<?xml version="1.0" encoding="iso-8859-1" standalone="no"?>
<!DOCTYPE GmsArticle SYSTEM "http://www.egms.de/dtd/2.0.34/GmsArticle.dtd">
<GmsArticle xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink">
  <MetaData>
    <Identifier>25gmds168</Identifier>
    <IdentifierDoi>10.3205/25gmds168</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-25gmds1683</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
    <TitleGroup>
      <Title language="de">Chancen und H&#252;rden bei der Implementierung einer Digital Health-Anwendung in die neurologische Praxis</Title>
    </TitleGroup>
    <CreatorList>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Khodaei Dolouei</Lastname>
          <LastnameHeading>Khodaei Dolouei</LastnameHeading>
          <Firstname>Maryam</Firstname>
          <Initials>M</Initials>
        </PersonNames>
        <Address>
          <Affiliation>Institut f&#252;r Medizinische Informatik, Statistik und Epidemiologie, Universit&#228;t Leipzig, Leipzig, Germany</Affiliation>
        </Address>
        <Creatorrole corresponding="no" presenting="no">author</Creatorrole>
      </Creator>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Blume</Lastname>
          <LastnameHeading>Blume</LastnameHeading>
          <Firstname>Marie</Firstname>
          <Initials>M</Initials>
        </PersonNames>
        <Address>
          <Affiliation>Leipzig University Medical Center, Department of Neurology, Leipzig, Germany</Affiliation>
        </Address>
        <Creatorrole corresponding="no" presenting="no">author</Creatorrole>
      </Creator>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Awi&#223;us</Lastname>
          <LastnameHeading>Awi&#223;us</LastnameHeading>
          <Firstname>Eva-Carolin</Firstname>
          <Initials>EC</Initials>
        </PersonNames>
        <Address>
          <Affiliation>Leipzig University Medical Center, Department of Neurology, Leipzig, Germany</Affiliation>
        </Address>
        <Creatorrole corresponding="no" presenting="no">author</Creatorrole>
      </Creator>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Bergner</Lastname>
          <LastnameHeading>Bergner</LastnameHeading>
          <Firstname>Christa-Caroline</Firstname>
          <Initials>CC</Initials>
        </PersonNames>
        <Address>
          <Affiliation>Leipzig University Medical Center, Department of Neurology, Leipzig, Germany</Affiliation>
        </Address>
        <Creatorrole corresponding="no" presenting="no">author</Creatorrole>
      </Creator>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Meyer</Lastname>
          <LastnameHeading>Meyer</LastnameHeading>
          <Firstname>Kyrill</Firstname>
          <Initials>K</Initials>
        </PersonNames>
        <Address>
          <Affiliation>Institut f&#252;r Digitale Technologien gGmbH, Leipzig, Germany</Affiliation>
        </Address>
        <Creatorrole corresponding="no" presenting="no">author</Creatorrole>
      </Creator>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Kirsten</Lastname>
          <LastnameHeading>Kirsten</LastnameHeading>
          <Firstname>Toralf</Firstname>
          <Initials>T</Initials>
        </PersonNames>
        <Address>
          <Affiliation>Institut f&#252;r Medizinische Informatik, Statistik und Epidemiologie, Universit&#228;t Leipzig, Leipzig, Germany</Affiliation>
        </Address>
        <Creatorrole corresponding="no" presenting="no">author</Creatorrole>
      </Creator>
    </CreatorList>
    <PublisherList>
      <Publisher>
        <Corporation>
          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
        </Corporation>
        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
      </Publisher>
    </PublisherList>
    <SubjectGroup>
      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <Keyword language="de">Implementierungsforschung</Keyword>
      <Keyword language="de">K&#252;nstliche Intelligenz</Keyword>
      <Keyword language="de">Digitale Medizin</Keyword>
      <Keyword language="de">Lotsensystem</Keyword>
    </SubjectGroup>
    <DatePublishedList>
      <DatePublished>20251103</DatePublished>
    </DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
    <License license-type="open-access" xlink:href="http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/">
      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
    </License>
    <SourceGroup>
      <Meeting>
        <MeetingId>M0631</MeetingId>
        <MeetingSequence>168</MeetingSequence>
        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie</MeetingCorporation>
        <MeetingName>70. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e. V. (GMDS)</MeetingName>
        <MeetingTitle></MeetingTitle>
        <MeetingSession>PS 10: Register, Telemedizin und Sensordaten</MeetingSession>
        <MeetingCity>Jena</MeetingCity>
        <MeetingDate>
          <DateFrom>20250907</DateFrom>
          <DateTo>20250911</DateTo>
        </MeetingDate>
      </Meeting>
    </SourceGroup>
    <ArticleNo>Abstr. 66</ArticleNo>
  </MetaData>
  <OrigData>
    <TextBlock name="Text" linked="yes">
      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Einleitung:</Mark1> F&#252;r &#228;rztliches Personal ist das Erkennen  seltener Erkrankungen oft herausfordernd, was zu erheblichen Verz&#246;gerungen bei &#220;berweisungen an spezialisierte Zentren und der Diagnosestellung f&#252;hren kann <TextLink reference="1"></TextLink>. Zur Unterst&#252;tzung wurde am Beispiel der Leukodystrophien die LeukoExpert-Adviser App als digitales Lotsensystem entwickelt <TextLink reference="2"></TextLink>. Damit Digital-Health-Anwendungen ihr Potenzial in der Patientenversorgung entfalten k&#246;nnen, sind Strategien zur nachhaltigen Integration in den Praxisalltag erforderlich. Das Einf&#252;hren medizinischer Innovationen in die Routineversorgung dauert im Schnitt 17 bis 20 Jahre und erreicht nur selten breite Anwendung <TextLink reference="3"></TextLink>. Ziel der nachfolgenden Studie ist es, die Einf&#252;hrung des LeukoExpert-Advisers in ein Praxisnetzwerk mit sechs Standorten wissenschaftlich zu begleiten, Erfolgsfaktoren und Barrieren zu identifizieren und so die Implementierung innovativer Technologien in der Prim&#228;rversorgung zu f&#246;rdern.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Methoden:</Mark1> Im Vorfeld wurden rechtliche, technische und organisatorische Rahmenbedingungen f&#252;r die Eingliederung der App in den Partnerpraxen gekl&#228;rt. Mittels Feedbackrunden und Frageb&#246;gen wurde mit der Nutzergruppe der App, Neurologinnen und Neurologen eines mitteldeutschen Praxisverbunds, eine Anforderungsanalyse durchgef&#252;hrt. Bereits vor Beginn der Nutzungsphase wurden &#196;nderungen an der App vorgenommen, damit sie sich optimal in die Arbeitsprozesse der Praxen einf&#252;gt und einen Mehrwert bietet. Zu Beginn der Implementierung wurden die &#196;rztinnen und &#196;rzte zu ihrem ersten Eindruck der Funktionen, Benutzerfreundlichkeit und visuellen &#196;sthetik der App als auch zu ihrer Technikaffinit&#228;t befragt. Der Implementierungszeitraum umfasst etwa 3,5 Monate. Eine Abschlussbefragung und die Auswertung aufgenommener Nutzungsparameter sind f&#252;r Juli 2025 geplant.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse:</Mark1> Die Vorbefragung ergab, dass das &#228;rztliche Personal des Praxisverbunds bereit ist, durchschnittlich 3,5 Minuten f&#252;r die Nutzung der App und 18 Minuten f&#252;r die Einarbeitung aufzuwenden. Die Mehrheit bevorzugt eine Einf&#252;hrung des digitalen Lotsensystems &#252;ber einen Workshop, 20&#37; w&#252;nschen sich ein Videoformat. Insgesamt nahmen sieben der zw&#246;lf Personen aktiv an der Studie teil. Zu Beginn der Implementierungsphase wurden die visuelle Gestaltung sowie die Integration in das Praxisverwaltungssystem mehrheitlich positiv bewertet. Der voraussichtliche Zeitaufwand f&#252;r die Nutzung wurde durchschnittlich auf sieben Minuten gesch&#228;tzt und &#252;berstieg damit den als angemessen empfundenen Zeitrahmen. Die Technikaffinit&#228;t variiert innerhalb der Anwendergruppe. In den ersten vier Wochen nach Einf&#252;hrung gab es keine Supportanfragen.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Diskussion:</Mark1> Die Einf&#252;hrung digitaler Anwendungen im Gesundheitswesen scheitert oft weniger an der technischen Realisierbarkeit, als an organisatorischen und rechtlichen Rahmenbedingungen. So musste beispielsweise die urspr&#252;nglich vorgesehene KI-gest&#252;tzte Lotsenfunktion der App im Rahmen der Implementierungsstudie entfernt werden, da sie rechtliche Implikationen aufwies. Dadurch ging ein zentraler Mehrwert f&#252;r die Nutzergruppe verloren. Gleichzeitig erfordert der hektische Arbeitsalltag in medizinischen Praxen, dass der Nutzen der eingef&#252;hrten App den zus&#228;tzlichen Aufwand rechtfertigt. Um die Akzeptanz zu f&#246;rdern, mussten daher zus&#228;tzliche Mehrwerte geschaffen werden, wenngleich das Potential einer langfristigen Arbeitsentlastung und verbesserten Patientenversorgung ein Motivationsfaktor f&#252;r das Mitwirken an der experimentellen Einf&#252;hrung digitaler Anwendungen in die Praxis darstellt.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Schlussfolgerung:</Mark1> Eine erfolgreiche Implementierung erfordert einen klar erkennbaren Nutzen, eine nahtlose Integration in bestehende Systeme sowie eine enge Zusammenarbeit mit den Anwendungspartnern, um die spezifischen Bed&#252;rfnisse der Praxen zu adressieren und die langfristige Akzeptanz sicherzustellen. Das Potenzial KI-gest&#252;tzter Anwendungen bleibt ungenutzt, wenn rechtliche H&#252;rden und Zertifizierungspflichten ihren Einsatz erschweren.</Pgraph><Pgraph>Die Autoren geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.</Pgraph><Pgraph>Die Autoren geben an, dass ein positives Ethikvotum vorliegt.</Pgraph></TextBlock>
    <References linked="yes">
      <Reference refNo="1">
        <RefAuthor>Faye F</RefAuthor>
        <RefAuthor>Crocione C</RefAuthor>
        <RefAuthor>Anido de Pe&#241;a R</RefAuthor>
        <RefAuthor>Bellagambi S</RefAuthor>
        <RefAuthor>Escati Pe&#241;aloza L</RefAuthor>
        <RefAuthor>Hunter A</RefAuthor>
        <RefAuthor></RefAuthor>
        <RefTitle>Time to diagnosis and determinants of diagnostic delays of people living with a rare disease: results of a Rare Barometer retrospective patient survey</RefTitle>
        <RefYear>2024</RefYear>
        <RefJournal>Eur J Hum Genet</RefJournal>
        <RefPage>1116&#8211;26</RefPage>
        <RefTotal>Faye F, Crocione C, Anido de Pe&#241;a R, Bellagambi S, Escati Pe&#241;aloza L, Hunter A, et al. Time to diagnosis and determinants of diagnostic delays of people living with a rare disease: results of a Rare Barometer retrospective patient survey. Eur J Hum Genet. 2024 Sep;32(9):1116&#8211;26. DOI: 10.1038&#47;s41431-024-01604-z</RefTotal>
        <RefLink>http:&#47;&#47;dx.doi.org&#47;10.1038&#47;s41431-024-01604-z</RefLink>
      </Reference>
      <Reference refNo="2">
        <RefAuthor>Bundesministerium f&#252;r Gesundheit</RefAuthor>
        <RefTitle></RefTitle>
        <RefYear></RefYear>
        <RefBookTitle>KI-basierte Diagnoseunterst&#252;tzung bei Seltenen Erkrankungen am Beispiel der Seltenen Erkrankung Leukodystrophie (Leuko-Expert)</RefBookTitle>
        <RefPage></RefPage>
        <RefTotal>Bundesministerium f&#252;r Gesundheit. KI-basierte Diagnoseunterst&#252;tzung bei Seltenen Erkrankungen am Beispiel der Seltenen Erkrankung Leukodystrophie (Leuko-Expert). Bonn: Bundesministerium f&#252;r Gesundheit; &#91;updated 2024 Feb 10; cited 2025 Apr 10&#93;. Available from: https:&#47;&#47;www.bundesgesundheitsministerium.de&#47;ministerium&#47;ressortforschung&#47;handlungsfelder&#47;forschungsschwerpunkte&#47;digitale-innovation&#47;modul-3-smarte-algorithmen-und-expertensysteme&#47;leuko-expert.html</RefTotal>
        <RefLink>https:&#47;&#47;www.bundesgesundheitsministerium.de&#47;ministerium&#47;ressortforschung&#47;handlungsfelder&#47;forschungsschwerpunkte&#47;digitale-innovation&#47;modul-3-smarte-algorithmen-und-expertensysteme&#47;leuko-expert.html</RefLink>
      </Reference>
      <Reference refNo="3">
        <RefAuthor>Bauer MS</RefAuthor>
        <RefAuthor>Kirchner J</RefAuthor>
        <RefTitle>Implementation science: What is it and why should I care&#63;</RefTitle>
        <RefYear>2020</RefYear>
        <RefJournal>Psychiatry Res</RefJournal>
        <RefPage>112376</RefPage>
        <RefTotal>Bauer MS, Kirchner J. Implementation science: What is it and why should I care&#63; Psychiatry Res. 2020 Jan;283:112376. DOI: 10.1016&#47;j.psychres.2019.04.025</RefTotal>
        <RefLink>http:&#47;&#47;dx.doi.org&#47;10.1016&#47;j.psychres.2019.04.025</RefLink>
      </Reference>
    </References>
    <Media>
      <Tables>
        <NoOfTables>0</NoOfTables>
      </Tables>
      <Figures>
        <NoOfPictures>0</NoOfPictures>
      </Figures>
      <InlineFigures>
        <NoOfPictures>0</NoOfPictures>
      </InlineFigures>
      <Attachments>
        <NoOfAttachments>0</NoOfAttachments>
      </Attachments>
    </Media>
  </OrigData>
</GmsArticle>