<?xml version="1.0" encoding="iso-8859-1" standalone="no"?>
<!DOCTYPE GmsArticle SYSTEM "http://www.egms.de/dtd/2.0.34/GmsArticle.dtd">
<GmsArticle xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink">
  <MetaData>
    <Identifier>25gmds051</Identifier>
    <IdentifierDoi>10.3205/25gmds051</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-25gmds0517</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
    <TitleGroup>
      <Title language="de">Vom Reha-Wunsch zur Reha-Inanspruchnahme bei Personen 50&#43; &#8211; Ergebnisse aus der prospektiven lidA-Kohortenstudie</Title>
    </TitleGroup>
    <CreatorList>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>du Prel</Lastname>
          <LastnameHeading>du Prel</LastnameHeading>
          <Firstname>Jean-Baptist</Firstname>
          <Initials>JB</Initials>
        </PersonNames>
        <Address>
          <Affiliation>Bergische Universit&#228;t Wuppertal, Fakult&#228;t f&#252;r Sicherheitstechnik, Lehrstuhl f&#252;r Arbeitswissenschaft, Wuppertal, Germany</Affiliation>
        </Address>
        <Creatorrole corresponding="no" presenting="no">author</Creatorrole>
      </Creator>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Wahidie</Lastname>
          <LastnameHeading>Wahidie</LastnameHeading>
          <Firstname>Diana</Firstname>
          <Initials>D</Initials>
        </PersonNames>
        <Address>
          <Affiliation>Universit&#228;t Witten&#47;Herdecke, Fakult&#228;t f&#252;r Gesundheit (Department f&#252;r Humanmedizin), Witten, Germany</Affiliation>
        </Address>
        <Creatorrole corresponding="no" presenting="no">author</Creatorrole>
      </Creator>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Breckenkamp</Lastname>
          <LastnameHeading>Breckenkamp</LastnameHeading>
          <Firstname>J&#252;rgen</Firstname>
          <Initials>J</Initials>
        </PersonNames>
        <Address>
          <Affiliation>Universit&#228;t Bielefeld, Fakult&#228;t f&#252;r Gesundheitswissenschaften, AG3 Epidemiologie und International Public Health, Bielfeld, Germany</Affiliation>
        </Address>
        <Creatorrole corresponding="no" presenting="no">author</Creatorrole>
      </Creator>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Brzoska</Lastname>
          <LastnameHeading>Brzoska</LastnameHeading>
          <Firstname>Patrick</Firstname>
          <Initials>P</Initials>
        </PersonNames>
        <Address>
          <Affiliation>Universit&#228;t Witten&#47;Herdecke, Fakult&#228;t f&#252;r Gesundheit (Department f&#252;r Humanmedizin), Witten, Germany</Affiliation>
        </Address>
        <Creatorrole corresponding="no" presenting="no">author</Creatorrole>
      </Creator>
    </CreatorList>
    <PublisherList>
      <Publisher>
        <Corporation>
          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
        </Corporation>
        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
      </Publisher>
    </PublisherList>
    <SubjectGroup>
      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <Keyword language="de">Rehabilitationswunsch</Keyword>
      <Keyword language="de">Rehabilitationsinanspruchnahme</Keyword>
      <Keyword language="de">&#228;ltere Erwachsene</Keyword>
      <Keyword language="de">Erwartung an Rehabilitation</Keyword>
      <Keyword language="de">alternde Bev&#246;lkerung</Keyword>
    </SubjectGroup>
    <DatePublishedList>
      <DatePublished>20251103</DatePublished>
    </DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
    <License license-type="open-access" xlink:href="http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/">
      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
    </License>
    <SourceGroup>
      <Meeting>
        <MeetingId>M0631</MeetingId>
        <MeetingSequence>051</MeetingSequence>
        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie</MeetingCorporation>
        <MeetingName>70. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e. V. (GMDS)</MeetingName>
        <MeetingTitle></MeetingTitle>
        <MeetingSession>V: Infectious disease and health care epidemiology</MeetingSession>
        <MeetingCity>Jena</MeetingCity>
        <MeetingDate>
          <DateFrom>20250907</DateFrom>
          <DateTo>20250911</DateTo>
        </MeetingDate>
      </Meeting>
    </SourceGroup>
    <ArticleNo>Abstr. 319</ArticleNo>
  </MetaData>
  <OrigData>
    <TextBlock name="Text" linked="yes">
      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph>In Deutschland muss der Rehabilitationsantrag von Personen bei medizinischem Rehabilitationsbedarf selbst gestellt werden. Daher kann dem Reha-Wunsch in Bezug auf die tats&#228;chliche Reha-Teilnahme ein hoher Stellenwert zukommen. Dies trifft insbesondere bei Personen im Alter 50&#43; hinsichtlich der Frage eines l&#228;ngeren Erwerbsverbleibs in einer alternden Gesellschaft zu. Allerdings gibt es bislang nur wenige Studien zum Zusammenhang zwischen Reha-Wunsch und -Inanspruchnahme bei &#252;ber 50-J&#228;hrigen. Um diese L&#252;cke zu schlie&#223;en wird zun&#228;chst untersucht, welcher prognostischer Wert dem Reha-Wunsch bei den &#252;ber 50-J&#228;hrigen unter Ber&#252;cksichtigung von Drittvariablen in Bezug auf die Reha-Inanspruchnahme zukommt. Nachdem eine vorangegangene Rehabilitationserfahrung bereits als starker Pr&#228;diktor f&#252;r eine nachfolgende Rehabilitationsteilnahme identifiziert wurde <TextLink reference="1"></TextLink>, wird zudem untersucht, welche Faktoren bei Personen ohne vorangegangene Rehabilitationserfahrung aber mit Reha-Wunsch die Chance einer Reha-Inanspruchnahme beeinflussen.</Pgraph><Pgraph>Datengrundlage bildeten 2748 sozialversicherte Studienteilnehmende der Jahrg&#228;nge 1959 und 1965 aus der 3. (2018) und 4. Welle (2022&#47;2023) der lidA(leben in der Arbeit)-Kohortenstudie. Die zuf&#228;llige Stichprobenziehung erfolgte bundesweit aus den Daten der Integrierten Erwerbsbiographie der Bundesagentur f&#252;r Arbeit. Erhoben wurden der Reha-Wunsch sowie soziodemographische Merkmale, Angaben zur subjektiven Gesundheit (SF12) und Arbeitsf&#228;higkeit (WAI 2) in Welle 3 und die Reha-Teilnahme in den vergangenen vier Jahren (Welle 3 und 4). In die Subgruppenanalyse der zweiten Fragestellung gingen zudem Angaben zur Erkrankungsart, zu Erwartungen an die Reha und einer vorangegangenen Reha-Empfehlung ein. Die Analyse erfolgte mittels Cramer&#8217;s V und multipler logistischer Regressionsanalyse. Selektionseffekten wurden mittels Gewichtung begegnet.</Pgraph><Pgraph>Personen mit Reha-Wunsch nahmen in den folgenden vier Jahren h&#228;ufiger an einer medizinischen Reha teil als Personen ohne Reha-Wunsch (27,1 vs. 12,7&#37;; p&#60;0,001). Die Chance einer Reha-Teilnahme bei denen mit Reha-Wunsch lag vor Adjustierung f&#252;r Kovariaten bei einer OR von 2,55 (95&#37;-KI: 2,24-2,90) und nach Adjustierung bei 1,58 (95&#37;-KI: 1,36-1,84). Pr&#228;diktiv f&#252;r eine Reha-Inanspruchnahme waren zudem eine vorangegangene Reha-Teilnahme (OR: 2,71; 95&#37;-KI: 2,33-3,17), ein schlechter subjektiver Gesundheitszustand (OR: 2,49; 95&#37;-KI: 2,02-3,08), eine eingeschr&#228;nkte Arbeitsf&#228;higkeit (OR: 1,48; 95&#37;-KI: 1,27-1,72) und ein geringer Bildungsgrad (OR: 1,24; 95&#37;-KI: 1,01-1,53). Eine G1-Migrationsgeschichte ging mit einer verminderten Reha-Teilnahmechance einher (OR: 0,74; 95&#37;-KI: 0,56-0,99). Personen mit Reha-Wunsch aber ohne vorangegangene Rehabilitationsteilnahme nahmen seltener eine Reha in Anspruch (19,7&#37;) als die mit Rehabilitationsteilnahme (s.o.). Bei denen mit Reha-Wunsch ohne vorangegangene Rehabilitationsteilnahme erwiesen sich neben subjektiver Gesundheit, Arbeitsf&#228;higkeit und G1-Migrationsgeschichte eine vorausgegangene Reha-Empfehlung (OR: 1,74; 95&#37;-KI: 1,31-2,30) und ihre Erwartungen bez&#252;glich der Reha als signifikante Pr&#228;diktoren. Dabei zeigten diejenigen mit Erwartung einer verbesserten Arbeitsf&#228;higkeit (OR: 2,14; 95&#37;-KI: 1,36-3,37) oder Gesundheit (OR: 1,54; 95&#37;-KI: 1,01-2,35) nach Reha eine h&#246;here Teilnahmechance als die, welche sich prim&#228;r Stressreduktion bzw. Erholung versprachen. </Pgraph><Pgraph>Erwartungsgem&#228;&#223; erwiesen sich der Reha-Wunsch wie auch eine vorangegangene Reha-Erfahrung als signifikante Pr&#228;diktoren f&#252;r eine sp&#228;tere Reha-Inanspruchnahme. Dabei ist der Reha-Wunsch offenbar nicht ganz unabh&#228;ngig von anderen signifikanten Einflussgr&#246;&#223;en wie subjektiver Gesundheit, Arbeitsf&#228;higkeit und geringer Bildung. Die Beobachtung, dass die Erwartung an den Reha-Erfolg auch unabh&#228;ngig von Gesundheit und Arbeitsf&#228;higkeit die Reha-Teilnahmechance erh&#246;ht, stimmt mit bestehendem Kenntnisstand &#252;berein <TextLink reference="2"></TextLink>, <TextLink reference="3"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph>Diese Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit zur Aufkl&#228;rung &#252;ber den Nutzen von medizinischer Rehabilitation, da der Reha-Wunsch und die Erwartung an den Reha-Erfolg die Reha-Teilnahmechancen erh&#246;hen.</Pgraph><Pgraph>Die Autoren geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.</Pgraph><Pgraph>Die Autoren geben an, dass ein positives Ethikvotum vorliegt.</Pgraph></TextBlock>
    <References linked="yes">
      <Reference refNo="1">
        <RefAuthor>Mohnberg I</RefAuthor>
        <RefAuthor>Spanier K</RefAuthor>
        <RefAuthor>Peters E</RefAuthor>
        <RefAuthor>Radoschewski FM</RefAuthor>
        <RefAuthor>Bethge M</RefAuthor>
        <RefTitle>Determinanten f&#252;r intendierte Antr&#228;ge auf medizinische Rehabilitation bei vorangegangenem Krankengeldbezug</RefTitle>
        <RefYear>2016</RefYear>
        <RefJournal>Rehabilitation</RefJournal>
        <RefPage>81-87</RefPage>
        <RefTotal>Mohnberg I, Spanier K, Peters E, Radoschewski FM, Bethge M. Determinanten f&#252;r intendierte Antr&#228;ge auf medizinische Rehabilitation bei vorangegangenem Krankengeldbezug. Rehabilitation. 2016;55(02):81-87. DOI: 10.1055&#47;s-0042-100588</RefTotal>
        <RefLink>http:&#47;&#47;dx.doi.org&#47;10.1055&#47;s-0042-100588</RefLink>
      </Reference>
      <Reference refNo="2">
        <RefAuthor>Petrie KJ</RefAuthor>
        <RefAuthor>Weinmann J</RefAuthor>
        <RefTitle>Why illness perception matter</RefTitle>
        <RefYear>2006</RefYear>
        <RefJournal>Clinical Medicine</RefJournal>
        <RefPage>536-539</RefPage>
        <RefTotal>Petrie KJ, Weinmann J. Why illness perception matter. Clinical Medicine. 2006;6:536-539. DOI: 10.7861&#47;clinmedicine.6-6-536</RefTotal>
        <RefLink>http:&#47;&#47;dx.doi.org&#47;10.7861&#47;clinmedicine.6-6-536</RefLink>
      </Reference>
      <Reference refNo="3">
        <RefAuthor>Spanier K</RefAuthor>
        <RefAuthor>Mohnberg I</RefAuthor>
        <RefAuthor>Peters E</RefAuthor>
        <RefAuthor>Michel E</RefAuthor>
        <RefAuthor>Radoschewski M</RefAuthor>
        <RefAuthor>Bethge M</RefAuthor>
        <RefTitle>Motivationale und volitionale Prozesse im Kontext der Beantragung einer medizinischen Rehabilitationsleistung</RefTitle>
        <RefYear>2016</RefYear>
        <RefJournal>Psychother Psych Med</RefJournal>
        <RefPage>242-248</RefPage>
        <RefTotal>Spanier K, Mohnberg I, Peters E, Michel E, Radoschewski M, Bethge M. Motivationale und volitionale Prozesse im Kontext der Beantragung einer medizinischen Rehabilitationsleistung. Psychother Psych Med. 2016;66(06):242-248. DOI: 10.1055&#47;s-0042-106288</RefTotal>
        <RefLink>http:&#47;&#47;dx.doi.org&#47;10.1055&#47;s-0042-106288</RefLink>
      </Reference>
    </References>
    <Media>
      <Tables>
        <NoOfTables>0</NoOfTables>
      </Tables>
      <Figures>
        <NoOfPictures>0</NoOfPictures>
      </Figures>
      <InlineFigures>
        <NoOfPictures>0</NoOfPictures>
      </InlineFigures>
      <Attachments>
        <NoOfAttachments>0</NoOfAttachments>
      </Attachments>
    </Media>
  </OrigData>
</GmsArticle>