationstherapie mit Bacillus Calmette-Gu&#233;rin (BCG) einen etablierten Therapiestandard dar. Attenuierte Mycobacterium-bovis-St&#228;mme induzieren eine lokale Immunantwort mit Zytokinfreisetzung und Rekrutierung von Immunzellen. Lokale Nebenwirkungen wie eine Zystitis sind h&#228;ufig, w&#228;hrend schwerwiegende systemische Komplikationen &#228;u&#223;erst selten auftreten.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Methode:</Mark1> Berichtet wird der Fall eines 80-j&#228;hrigen Patienten unter laufender BCG-Erhaltungstherapie bei histologisch nachgewiesenem CIS der Harnblase im Vorjahr. Nach sechsw&#246;chiger BCG-Induktionstherapie bestand im TUR Blasenmapping Tumorfreiheit, weshalb eine BCG-Erhaltungstherapie fortgef&#252;hrt wurde. Vier Tage nach der letzten BCG-Instillation erfolgte die notfallm&#228;&#223;ige station&#228;re Aufnahme bei Fieber, akutem pr&#228;renalen Nierenversagen und Hyperkalzi&#228;mie. Trotz kalkulierter intraven&#246;ser Breitbandantibiose (Meropenem, Linezolid nach vorausgegangener Cephalosporintherapie) kam es drei Wochen nach initialer Vorstellung zu einer progredienten Vigilanzminderung sowie respiratorischen Insuffizienz. Initiale Thoraxbildgebungen (R&#246;ntgen, CT) und mikrobiologische Kulturuntersuchungen (Blut, Urin, Bronchialsekret) blieben unauff&#228;llig und ohne Erregernachweis. Aufgrund der progredienten respiratorischen Partialinsuffizienz wurde eine nicht invasive Beatmung notwendig. Im weiteren Verlauf erfolgte bei einer nun vorliegenden respiratorischen Globalinsuffizienz, therapierefrakt&#228;rer Hyperkalzi&#228;mie und Niereninsuffizienz die endotracheale Intubation, Dialysetherapie sowie eine Senkung des Calciums mittels Denosumab. Zu diesem Zeitpunkt konnten in der erneuten CT-Thorax miliare pulmonale Noduli und fl&#228;chig ausgedehnte pulmonale Infiltrate nachgewiesen werden. In Zusammenschau der Befunde wurde die Diagnose einer disseminierten Mykobakteriose im Sinne einer Miliartuberkulose nach intravesikaler BCG-Therapie gestellt. Nach interdisziplin&#228;rer Fallbesprechung (Pneumologie, Nephrologie, Mikrobiologie, Intensivmedizin, Urologie) erfolgte die Umstellung auf eine antituberkul&#246;se Kombinationstherapie (Isoniazid, Rifampicin, Ethambutol), erg&#228;nzt durch systemische Kortikosteroide. Hierunter kam es zu einer radiologischen Regression der Infiltrate sowie klinischen Stabilisierung mit erfolgreicher Extubation. Die mikrobiologischen Kulturen blieben durchgehend negativ. Die Therapie wurde oral fortgef&#252;hrt, und der Patient konnte in gutem Allgemeinzustand entlassen werden. Eine erneute TUR-Blase im Verlauf best&#228;tigte die anhaltende Tumorfreiheit.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse:</Mark1> Systemische BCG-Komplikationen sind selten; das Risiko einer disseminierten Miliartuberkulose wird in der Literatur mit &#60;1&#37; angegeben. Die Diagnosestellung ist aufgrund h&#228;ufig negativer mikrobiologischer Befunde erschwert und basiert oft auf klinischer Konstellation und Bildgebung. Ein zeitlicher Zusammenhang zur k&#252;rzlich erfolgten Instillation kann richtungsweisend sein.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Schlussfolgerung:</Mark1> Die intravesikale BCG-Instillationstherapie stellt weiterhin einen essenziellen Bestandteil der Behandlung nicht-muskelinvasiver Hochrisiko-Blasentumoren dar. Bei unklarer klinischer Verschlechterung unter BCG-Therapie, insbesondere bei fehlendem Ansprechen auf Breitbandantibiose und negativen Kulturen, sollte fr&#252;hzeitig an eine systemische BCG-Komplikation bzw. disseminierte Mykobakteriose gedacht und eine antituberkul&#246;se Therapie erwogen werden.</Pgraph></TextBlock>
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