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    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-25gmds1002</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
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      <Title language="de">Einsatz digitaler Assistenzsysteme in der h&#228;uslichen Pflege</Title>
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          <Lastname>Begovic</Lastname>
          <LastnameHeading>Begovic</LastnameHeading>
          <Firstname>Ajla</Firstname>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
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        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
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      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <Keyword language="de">digitale Assistenzsysteme</Keyword>
      <Keyword language="de">h&#228;usliche Pflege</Keyword>
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      <DatePublished>20251103</DatePublished>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingId>M0631</MeetingId>
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        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie</MeetingCorporation>
        <MeetingName>70. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e. V. (GMDS)</MeetingName>
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        <MeetingSession>PS 1: Assistenzsysteme &#38; Entscheidungsunterst&#252;tzung</MeetingSession>
        <MeetingCity>Jena</MeetingCity>
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          <DateFrom>20250907</DateFrom>
          <DateTo>20250911</DateTo>
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    <ArticleNo>Abstr. 189</ArticleNo>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph>Die Zahl pflegebed&#252;rftiger Menschen in Deutschland steigt stetig, w&#228;hrend die Anzahl qualifizierter Pflegekr&#228;fte weiter abnimmt <TextLink reference="1"></TextLink>, <TextLink reference="2"></TextLink>. Gleichzeitig w&#228;chst der Wunsch vieler Betroffener, m&#246;glichst lange in den eigenen vier W&#228;nden versorgt zu werden <TextLink reference="3"></TextLink>. Digitale Assistenzsysteme gelten in diesem Zusammenhang als vielversprechende L&#246;sung, um die Autonomie und Lebensqualit&#228;t Pflegebed&#252;rftiger zu unterst&#252;tzen <TextLink reference="4"></TextLink>. Allerdings bleibt unklar, inwieweit diese Technologien tats&#228;chlich den individuellen Bed&#252;rfnissen der Betroffenen entsprechen <TextLink reference="5"></TextLink>. Ziel dieser Arbeit ist es daher, die Anforderungen pflegebed&#252;rftiger Menschen an digitale Assistenzsysteme zu untersuchen und m&#246;gliche Gr&#252;nde f&#252;r ihre bisher begrenzte Nutzung in der h&#228;uslichen Pflege zu identifizieren.</Pgraph><Pgraph>Die zentrale Forschungsfrage lautet: Inwiefern entsprechen digitale Assistenzsysteme in der h&#228;uslichen Pflege den Bed&#252;rfnissen pflegebed&#252;rftiger Menschen&#63;</Pgraph><Pgraph>Im Rahmen eines Mixed-Methods-Ansatzes wurden eine umfassende Literaturrecherche, eine schriftliche Befragung mit 62 ausgewerteten Umfragen sowie qualitative Interviews mit vier pflegebed&#252;rftigen Personen und einem Experten durchgef&#252;hrt. Die Ergebnisse machen deutlich, dass trotz des Potenzials digitaler Assistenzsysteme noch erheblicher Verbesserungsbedarf besteht, um den Bed&#252;rfnissen pflegebed&#252;rftiger Menschen umfassend gerecht zu werden &#8211; insbesondere in den Bereichen Aufkl&#228;rung, Kosten und Benutzerfreundlichkeit. Vor allem &#228;ltere und technikferne Nutzergruppen, die den Gro&#223;teil der pflegebed&#252;rftigen Bev&#246;lkerung ausmachen, begegnen digitalen Technologien h&#228;ufig mit Skepsis, was nicht selten bei der Nutzung zu &#220;berforderung statt zur erhofften Entlastung f&#252;hrt. Gleichzeitig werden Notrufsysteme &#252;berwiegend als hilfreich wahrgenommen werden, w&#228;hrend digitale L&#246;sungen in Bereichen wie der Wundversorgung und der zwischenmenschlichen Betreuung nur geringe Akzeptanz finden. Zudem wird die Gefahr einer verst&#228;rkten sozialen Isolation durch den Einsatz solcher Technologien kritisch betrachtet. Deutlich wird, dass f&#252;r die kommenden Generation dieser Herausforderungen in geringerem Ma&#223;e bestehen werden, da sie mit digitalen Technologien aufw&#228;chst. Dennoch besteht akuter Handlungsbedarf, um die aktuelle Generation pflegebed&#252;rftiger Menschen besser zu unterst&#252;tzen. Gezielte Aufkl&#228;rung und eine st&#228;rkere Sensibilisierung der Gesellschaft f&#252;r dieses Thema sowie eine verbesserte finanzielle F&#246;rderung k&#246;nnen damit dazu beitragen, Ber&#252;hrungs&#228;ngste abzubauen und die Akzeptanz zu erh&#246;hen. Ebenso ist es entscheidend, die digitalen Kompetenzen pflegebed&#252;rftiger Menschen zu f&#246;rdern, um ihnen den Zugang zu und den selbstbestimmten Umgang mit digitalen Assistenzsystemen zu erleichtern. Dar&#252;ber hinaus sind modulare, benutzerfreundliche und leicht zug&#228;ngliche L&#246;sungen f&#252;r die heterogene Zielgruppe erforderlich, um Barrieren zu &#252;berwinden.</Pgraph><Pgraph>Die Ergebnisse dieser Arbeit liefern wichtige Anregungen f&#252;r die Weiterentwicklung digitaler Assistenzsysteme und ihre langfristige Integration in die h&#228;usliche Pflege. Besonders die verst&#228;rkte Implementierung digitaler Pflegeanwendungen (DiPA) sollte in zuk&#252;nftiger Forschung st&#228;rker ber&#252;cksichtigt werden, da sie sowohl zur Sensibilisierung der Gesellschaft f&#252;r digitale Assistenzsysteme als auch zur Kl&#228;rung finanzieller und nutzerbezogener Herausforderungen beitragen kann.</Pgraph><Pgraph>Die Autorin gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht.</Pgraph><Pgraph>Die Autorin gibt an, dass kein Ethikvotum erforderlich ist.</Pgraph></TextBlock>
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        <RefAuthor>Statistisches Bundesamt</RefAuthor>
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        <RefBookTitle>Pflegevorausberechnung: 1,8 Millionen mehr Pflegebed&#252;rftige bis zum Jahr 2055 zu erwarten</RefBookTitle>
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        <RefTotal>Statistisches Bundesamt. Pflegevorausberechnung: 1,8 Millionen mehr Pflegebed&#252;rftige bis zum Jahr 2055 zu erwarten.  Verf&#252;gbar unter: https:&#47;&#47;www.destatis.de&#47;DE&#47;Presse&#47;Pressemitteilungen&#47;2023&#47;03&#47;PD23&#95;124&#95;12.html</RefTotal>
        <RefLink>https:&#47;&#47;www.destatis.de&#47;DE&#47;Presse&#47;Pressemitteilungen&#47;2023&#47;03&#47;PD23&#95;124&#95;12.html</RefLink>
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        <RefBookTitle>Bedarf und Angebot an Pflegekr&#228;ften in Deutschland bis 2049</RefBookTitle>
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        <RefTotal>Statista. Bedarf und Angebot an Pflegekr&#228;ften in Deutschland bis 2049. Statista; 2024. Verf&#252;gbar unter: https:&#47;&#47;de.statista.com&#47;statistik&#47;daten&#47;studie&#47;172651&#47;umfrage&#47;bedarf-an-pflegekraeften-2025&#47;</RefTotal>
        <RefLink>https:&#47;&#47;de.statista.com&#47;statistik&#47;daten&#47;studie&#47;172651&#47;umfrage&#47;bedarf-an-pflegekraeften-2025&#47;</RefLink>
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