<?xml version="1.0" encoding="iso-8859-1" standalone="no"?>
<!DOCTYPE GmsArticle SYSTEM "http://www.egms.de/dtd/2.0.34/GmsArticle.dtd">
<GmsArticle xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink">
  <MetaData>
    <Identifier>25gmds102</Identifier>
    <IdentifierDoi>10.3205/25gmds102</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-25gmds1028</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
    <TitleGroup>
      <Title language="de">Interviews zur nutzerorientierten Entwicklung pro-adaptiver kognitiver Assistenzsysteme: Bed&#252;rfnisse von Alzheimer-Patienten</Title>
    </TitleGroup>
    <CreatorList>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Grashof</Lastname>
          <LastnameHeading>Grashof</LastnameHeading>
          <Firstname>Robin</Firstname>
          <Initials>R</Initials>
        </PersonNames>
        <Address>
          <Affiliation>Hochschule Niederrhein, Krefeld, Germany</Affiliation>
        </Address>
        <Creatorrole corresponding="no" presenting="no">author</Creatorrole>
      </Creator>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Yavuz</Lastname>
          <LastnameHeading>Yavuz</LastnameHeading>
          <Firstname>Sinan</Firstname>
          <Initials>S</Initials>
        </PersonNames>
        <Address>
          <Affiliation>Hochschule Niederrhein, Krefeld, Germany</Affiliation>
        </Address>
        <Creatorrole corresponding="no" presenting="no">author</Creatorrole>
      </Creator>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Gr&#228;bel</Lastname>
          <LastnameHeading>Gr&#228;bel</LastnameHeading>
          <Firstname>Jens</Firstname>
          <Initials>J</Initials>
        </PersonNames>
        <Address>
          <Affiliation>Hochschule Niederrhein, Krefeld, Germany</Affiliation>
        </Address>
        <Creatorrole corresponding="no" presenting="no">author</Creatorrole>
      </Creator>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Breil</Lastname>
          <LastnameHeading>Breil</LastnameHeading>
          <Firstname>Bernhard</Firstname>
          <Initials>B</Initials>
        </PersonNames>
        <Address>
          <Affiliation>Hochschule Niederrhein, Krefeld, Germany</Affiliation>
        </Address>
        <Creatorrole corresponding="no" presenting="no">author</Creatorrole>
      </Creator>
    </CreatorList>
    <PublisherList>
      <Publisher>
        <Corporation>
          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
        </Corporation>
        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
      </Publisher>
    </PublisherList>
    <SubjectGroup>
      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <Keyword language="de">Anforderungsanalyse</Keyword>
      <Keyword language="de">Alzheimer-Demenz</Keyword>
      <Keyword language="de">digitale Assistenzsysteme</Keyword>
    </SubjectGroup>
    <DatePublishedList>
      <DatePublished>20251103</DatePublished>
    </DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
    <License license-type="open-access" xlink:href="http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/">
      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
    </License>
    <SourceGroup>
      <Meeting>
        <MeetingId>M0631</MeetingId>
        <MeetingSequence>102</MeetingSequence>
        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie</MeetingCorporation>
        <MeetingName>70. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e. V. (GMDS)</MeetingName>
        <MeetingTitle></MeetingTitle>
        <MeetingSession>PS 1: Assistenzsysteme &#38; Entscheidungsunterst&#252;tzung</MeetingSession>
        <MeetingCity>Jena</MeetingCity>
        <MeetingDate>
          <DateFrom>20250907</DateFrom>
          <DateTo>20250911</DateTo>
        </MeetingDate>
      </Meeting>
    </SourceGroup>
    <ArticleNo>Abstr. 293</ArticleNo>
  </MetaData>
  <OrigData>
    <TextBlock name="Text" linked="yes">
      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Einleitung:</Mark1> Im Projekt Zentrum Assistive Technologien Rhein-Ruhr werden pro-adaptive kognitive Assistenzsysteme (Pro-CAT &#61; pro-adaptive cognitive assistive technologies) erforscht und entwickelt. Diese Systeme sollen mithilfe k&#252;nstlicher Intelligenz ihre Unterst&#252;tzung an die aktuellen Bed&#252;rfnisse des Nutzers anpassen, indem sie den individuellen Unterst&#252;tzungsbedarf, beispielsweise aufgrund degenerativer Erkrankungen, vorhersagen. W&#228;hrend bereits Assistenzsysteme f&#252;r &#228;ltere Menschen existieren <TextLink reference="1"></TextLink>, sollen Pro-CAT in einem Szenario mit station&#228;r versorgten Menschen mit Alzheimer-Demenz entwickelt werden.</Pgraph><Pgraph>Die fr&#252;hzeitige Einbindung von Demenz-Patienten ist wichtig, aber gegenw&#228;rtig noch unzureichend umgesetzt <TextLink reference="2"></TextLink>. Daher fokussieren wir auf eine partizipative Anforderungsanalyse mit Alzheimer-Patienten, um sicherzustellen, dass die entwickelten Pro-CAT technisch innovativ sowie alltagsrelevant sind und den tats&#228;chlichen Bed&#252;rfnissen der Nutzer entsprechen.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Methoden:</Mark1> Zur systematischen Erfassung des Unterst&#252;tzungsbedarfes von Menschen mit Alzheimer-Demenz wurden zun&#228;chst relevante (Lebens-) Bereiche identifiziert. Hierzu erfolgte eine Analyse neuropsychiatrischer Symptome gem&#228;&#223; der Diagnosekriterien nach ICD <TextLink reference="3"></TextLink> erg&#228;nzt durch die neuropsychiatrische Struktur der Erkrankung <TextLink reference="4"></TextLink> und Richtlinien zur Vergabe der Pflegegrade in Deutschland <TextLink reference="5"></TextLink>. Basierend auf diesen Quellen wurden Cluster potenzieller Unterst&#252;tzungsbereiche gebildet, indem </Pgraph><Pgraph><OrderedList><ListItem level="1" levelPosition="1" numString="1.">einzelne Symptome und Unterst&#252;tzungsbedarfe gesammelt, </ListItem><ListItem level="1" levelPosition="2" numString="2.">nach Messbarkeit und Adressierbarkeit im Rahmen kognitiver Assistenzsysteme gefiltert und </ListItem><ListItem level="1" levelPosition="3" numString="3.">diese zu heuristischen Clustern zusammengefasst wurden. </ListItem></OrderedList></Pgraph><Pgraph>Auf Grundlage dieser Cluster wurde ein strukturiertes Interview entwickelt. Die Fragen wurden offen formuliert, um individuelle Bedarfe und Herausforderungen erfassen zu k&#246;nnen. Die Interviews (durchschnittlich ca. 24 min) wurden mit sechs Bewohnern (durchschnittliches Alter &#61; 81.5 Jahre, f&#252;nf weiblich, leichte bis moderate dementielle Symptome) eines Seniorenwohnheims durchgef&#252;hrt, um erste qualitative Daten zur praktischen Relevanz der identifizierten Unterst&#252;tzungsbereiche zu gewinnen. Die Interviews wurden transkribiert, die Antworten den Clustern zugeordnet und Mehrfachnennungen dokumentiert.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse:</Mark1> Die kognitive Leistungsf&#228;higkeit und das Ged&#228;chtnis sollen durch einfach zu bedienende kognitive Trainings erhalten bleiben. Das Pro-CAT soll den Nutzer regelm&#228;&#223;ig motivieren und, durch Integration bekannter Spiele, Gamification nutzen. Die Biografie des Nutzers wird zur gezielten Ged&#228;chtnisf&#246;rderung genutzt.</Pgraph><Pgraph>Soziale Interaktion wird durch Telefonate und Chats gef&#246;rdert, wobei das Pro-CAT intelligente Kontaktvorschl&#228;ge macht. Eine Smartwatch erinnert per Vibration oder Ton an Fl&#252;ssigkeitsaufnahme und regt zu Bewegung und Partizipation an. Ein Pro-CAT passt sich der Tagesform an, empfiehlt Pausen und agiert zur&#252;ckhaltend, wenn keine Erinnerungen erw&#252;nscht sind.</Pgraph><Pgraph>Eine interaktive Termin&#252;bersicht weist auf anstehende und vergessene Aufgaben hin. Schlafprobleme werden durch beruhigende Geschichten oder Musik adressiert. Bei &#196;ngsten oder Trauer setzt das System auf Gespr&#228;che, positive Aspekte und Ablenkung. Unruhe und Aggressivit&#228;t werden durch Feedback zur Gef&#252;hlslage reguliert Ein Notfallknopf erm&#246;glicht jederzeit das Rufen von medizinischem Personal.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Diskussion:</Mark1> Die Zielgruppe hat aufgrund ihres Alters teils Erfahrung mit Technologie und ggf. aufgrund der Alzheimer-Symptomatik Probleme, das Ziel der Fragen zu abstrahieren. Daher ist es schwer, sicherzustellen, ausreichend unterst&#252;tzenden Kontext zu geben und gleichzeitig nicht zu suggestiv zu fragen. Beispielsweise wurde mehrfach im Verlauf der Gespr&#228;che eine pers&#246;nliche Erfahrung mit einem Notfallknopf genannt, aber nie zu Beginn des Interviews auf die Frage, welche Vorerfahrung man mit technischen Hilfsmitteln habe.</Pgraph><Pgraph>Aspekte wie Gamification, Erinnerungen, Wearables und Notfallkn&#246;pfe sind etablierter <TextLink reference="1"></TextLink>, w&#228;hrend die emotionale Adressierung und Pro-Adaptivit&#228;t teilweise neuartig sind.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Schlussfolgerung:</Mark1> Ein Pro-CAT sollte individuelle Erinnerungen, Bewegungsvorschl&#228;ge und Unterst&#252;tzung bei emotionalen Herausforderungen bieten, w&#228;hrend es sich an die Nutzerbed&#252;rfnisse anpasst.</Pgraph><Pgraph>Die Autoren geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.</Pgraph><Pgraph>Die Autoren geben an, dass kein Ethikvotum erforderlich ist.</Pgraph></TextBlock>
    <References linked="yes">
      <Reference refNo="1">
        <RefAuthor>Stavropoulos TG</RefAuthor>
        <RefAuthor>Papastergiou A</RefAuthor>
        <RefAuthor>Mpaltadoros L</RefAuthor>
        <RefAuthor>Nikolopoulos S</RefAuthor>
        <RefAuthor>Kompatsiaris I</RefAuthor>
        <RefTitle>IoT Wearable Sensors and Devices in Elderly Care: A Literature Review</RefTitle>
        <RefYear>2020</RefYear>
        <RefJournal>Sensors (Basel, Switzerland)</RefJournal>
        <RefPage>2826</RefPage>
        <RefTotal>Stavropoulos TG, Papastergiou A, Mpaltadoros L, Nikolopoulos S, Kompatsiaris I. IoT Wearable Sensors and Devices in Elderly Care: A Literature Review. Sensors (Basel, Switzerland). 2020;20(10):2826.</RefTotal>
      </Reference>
      <Reference refNo="2">
        <RefAuthor>Holthe T</RefAuthor>
        <RefAuthor>Halvorsrud L</RefAuthor>
        <RefAuthor>Karterud D</RefAuthor>
        <RefAuthor>Hoel KA</RefAuthor>
        <RefAuthor>Lund A</RefAuthor>
        <RefTitle>Usability and acceptability of technology for community-dwelling older adults with mild cognitive impairment and dementia: a systematic literature review</RefTitle>
        <RefYear>2018</RefYear>
        <RefJournal>CIA</RefJournal>
        <RefPage>863&#8211;86</RefPage>
        <RefTotal>Holthe T, Halvorsrud L, Karterud D, Hoel KA, Lund A. Usability and acceptability of technology for community-dwelling older adults with mild cognitive impairment and dementia: a systematic literature review. CIA. 2018 May;13:863&#8211;86.</RefTotal>
      </Reference>
      <Reference refNo="3">
        <RefAuthor>World Health Organization</RefAuthor>
        <RefTitle>Chapter V Mental and behavioural disorders (F00-F99)</RefTitle>
        <RefYear>https:&#47;&#47;icd</RefYear>
        <RefBookTitle>ICD-10 Version:2019</RefBookTitle>
        <RefPage></RefPage>
        <RefTotal>World Health Organization. ICD-10 Version:2019. Chapter V Mental and behavioural disorders (F00-F99). &#91;cited 2025 Feb 10&#93;. Available from: https:&#47;&#47;icd.who.int&#47;browse10&#47;2019&#47;en&#35;&#47;F00-F09</RefTotal>
        <RefLink>https:&#47;&#47;icd.who.int&#47;browse10&#47;2019&#47;en&#35;&#47;F00-F09</RefLink>
      </Reference>
      <Reference refNo="4">
        <RefAuthor>Hiu SKW</RefAuthor>
        <RefAuthor>Bigirumurame T</RefAuthor>
        <RefAuthor>Kunonga P</RefAuthor>
        <RefAuthor>Bryant A</RefAuthor>
        <RefAuthor>Pillai M</RefAuthor>
        <RefTitle>Neuropsychiatric Inventory domains cluster into neuropsychiatric syndromes in Alzheimer&#8217;s disease: A systematic review and meta-analysis</RefTitle>
        <RefYear>2022</RefYear>
        <RefJournal>Brain and behavior</RefJournal>
        <RefPage>e2734</RefPage>
        <RefTotal>Hiu SKW, Bigirumurame T, Kunonga P, Bryant A, Pillai M. Neuropsychiatric Inventory domains cluster into neuropsychiatric syndromes in Alzheimer&#8217;s disease: A systematic review and meta-analysis. Brain and behavior. 2022;12(9):e2734.</RefTotal>
      </Reference>
      <Reference refNo="5">
        <RefAuthor>Medizinischer Dienst Bund</RefAuthor>
        <RefTitle></RefTitle>
        <RefYear>2024</RefYear>
        <RefBookTitle>Richtlinien des Medizinischen Dienstes Bund zur Feststellung der Pflegebed&#252;rftigkeit nach dem XI. Buch des Sozialgesetzbuches</RefBookTitle>
        <RefPage></RefPage>
        <RefTotal>Medizinischer Dienst Bund. Richtlinien des Medizinischen Dienstes Bund zur Feststellung der Pflegebed&#252;rftigkeit nach dem XI. Buch des Sozialgesetzbuches. 2024.</RefTotal>
      </Reference>
    </References>
    <Media>
      <Tables>
        <NoOfTables>0</NoOfTables>
      </Tables>
      <Figures>
        <NoOfPictures>0</NoOfPictures>
      </Figures>
      <InlineFigures>
        <NoOfPictures>0</NoOfPictures>
      </InlineFigures>
      <Attachments>
        <NoOfAttachments>0</NoOfAttachments>
      </Attachments>
    </Media>
  </OrigData>
</GmsArticle>