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    <IdentifierDoi>10.3205/25gmds097</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-25gmds0971</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
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      <Title language="de">Digitale Innovation und Infrastruktur in der Epileptologie &#8211; eine Statuserhebung unter den Epilepsiezentren und Epilepsieschwerpunktpraxen der D-A-CH-L&#228;nder</Title>
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      <Keyword language="de">Epilepsie</Keyword>
      <Keyword language="de">digitale Medizin</Keyword>
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      <DatePublished>20251103</DatePublished>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingSequence>097</MeetingSequence>
        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie</MeetingCorporation>
        <MeetingName>70. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e. V. (GMDS)</MeetingName>
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        <MeetingSession>PS 1: Assistenzsysteme &#38; Entscheidungsunterst&#252;tzung</MeetingSession>
        <MeetingCity>Jena</MeetingCity>
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          <DateFrom>20250907</DateFrom>
          <DateTo>20250911</DateTo>
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    <ArticleNo>Abstr. 105</ArticleNo>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Einleitung:</Mark1> Die Digitalisierung und der technische Fortschritt haben in den letzten Jahren in der Behandlung und dem Management von Menschen mit Epilepsie einen wichtigen Platz eingenommen. Damit neue Technologien zu einer Verbesserung der Epilepsiepatient&#42;innenversorgung betragen k&#246;nnen, m&#252;ssen diese in die vorhandenen Versorgungsstrukturen integriert werden <TextLink reference="1"></TextLink>. Im Rahmen einer Statuserhebung unter den Epilepsiezentren und Epilepsieschwerpunktpraxen der D-A-CH-L&#228;nder (Deutschland, &#214;sterreich, Schweiz) sollen die aktuellen Versorgungsstrukturen der Einrichtungen, aufkommende digitale Weiterentwicklungen sowie die pers&#246;nliche Einsch&#228;tzung erfasst werden. Die Erkenntnisse dienen dazu, den aktuellen Status, die zuk&#252;nftige Ausrichtung und den Einsatz digitaler L&#246;sungen in der Behandlung von Epilepsiepatienten zu verdeutlichen.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Methoden:</Mark1> Es wurde eine IST-Erhebung auf Basis der Kategorien Versorgung, Digitalisierung, Forschung, Bedarf sowie Einstellung als online-Fragebogen in SosciSurvey durchgef&#252;hrt. Zielgruppe waren die Leiter&#42;innen, Mediziner&#42;innen und an der Behandlung beteiligtes Personal der Epilepsiezentren und Epilepsieschwerpunktpraxen. Folgende Themenbereiche wurden abgefragt: Demografische Angaben, Versorgungsstrukturen, Technologien f&#252;r das Selbstmanagement der Epilepsie, Entscheidungsunterst&#252;tzung (CDSS), Forschung, Verbesserungen und Herausforderungen in der Patientenversorgung und Bewertung der Digitalisierung in der Epileptologie. Angaben zur Versorgung in den jeweiligen epileptologischen Einrichtung und Besprechungsformaten f&#252;r komplexe F&#228;lle wurden nur einmalig pro Einrichtung von der jeweiligen Leitung beantwortet. Die Auswertung erfolgt deskriptiv sowie durch Kategorisierung von Freitextantworten.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse:</Mark1> Die Umfrage wurde an 130 Leiter&#42;innen (71 Epilepsiezentren und 59 Epilepsieschwerpunktpraxen) per E-Mail oder postalisch mit der Bitte um Weiterleitung an die Mitarbeiter&#42;innen versandt. Die R&#252;cklaufquote lag bei 32,3&#37; (42 Einrichtungen (Epilepsiezentren&#61;32, Epilepsieschwerpunktpraxen&#61;10)). Der Fragebogen wurde von 65 Teilnehmern (39 Leiter&#42;innen, 26 Mitarbeiter&#42;innen) ausgef&#252;llt.</Pgraph><Pgraph>Laut Angaben der Befragten bieten 38&#37; der Einrichtungen Online-Video-Sprechstunden an. Der eArztbrief und das eRezept sind in den Praxen bereits zu 89&#37; bzw. 100&#37; im Einsatz, in den Zentren hingegen erst zu 20&#37; bzw. 47&#37;. In 93&#37; der Kliniken erfolgen Fallbesprechungen, wobei sich die Vorbereitungszeit pro Fall bei 70&#37; der Befragten auf 11&#8211;30 Minuten bel&#228;uft.</Pgraph><Pgraph>Die Teilnehmer&#42;innen gaben an, zu 94&#37; eine (sehr) positive Einstellung gegen&#252;ber Digitalisierung zu haben. Als zuk&#252;nftig wichtigste Themen wurden Systeme zur integrierten Darstellung genetischer sowie Bild- und Labordaten angegeben. Technologien wie Apps und Medizinger&#228;te f&#252;r das Selbstmanagement wurden von 68&#37; der Mediziner&#42;innen verschrieben. Die Verl&#228;sslichkeit der aus verschriebenen Medizinprodukten stammenden Daten wird von 40&#37; der Mediziner&#42;innen auf Konsistenz mit anderen Befunden gepr&#252;ft. Consumer-Technologien empfehlen 52&#37; der Mediziner&#42;innen den Patienten. CDSS finden nahezu keine Anwendung in der Versorgung (Angabe von 90&#37;). Ebenso geben 71&#37; der Klinik&#228;rzt&#42;innen an, keine digitalen Systeme zu erforschen.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Schlussfolgerung:</Mark1> Die Statuserhebung zeigt den aktuellen Stand und damit verbundenen Handlungsbedarf bei der Einbindung digitaler Technologien in die Patient&#42;innenversorgung. Sie liefert Informationen &#252;ber Probleme und Versorgungsl&#252;cken, die zuk&#252;nftig von Gesundheitsdienstleistern, Industrie und Forschung adressiert werden m&#252;ssen. Handlungsbedarf besteht u.a. beim Ausbau digitaler Angebote f&#252;r Patienten, der Implementierung und Nutzung neuer Kommunikationsm&#246;glichkeiten und der Erforschung von Entscheidungsunterst&#252;tzungssystemen. F&#252;r den Einsatz von Medizinprodukten oder Consumer-Technologien f&#252;r das Selbstmanagement ist das Wissen &#252;ber die Technologien und ihrem klinischen Nutzen von gro&#223;er Bedeutung <TextLink reference="2"></TextLink>. Zudem bedarf es Unterst&#252;tzung bei der Vorbereitung von Fallbesprechungen, da diese nicht ausreichend durch digitale L&#246;sungen unterst&#252;tzt werden. Eine potenzielle Limitation besteht in der &#220;berrepr&#228;sentation von F&#252;hrungspersonen (z.B. Chef&#228;rzt&#42;innen), wodurch die Perspektive der unmittelbar Versorgenden unterrepr&#228;sentiert ist.</Pgraph><Pgraph>Die Autoren geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.</Pgraph><Pgraph>Die Autoren geben an, dass ein positives Ethikvotum vorliegt.</Pgraph></TextBlock>
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        <RefAuthor>Mues S</RefAuthor>
        <RefAuthor>Surges R</RefAuthor>
        <RefTitle>Forschung und Entwicklung telemedizinischer Anwendungen und mobiler Gesundheitstechnologien bei Epilepsie</RefTitle>
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        <RefJournal>Zeitschrift f&#252;r Epileptologie</RefJournal>
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        <RefTotal>Mues S, Surges R. Forschung und Entwicklung telemedizinischer Anwendungen und mobiler Gesundheitstechnologien bei Epilepsie. Zeitschrift f&#252;r Epileptologie. 2021;34(3):253&#8211;6.</RefTotal>
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        <RefAuthor>Beniczky S</RefAuthor>
        <RefAuthor>Wiebe S</RefAuthor>
        <RefAuthor>Jeppesen J</RefAuthor>
        <RefAuthor>Tatum WO</RefAuthor>
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        <RefAuthor>Wang Y</RefAuthor>
        <RefTitle>Automated seizure detection using wearable devices: A clinical practice guideline of the International League Against Epilepsy and the International Federation of Clinical Neurophysiology</RefTitle>
        <RefYear>2021</RefYear>
        <RefJournal>Epilepsia</RefJournal>
        <RefPage>632&#8211;46</RefPage>
        <RefTotal>Beniczky S, Wiebe S, Jeppesen J, Tatum WO, Brazdil M, Wang Y et al. Automated seizure detection using wearable devices: A clinical practice guideline of the International League Against Epilepsy and the International Federation of Clinical Neurophysiology. Epilepsia. 2021;62(3):632&#8211;46.</RefTotal>
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